Erinnerungen werden wach an die Eröffnung des Hauses vor sieben Jahren. Damals führte der freie Eintritt zu großem Andrang, und die Eröffnungswochen erhielten Event-Charakter. Jetzt ist es wieder soweit. Die ersten Abteilungen der Dauerausstellung sind überarbeitet und erstrahlen in neuem Glanz. Erneut bietet das Haus der Geschichte die Gelegenheit, sich ohne Zeitdruck oder finanzielle Belastung ganz ungezwungen mit der teilweise überarbeiteten Dauerausstellung oder mit der neuen Sonderausstellung »Ihr und Wir« zu beschäftigen. Museumsleiter Thomas Schnabel sagt: »In wirtschaftlichen Krisenzeiten macht das Haus der Geschichte deutlich: Es gibt starke Kulturangebote, und diese sind für jeden erschwinglich. Wir hoffen, dass mit unserem Gratis-Eintritt gerade Familien ins Museum kommen, die ja oft über ein begrenztes Budget verfügen.«
Für Familien ist die Dauerausstellung besonders interessant. In der Abteilung 1972 bis 2002 und im Museum der Gegenwart können Eltern ihren Kindern aus eigener Anschauung persönliche Geschichten aus der Landesgeschichte erzählen, weil sie diese Zeit selbst erlebt haben. Mancher Elternteil erinnert sich bestimmt noch an die Latzhose, die man damals trug, und wie man gegen die Nachrüstung protestierte. In der komplett erneuerten Wirtschaftsabteilung sind von den Kindern Modelleisenbahnen, Teddybären, die Lurchifiguren der Firma Salamander und vieles mehr zu entdecken. Und für die Eltern ist es ein Wiedersehen mit Produkten und Firmen, die sie oft schon von Kindesbein an kennen.
Mit der aktuellen Sonderausstellung »Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg« geht das Haus der Geschichte bewusst neue Wege. Nicht der Leidensweg von Flucht und Vertreibung steht im Vordergrund, sondern das Ankommen der Menschen in der neuen Heimat. Es ist deutschlandweit das erste Mal, dass eine Ausstellung so ausdrücklich danach fragt, was nach der Ankunft der Vertriebenen in der neuen Heimat geschah. Die Ausstellung ist auch für Jugendliche interessant. Wer von den 14- bis 18-Jährigen weiß denn, ob die Urgroßmutter oder der Urgroßvater als Vertriebene in den Südwesten kamen und wie schwer sie es in der neuen Heimat hatten? Für viele beginnt in der Ausstellung eine Suche nach den eigenen Wurzeln. Eine Gruppe Jugendlicher hat mit der Museumspädagogin Caroline Gritschke bereits festgestellt, dass "Ihr und Wir" etwas für die junge Generation bietet. Das Video, das der H-Club zur Ausstellung drehte, ist im Foyer des Museums auf dem Bildschirm in der gelben Säule zu sehen.
Öffnungszeiten rund um die Festtage
Das Haus der Geschichte ist an Heilig Abend, 24.12., und am 1. Weihnachtsfeiertag, 25.12., geschlossen. Am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12., ist es von 10-18 Uhr geöffnet. An Silvester, 31.12., sind die Öffnungszeiten von 10-14 Uhr und an Neujahr, 1.01., von 12-18 Uhr. Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten. Das gilt auch für den Feiertag am 6.01. Der Eintritt ist frei vom 26.12.2009 bis 10.01.2010.