Das Ausstellungsteam
VfB-Fan dank des Sohns
Rainer Schimpf (43), Projektleiter der Fußballausstellung, promovierte in Freiburg über ein Thema des Vormärz. Dass er sich als Historiker einmal über mehrere Jahre mit Fußball beschäftigen würde, ahnte Schimpf damals noch nicht. 1997 kam er ans Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Seine Fußball-Karriere im Museum beschreibt der gebürtige Darmstädter in der Kickersprache so: "Wir haben mit unserem Team bereits erfolgreich das Hinspiel der Fußballausstellung in Bregenz bestritten. Jetzt geht es hier in Stuttgart ins entscheidende Rückspiel." Schimpfs Liebe zum Fußball hat mit seinem Vater zu tun, mit dem er ins Stadion ging. "Das waren glückliche Jahre." Seine Verbindung mit seinem Heimatteam Darmstadt 98 wurde während des Studiums durch eine starke Zuneigung zum SC Freiburg geschwächt. Heute empfindet Rainer Schimpf große Sympathien für den VfB Stuttgart, weil sein Sohn so für die Mannschaft fiebert. "Der will das Trikot oft gar nicht mehr ausziehen."
Kontakt: 0711.212.39.81 oder rainer.schimpf(at)hdgbw.de
Den 1. FSV Mainz 05 im Herzen
Saskia Gregorius (33), genießt es, sich beruflich mit ihrem Lieblingssport zu beschäftigen: "Das ist doch perfekt, dass Museumsarbeit auch Fußball umfasst." Gregorius studierte Volkskunde, Germanistik und Soziologie, bevor sie 2007 zum Haus der Geschichte kam und gleich an der Bregenzer Fußballausstellung mitarbeiteten durfte. "Aggressiv, schnell, spannend", so beschreibt sie die Qualitäten des Fußballs. Gregorius kam über Vater und Bruder, beide begeisterte Fußballanhänger, ins Stadion. Ihr Herz schlägt für den 1. FSV Mainz 05. "Das liegt daran, dass ich in der Nähe geboren wurde und dort aufgewachsen bin." Sie versteht nicht, warum viele Frauen glauben, Fußball sei einfach nur laut und habe mehr mit Biertrinken zu tun als mit Sport. Ihren 30. Geburtstag feierte sie mit Freunden im Garten mit großer Leinwand, weil gerade die WM lief. Und als Mainz im Jahre 2003 den ersehnten Aufstieg in die erste Liga knapp verpasste, "da habe ich nur geheult".
Kontakt: 0711.212.39.84 oder saskia.gregorius(at)hdgbw.de
Freiburg-Fan, hart erkämpft
Christian von der Heydt (28) ist bekennender Fan des SC Freiburg. Der studierte Historiker fühlt sich pudelwohl im Team, das die Große Landesausstellung zum Fußball in Baden-Württemberg erarbeitet. Bereits das erste Projekt, an dem von der Heydt ab 2007 mit seiner Anstellung im Haus der Geschichte mitwirkte, drehte sich ums Kicken: die Fußballausstellung in Bregenz. Von der Heydt wurde während des Studiums in Freiburg zum begeisterten SC-Fan. Das erste größere Fußballerlebnis, an das er sich bewusst erinnert, war die WM 1990 - "inklusive Panini-Heftchen, das habe ich heute noch", wie er sagt. Und er blieb fortan dem Ballsport treu, trotz Hindernissen: "Meine Eltern hassen Fußball. Ich musste mir das hart erkämpfen." Besonderer Stolz des Badeners ist ein Ball, den er zur Hochzeit bekam. Nicht einfach so als ein Geschenk unter vielen, sondern der Pfarrer warf ihm das runde Leder während der Trauung zu.
Kontakt: 0711.212.39.97 oder christian.vonderheydt(at)hdgbw.de




