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»Liebe Deinen Nachbarn«Badisch-württembergisch-französisch-schweizerische Beziehungsgeschichten "Etwas kann aber von der Zollstelle nicht kontrolliert werden, das sind die unzähligen Tonnen Fett, welche die Kinder an ihrem eigenen Leib mitnehmen", stellte Mathilde Paravicini 1942 nach der Rückkehr Tausender französischer Kinder von einem mehrwöchigen Schweizaufenthalt befriedigt fest. Die Aufnahme kriegsgeschädigter Kinder bei Schweizer Pflegefamilien oder in Kinderheimen hat eine lange Tradition, die noch in den Ersten Weltkrieg zurückreicht. Nach einigem Zögern öffnete sich die Schweiz nach 1945 auch deutschen Kindern. Sie konnten ja nichts für den Krieg. Über 100.000 Schweizer Familien nahmen ein Pflegekind aus Europa bei sich auf. "Das Beste war, dass die Schweizer Tante dem schüchternen dütschen Maidli eine Ahnung von der Kraft eines verlässlichen Ortes schenkte. Hier war alles heil!" erinnert sich ein Stuttgarter "Schweizer Kind" immer noch dankbar. Sturz ins Glück Im Frühjahr 1838 machte sich Jérémie Risler, Sohn des Fabrikbesitzers Mathieu Risler aus Cernay, daran, eine Filiale der Baumwollkratzenfabrik in Freiburg aufzubauen. Auf einem Ausritt mit dem Hotelier Franz Xaver Pyhrr stürzte Risler unglücklich vom Pferd. Pyhrr fühlte sich schuldig und besuchte den Verletzten täglich, zusammen mit seiner Tochter Pyrminia. Die beiden verliebten sich ineinander, und schon im Mai 1838 wurde Verlobung gefeiert. Risler heiratete so in eine der angesehensten Freiburger Familien ein. 1847 gründete er eine rasch expandierende Porzellanknopffabrik, die bald zu den größten Arbeitgebern der Stadt zählte. Jeremias (wie er sich nun nannte) Risler wurde Präsident der Handelskammer und Stadtverordneter, in der Villa Risler traf sich die feine Gesellschaft. Noch heute zeugen die "Knopfhäusle" in Freiburg, die Risler nach dem Vorbild der "Cité ouvrière" in Mulhouse errichten ließ, von dem paternalistisch-sozialen Engagement des Fabrikantenpaars. |
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