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Wie die Ausstellung funktioniertDie Ausstellung im Mansardengeschoss des ehemaligen Arsenalgebäudes bereitet die Geschichte des Hohenaspergs und seiner Gefangenen unter vier Blickwinkeln auf. Zunächst wird in 22 Vitrinen das Leben der beispielhaft ausgewählten Gefangenen mit Hilfe aussagekräftiger Exponate erzählt. Jede Vitrine steht unter einer prägnanten Überschrift, dazu gibt es ein Foto des Betroffenen und einen tabellarischen Lebenslauf. Projektionen an den Wänden geben Auskunft über Gedanken und Gefühle der Häftlinge. Im Zentrum der insgesamt 280 Quadratmeter umfassenden Ausstellung steht die mit Stahlplatten verkleidete "Staatsmacht-Wand". Darauf wird der Zugriff des Staates auf die Gefangenen dokumentiert, sei es durch Abdruck eines Urteils oder den Versuch, einen bestimmten Fall in größere Zusammenhänge der Entwicklung des Strafrechtes einzuordnen. Den vierten Blickwinkel - die Wirkung der Haft auf die Außenwelt - ermöglichen Fernrohre, die in den zugemauerten Fenstern des Gebäudes angebracht sind. Darin sind Presseartikel über bestimmte Gefangene oder Zeugnisse der Familie eines Häftlings zu sehen. Die Ausstellung erstreckt sich über acht Räume plus einen Recherche- und Leseraum. In diesem können sich die Besucher mit Hilfe einer Datenbank über rund 10 Suchkriterien die Lebensläufe zahlreicher weiterer Häftlinge erschließen. Im Treppenhaus wird die Geschichte des Arsenalbaus nachgezeichnet, im anschließenden Foyer der Ausstellung sind auf einen großen Foto des Berges die zahlreichen Begriffe und Namen zu lesen, mit denen der Hohenasperg tituliert wurde. Vor allem das Mansardengeschoss des ehemaligen Arsenalbaus an der Südostecke des Gebäudekomplexes, in dem die Ausstellung untergebracht ist, wurde als Gefängnis genutzt. Hier saßen die meisten der Gefangenen, nicht zuletzt die Freiheitskämpfer der Revolution von 1848. Der Arsenalbau ist also ein historischer Ort. Immer schon wurde er auch für andere Zwecke genutzt - zuletzt als Krankenpflegeschule. |
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