Haus der Geschichte gibt CD mit traditionellen Liedern aus Laupheim heraus
Stuttgart/ Laupheim (hdgbw) – Eine CD mit traditionellen jüdischen Synagogengesängen aus dem oberschwäbischen Laupheim gibt jetzt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg heraus. Sie umfasst 27 beispielhafte Gesänge, die in der dortigen jüdischen Gemeinde gepflegt wurden, bis die Nationalsozialisten diese im Jahr 1942 endgültig auslöschten. Die Gesänge wurden ursprünglich im Jahr 1922 in Berlin aufgenommen. Die Initiative für das aktuelle Projekt ging vom Laupheimer Lokalhistoriker und langjährigen Gemeinderat Rolf Emmerich aus sowie von Yitzhak Heinrich Steiner, der in Israel lebt. Er ist der Enkel von Simon Leopold Steiner. Dieser spielte bei der damaligen Aufnahme das Harmonium. Der Sänger war Kantor Emil Elias Dworzan.
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Thomas Schnabel, Leiter des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, ist stolz darauf, dass das Haus der Geschichte daran mitwirkt, verlorene Schätze jüdisch-deutschen Kulturgutes wieder zu heben: „Die technisch leicht überarbeiteten Synagogen-Gesänge sind ein beeindruckendes Zeugnis jüdischen Lebens in Laupheim und bieten einen ganz eigenen, akustischen Zugang zu dieser Zeit.“
Carl Laemmle hing an seiner Heimat
Dass 1922 zwei Musiker aus Laupheim nach Berlin reisten, um mit Hilfe eines Edison-Phonographs die Gesänge auf Wachsmatrizen aufzunehmen, ist einem berühmten Laupheimer Sohn zu verdanken: Carl Laemmle, der 1884 in die USA ausgewanderte Gründer der Universal Filmgesellschaft, Los Angeles, unterstützte seine Heimatgemeinde, wo er nur konnte. Deshalb finanzierte er auch diese Aufnahmen. In einigen Passagen der Gesänge ist auch Carl Laemmle selbst zu hören.
Zur CD gehört ein reich bebildertes, 40 Seiten umfassendes Booklet. Darin finden sich die Übersetzungen aller Texte mit Erläuterungen von Landesrabbiner a.D. Joel Berger sowie eine Einführung von Rolf Emmerich. Die CD kostet 19,90 Euro.
Die CD gibt es im Museumsshop des Hauses der Geschichte. Bestellungen bei Gisela Orlopp (Telefon: 0711 . 212.39.86, per Mail gisela.orlopp(at)hdgbw.de) oder direkt hier online.
Szenische Lesung in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte
Stuttgart (hdgbw) - Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 missglückte. Helmuth James von Moltke war gegen eine Ermordung des Diktators gewesen. Dennoch musste er sterben, weil er dem Verschwörerkreis anhörte. Die Schauspieler Dorothea Balzer und Robert Atzlinger tragen in einer szenischen Lesung am 19. Januar 2012 in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte die Briefe vor, die sich Moltke und seine Frau Freya vor seiner Hinrichtung schrieben. Musikalisch begleitet werden die beiden Schauspieler von Ekkehard Schobert. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Studio-Theater beginnt um 19 Uhr und kostet 13,50 Euro (ermäßigt 10,50 Euro, Schülergruppen 6 Euro pro Person).
Stuttgart (hdgbw) - Auch für Tagesausflügler gibt es viel Neues auf der CMT: Auf Europas größter Urlaubsmesse präsentiert das Haus der Geschichte in diesem Jahr ein überaus reichhaltiges Angebot. Zu insgesamt vier Ausstellungen lädt es im Jahr 2012 alle historisch-politisch Interessierten ein. Warum so viele Ausstellungen? Das mag der eine oder andere denken. Die Antwort ist einfach: Das Land wird 60, das Haus 25 und der Neubau mit seiner Dauerausstellung besteht seit 10 Jahren. Gründe genug für Baden-Württembergs einziges historisch-politisches Landesmuseum, ein solch umfangreiches Jubiläumspaket zu schnüren. Zwei der Ausstellungen sind im Ausstellungsgebäude an der Konrad-Adenauer-Straße 16, eine im Kunstgebäude Stuttgarter Schlossplatz und eine im Augustinermuseum in Freiburg zu sehen.
Über die Ausstellungsinformationen hinaus bieten die Mitarbeiter des Hauses am CMT-Stand ein Quiz mit originellen Fragen zur Geschichte des Landes an. Es gibt einiges zu gewinnen. Besuchen Sie auf der CMT unseren Stand mit der Nummer E 22 in Halle 6 - und lassen Sie sich überraschen.
2012 feiert das Haus der Geschichte seinen 25. Geburtstag
Stuttgart (hdgbw) - Im Neuen Jahr stehen große Jubiläen an: Das Land wird 60 Jahre alt, und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg feiert seinen 25. Geburtstag.1987 gegründet, stellte es 1992 mit »Schau-Platz Südwest« seine erste Ausstellung vor. Seither hat sich das Haus mit weit über 30 Sonderausstellungen als historisch-politisches Landesmuseum profiliert. Herz des Museums ist die Dauerausstellung »Der deutsche Südwesten von 1790 bis heute«. Diese ist – ebenfalls ein rundes Jubiläum – 2012 seit zehn Jahren im modernen Bau an der Stuttgarter Kulturmeile untergebracht.
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Für das Jubiläumsjahr hat das Team des Hauses der Geschichte ein dickes Paket spannender Ausstellungen geschnürt: Bis zum 1. April läuft noch »Dagegen leben? – Der Bauzaun und Stuttgart 21«. Vom 12. Februar bis zum 29. April stellt das Haus der Geschichte im Kunstgebäude am Stuttgarter Schlossplatz unter dem Titel »Hannes Kilian – Fotografien« erstmals das Gesamtwerk des Stuttgarter Künstlers aus. Vom 28. April bis zum 30. September ist im Freiburger Augustinermuseum die vom Haus der Geschichte gestaltete Große Landesausstellung »Liebe Deinen Nachbarn – Beziehungsgeschichten im Dreiländereck« zu sehen, die offizielle Schau zum 60. Landesjubiläum. Im Museumsbau in Stuttgart zeigt das Haus vom 9. Mai 2012 bis zum 31. März 2013 die Sonderausstellung »Anständig gehandelt – Widerstand im Nationalsozialismus«.
Haus der Geschichte bietet auch über die Feiertage spannende Themen
Stuttgart (hdgbw) - Bekannt für seine spannenden und gegenwartsbezogenen Ausstellungen bietet das Haus der Geschichte wieder einmal ein echtes Highlight: Kaum ist die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 vorüber, schon ist die Ausstellung »Dagegen leben? - Der Bauzaun und Stuttgart 21«im Haus der Geschichte zu sehen. Die Besonderheit: Das Landesmuseum gewährt bei dieser Sonderausstellung während der gesamten Laufzeit freien Eintritt. Der wichtigste Grund dafür: Hunderte von Bürgern haben ihre Meinung am Bauzaun hinterlassen – »es liegt im Wesen eines solchen öffentlichen Gemeinschaftswerkes, dass dieses umsonst zu sehen ist«, sagt Museumsleiter Thomas Schnabel.
Viele denken, die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 sei der erste Volksentscheid in Baden-Württemberg. Dabei stimmt das nicht. Vor genau 60 Jahren gab es schon einmal eine Volksabstimmung im Südwesten. Und gab es nicht noch eine weitere? Auch darüber informiert das Landesmuseum, und zwar in seiner Dauerausstellung. Es lohnt sich also aus einem weiteren Grund ins Haus der Geschichte zu gehen.
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg gehört zu den modernen Bauwerken, die das Gesicht der Stuttgarter Kulturmeile prägen. Das 2002 eingeweihte Museum wurde von den Architekten Michael Wilford und Manuel Schupp entworfen.
Nächtliche Ruhe
Nur nachts kommt die Konrad-Adenauer-Straße, eine der wichtigsten Verkehrsadern Stuttgarts, zeitweise zur Ruhe.
Mediterranes Flair
Im Sommer wird am "Tempus", dem Lokal im Haus der Geschichte, abends regelmäßig getanzt.
Promenade als Vorraum
Vitrinen mit landestypischen Exponaten wie dem "Baden-Württemberg-ABC" leiten von der Promenade zum Eingang des Museums.
Von der Kleinstaaterei zum Bundesland
Die große interaktive Landkarte im Foyer des Hauses der Geschichte zeigt, welch ein Flickenteppich Baden-Württemberg früher war.
Kiloweise Silber
Sieben Kilogramm wiegt der Eichenkranz, der Friedrich Römer 1847 im Stuttgarter Bürgermuseum überreicht wurde. Römer war ein hartnäckiger Kämpfer für bürgerliche Rechte.
Die erste deutsche Revolution
Die Revolution von 1848 erschütterte den Südwesten heftig. Besonders auf dem Lande zerriss sie endgültig das Jahrhunderte alte Herrschaftsverhältnis zwischen Adel und Bauern. Die Revolutionäre setzten zur Kommunikation mit den Menschen massenweise Flugblätter ein.
Epoche der Gewalt
Im Weltkriegeraum wird das mörderische Wirken des NS-Regimes anhand von Einzelschicksalen dokumentiert.
Der Kampf um die Nachrüstung
Vor allem in Mutlangen und Heilbronn wurden im Streit um die Nachrüstung US-amerikanische Pershing-Raketen stationiert. Das Haus der Geschichte dokumentiert den Widerstand dagegen.
Lesestoff
Im Museum der Gegenwart können sich die Besucher in zahlreichen Tageszeitungen aktuell informieren.
Aus dem Leben ins Museum
Was wird dauerhaft erinnernswert sein? Im Museum der Gegenwart sammeln sich Objekte, die das Zeug dazu haben könnten - zum Beispiel der WM-Ball vom Spiel um Platz 3 aus dem Jahre 2006.
Lebensgrundlage Wald
Der Schwarzwald ist für die Menschen in der Region zwischen Pforzheim und Waldshut immer noch von großer Bedeutung - als Holzlieferant und als Basis des Tourismus. Aber diese Kulturlandschaft ist bedroht.
Die Südwest-Industrie und ihre Produkte: Entdeckungsreise für die ganze Familie
Als erster Themenpark im Haus der Geschichte wurde jetzt die Wirtschaftsabteilung komplett überarbeitet und mit vielen neuen Exponaten bestückt. 21 Unternehmen aus dem Südwesten vom Autobauer über die Werkzeug- und Maschinenherstellung bis hin zum Spieleproduzenten werden hier beispielhaft für die mittelständisch geprägte Industrie im Land vorgestellt.
Ein- und Auswanderung
Wilhelm Pfänder gehörte zu jenen Württembergern, die ihrem Vaterland aus wirtschaftlichen Gründen den Rücken kehrten. 1848 in die USA ausgewandert, erwarb er sich im amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Nordstaaten Ruhm.
Familienland Baden-Württemberg
Hunderte privater Fotos hat das Haus der Geschichte im Familienraum zusammengetragen. Sie zeigen, wie sich das Familienleben im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.
Die Früchte der Neugier
Was Wissenschaft und Forschung im Südwesten hervorgebracht haben, ist in einem Extra-Raum zusammengefasst.
Zum Abschluss chillen pur
Am Ende des Museumsrundganges erwartet die Besucher in der Baden-Württemberg-Lounge ein besonderes Erlebnis: ein filmisch-akustisches Potpourri aus Landschaftseindrücken und Sequenzen des kulturellen Lebens - und die Möglichkeit, in einem besonderen Sessel zu entspannen.