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Fußballfans erobern das KunstgebäudeKay-Uwe Hennig, Jugendtrainer beim ASV Pfäffingen, ist sich sicher, dass die Ausstellung »Gefühle, wo man schwer beschreiben kann« auch Kinder und Jugendliche begeistern wird: »Es gelingt der Ausstellung, Emotionen zu wecken. Sie ist kurzweilig und der Mitmachbereich ist fantastisch. Das gab es noch nie bei einer Ausstellung.« Gleich zu Beginn der Ausstellungseröffnung verzaubert der bekannte Sportreporter Tom Bartels und das Peter Schindler-Quartett das Publikum mit einer Schau, die Stadion-Atmosphäre entstehen läßt. In typischer Reportermanier kommentiert Bartels die Musikstücke: »Das Saxophon in sensationellem Allegro, ... atemberaubend, das Publikum rast.« In seiner Begrüßung hebt Museumsleiter Thomas Schnabel die Besonderheit des Ausstellungsortes hervor. Schon vor fast 120 Jahren, sagt Schnabel, verfasste der Schriftführer des Cannstatter Fußballklubs ein umfangreiches Werk mit dem Titel »Die beliebtesten Rasenspiele. Eine Zusammenstellung der hauptsächlichsten englischen Out Door Games zum Zwecke ihrer Einführung in Deutschland«. Zu diesem Zeitpunkt wurde in Cannstatt, laut Schnabel, schon einige Jahre Fußball gespielt »und zwar von zwei englischen und einem deutschen Club«. Der heutige Tag ist für den Fußball von großer Bedeutung. Darauf verweist Staatssekretär Dietrich Birk in seiner Ansprache. Am 28. März 1897, sagt Birk, wurde Sepp Herberger geboren, der frühere Bundestrainer, dessen Weisheiten allgegenwärtig sind. Laut Birk ist Fußball noch heute die beliebteste Sportart. Das belegen nach seiner Ansicht über eine Million Mitglieder in mehr als 3500 Vereinen. Auf die große gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs geht der Präsident des Württembergischen Fußballverbandes, Herbert Rösch, in seinem Grußwort ein. »Können Sie sich vorstellen, wie viele Spiele an diesem Wochenende stattfinden?«, fragt er das Publikum. »12 000« ist seine Antwort. Für die Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger ist Fußball auch politisch. Und er sei zunehmend auch Frauensache, wie die Erfolge der Frauennationalmannschaft belegen, so Lutum-Lenger in ihrer Einführung in die Ausstellung. Kay-Uwe Hennig hat den Wimpel des ASV Pfäffingen in der Ausstellung nicht entdeckt. Der fehlt noch zwischen all den anderen ausgestellten Exemplaren in der Wimpelparade, stellt er fest. »Ich werde mich darum kümmern, dass ihr einen für die Ausstellung bekommt«, sagt Hennig und fährt zurück nach Pfäffingen. |
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