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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Stauffenberg-Erinnerungstätte

Lebensläufe

Kurzbiographien

Claus Graf Stauffenberg

1907 Am 15. November wird Claus Graf Stauffenberg als dritter Sohn des königlich württembergischen Hofmarschalls Alfred Graf Stauffenberg geboren.

Die Familie Stauffenberg 1917: sitzend Claus, re. Berthold. (Foto: privat, HdG)

1916-1926 Claus Graf Stauffenberg ist Schüler des Stuttgarter Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums. Das Abitur legt er wegen einer längeren Krankheit als externer Kandidat ab.

1923 Der Dichter Stefan George nimmt die Brüder Berthold und Claus Graf Stauffenberg in den Kreis seiner engsten Vertrauten auf.

Mit Dichter Stefan George 1924 (Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

1926 Nach dem Abitur schlägt Claus Graf Stauffenberg eine Offizierslaufbahn bei der Kavallerie ein.

1933 Claus Graf Stauffenberg heiratet Nina Freiin von Lerchenfeld.

1936-1938 In Berlin erhält der Graf eine zweijährige Generalstabsausbildung an der Kriegsakademie.

1938-1940 Als Generalstabsoffizier sorgt er bei einer motorisierten Division während des Einmarsches in die sudetendeutschen Gebiete, beim deutschen Überfall auf Polen und beim Feldzug gegen Frankreich für den Nachschub.

1940 Wegen seiner organisatorischen Fähigkeiten wird Claus Graf Stauffenberg ins Oberkommando des Heeres versetzt.

1942 Aufgrund des Holocausts, des brutalen deutschen Vorgehens gegen die sowjetische Zivilbevölkerung und der sich den Realitäten verweigernden deutschen Kriegsfühlung entscheidet sich Claus Graf Stauffenberg zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Claus 1943 mit Kindern (Foto: Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

1943 Nach Afrika versetzt verliert Stauffenberg nach wenigen Wochen bei einem Tieffliegerangriff seine rechte Hand, zwei weitere Finger und das linke Auge. Wieder genesen führt ihn sein Bruder Berthold in Berlin in militärische und zivile Widerstandskreise ein. Zusammen mit Henning von Tresckow arbeiten die beiden Brüder die Walküre-Befehle für einen Umsturz um.

1944 Nach einer Beförderung erhält Claus Graf Stauffenberg Zugang zu Hitler. Er übernimmt die Aufgabe, eine Bombe im Führerhauptquartier zu zünden, um Hitler zu töten. Am 20. Juli 1944 führt er das Attentat aus und kehrt nach Berlin zurück. Dort treibt Stauffenberg energisch den Umsturzversuch voran, dessen Scheitern er jedoch nicht verhindern kann. Im Bendlerblock verhaftet, wird er noch in der Nacht standrechtlich erschossen.

Hitler und Mussolini am Ort des Bombenanschlags (Foto: Bundesarchiv)

Berthold Graf Stauffenberg

1905 Am 15. März wird Berthold Graf Stauffenberg als erster Sohn des königlich württembergischen Stallmeisters Alfred Graf Stauffenberg im Stuttgarter Marstall geboren. Die Mutter Caroline, eine Hofdame und eine Freundin der Königin, stammt ebenso wie der Vater aus einer alten adeligen Familie.

Die Brüder Berthold (Violine), Claus (Cello) und Alexander (Foto: privat, HdG)

1913-1923 Berthold Graf Stauffenberg und sein Zwillingsbruder Alexander besuchen das Stuttgarter Eberhard-Ludwigs-Gymnasium und legen dort das Abitur ab.

1923 Der Dichter Stefan George nimmt Berthold Graf Stauffenberg und seinen Bruder Claus in den Kreis seiner engsten Vertrauten auf.

1923-1927 Sein Jurastudium führt Stauffenberg an die Universitäten Heidelberg, Jena, Tübingen, Berlin und München, um schließlich in Tübingen das Erste Juristische Staatsexamen abzulegen.

1929 Sein Referendariat unterbricht Berthold Graf Stauffenberg für eine Doktorarbeit und -prüfung in Völkerrecht. Da sich Pläne, Diplomat zu werden, zerschlugen, arbeitet der Jurist ab März in Berlin beim Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

Berthold und seine spätere Frau Maria Ende der 20er-Jahre (Foto: privat, HdG)

1931-1933 Berthold Graf Stauffenberg wechselt in die Verwaltung des Ständigen Internationalen Gerichtshofs in Den Haag.

1934 Nach dem deutschen Völkerbundsaustritt kehrt der Graf an das Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin zurück.

1936 Berthold Graf Stauffenberg heiratet seine langjährige Freundin Maria Claasen.

1939 Als Seekriegsrechtsspezialist wird Berthold Graf Stauffenberg bei Kriegsbeginn eingezogen und dient als völkerrechtlicher Berater im Oberkommando der Marine.

Berthold Graf Stauffenberg 1940 (Foto: privat, Haus der Geschichte)

1943 Berthold Graf Stauffenberg führt im Herbst seinen Bruder Claus in militärische und zivile Widerstandskreise ein. Zusammen mit seinem Bruder und Henning von Tresckow beginnt er, die Walküre-Befehle für einen Umsturz umzuarbeiten.

1943/1944 Berthold Graf Stauffenberg versucht bei Aufenthalten in Schweden und der Schweiz, für die Widerstandskreise Kontakte zum Kriegsgegner herzustellen.

1944 Berthold Graf Stauffenberg zählt zum Kern des Umsturzversuchs vom 20. Juli. Seinem Bruder Claus hilft er bei den letzten Attentatsvorbereitungen. Während des Umsturzversuchs hält er sich als Kontaktperson zur Marine im Bendlerblock auf und wird dort abends verhaftet. Vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, wird Graf Stauffenberg am 10. August 1944 in Plötzensee hingerichtet.

Berthold vor dem Volksgerichtshof (Foto: Gedenkstätte Dt. Widerstand)