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Unser Projekt 2009: Der Filmtrailer zur neuen SonderausstellungVon Sina Voss Es ist 16:00 Uhr an einem Freitag Nachmittag im Mai, an dem sich sieben Jugendliche im Alter von 14 – 20 Jahren an ein und demselben Ort treffen. Jedoch nicht um sich den normalen Freizeitaktivitäten wie Fernsehen oder Fußball zu widmen, sondern um in ein Thema einzutauchen, um das die meisten anderen ihres Alters von Natur aus einen großen Bogen machen. Es handelt sich um die sieben Mitglieder des Museumsclubs, oder auch H(istory)-Teams, des Hauses der Geschichte, Baden-Württemberg, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Geschichte aus ihrem eigenen Blickwinkel aufzufassen und zu vermitteln. Nachdem das letzte Projekt, eine Führung für Kinder anlässlich der Langen Nacht der Museen mit Erfolg umgesetzt wurde, steht nun die nächste Herausforderung an: ein audiovisueller Beitrag zur neuen Sonderausstellung „Ihr und Wir“ über die Integration von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg. „Bis vor wenigen Tagen habe ich von diesem Thema noch gar nichts gewusst.“Zu Beginn des Vorhabens steht nach langen Tüfteleien und Brainstorming eine kleine Hausaufgabe in Form einer persönlichen Recherche. Jedes Mitglied des H-Teams begibt sich auf die Suche nach Spuren von Heimatvertriebenen im Kreise der eigenen Familie, die interessante Ergebnisse und Geschichten liefert. „Bis vor wenigen Tagen habe ich von diesem Thema noch gar nichts gewusst.“ sagt Jonathan (14), wohingegen Malikas (15) Antwort das genaue Gegenteil darstellt : „In meiner Familie hat Vertreibung und Flucht eigentlich schon immer eine Rolle gespielt.“ „Meine Oma hat zwar auch schon vorher etwas erzählt, aber erst jetzt habe ich eben genauer nachgefragt.“, berichtet Hanspeter (15) während eines weiteren Treffens des Clubs, bei dem alle neu gesammelten Informationen mit Hilfe des hauseigenen Aufnahmegerätes des Hauses der Geschichte festgehalten werden. Gebündelte Kreativität und Ideenreichtum lassen ein Konzept entstehen.Aufgrund der knapp bemessenen Zeit und der wenigen Treffen bis zur herannahenden Ausstellungseröffnung ist an den Freitagnachmittagen jede Minute kostbar. In kürzester Zeit entsteht durch die gebündelte Kreativität und den Ideenreichtum der Gruppe sowohl die spielfilmähnliche Rahmenhandlung als auch der weitere Inhalt des Trailers. Nachdem der Film mit Hilfe Martin Kühnels, dem Film- und Tontechniker des Hauses der Geschichte, den passenden Schnitt erhalten hat, mit Geräuschen und Special Effects versehen wurde, erfolgt beim letzten Treffen des Clubs, am 6. November die kritische Nachbesprechung, die dem Produkt den letzten Feinschliff gibt. Zudem erhalten die Museumsclubmitglieder einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen der Sonderausstellung und besichtigen die Baustelle, die bisher von kaum jemandem - außer den wissenschaftlichen Mitarbeitern - betreten werden darf. Beim nächsten Treffen am 18.12.2009 planen wir neue Projekte: Ein eigener Audioguide vielleicht, etwas zur Fußballausstellung oder ein historisches Forschungsprojekt? Ganz sicher aber ein neues Programm für die Lange Nacht der Museen am 20. März. |
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