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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Landesgeschichte(n)

Haus der Geschichte

Aktuell


Das Haus der Geschichte macht die Entwicklung des deutschen Südwestens von 1790 bis heute zum Erlebnis

Lebendige Geschichte, aufwendig inszeniert: Das Museum an der Stuttgarter Kulturmeile bildet von Napoleon bis zum Stuttgart-21-Bauzaun mehr als 200 Jahre Landesgeschichte ab. Ein Themenpark gibt einen Überblick über die vielen Facetten Baden-Württembergs damals und heute - von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis zur Religion. 1500 Originalobjekte und 1000 Fotos, zahlreiche Geschichten, Filme und Infostationen begeistern, machen Spaß oder regen zum Nachdenken an. Die Ausstellungsstücke zeugen von den Menschen in ihrer Zeit und ihren Schicksalen: von Liebe und Hass, von Macht und Ohnmacht, von Sieg und Niederlage.

Ausstellungsintervention

Geflüchteten-ABC

Überlebensgeschichten von A bis Z - 19. Februar 2017 bis 8. April 2018

Das Haus der Geschichte blickt aus der Perspektive von Geflüchteten auf das Land: Aus dem "Baden-Württemberg-ABC" werden zwischenzeitlich "Überlebensgeschichten von A bis Z". Das Projekt stellt die Frage: Wie begegnet Baden-Württemberg Menschen, die vor kurzem in den Südwesten geflohen sind? Im Eingangsbereich sind 26 Stücke mit beeindruckenden Geschichten vom Fliehen und Ankommen vor dem Gebäude und im Foyer ausgestellt - von A wie Angst bis Z wie Zulassung.

Das Museum "Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis" zeigt Häftlingsschicksale aus drei Jahrhunderten

Viele tausend Menschen waren bereits auf dem Hohenasperg unter Verschluss. Weit über Württemberg hinaus galt die Festung lange als das politische Gefängnis schlechthin. Das eindrucksvoll gestaltete Museum dort zeigt am Beispiel von 23 Häftlingsbiografien, wie sich der Freiheitsentzug als Strafe über drei Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Zu den Insassen gehörten das Justizopfer Joseph Süß Oppenheimer und der unbequeme Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart, Revolutionäre des 19. Jahrhunderts, Kriegsgefangene, NS-Täter und Querdenker wie der der "Remstalrebell" Helmut Palmer.

"Lass mich atmen"

Einen Liedernachmittag zu Marianne Pirker und Christian Friedrich Daniel Schubart bietet das Museum Hohenasperg am Sonntag, 15. Oktober 2017, um 15 Uhr. Die Opernsängerin Marianne Pirker wurde 1717 geboren und kannte Schubart persönlich. Beide wurden Opfer der herzoglichen Willkür und verbrachten Jahre in Haft auf dem Hohenasperg. Es singt die Sopranistin Johanna Pommranz, begleitet von Manon Parmentier am Klavier. Karten kosten 7 Euro inkl. Museumseintritt.

Stuttgart

Stauffenberg

Die Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss ist Berthold und Claus Graf Stauffenberg gewidmet

Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte erzählt die Lebenswege der Brüder von ihrer Kindheit und Jugend in Stuttgart bis zu ihrem gewaltsamen Tod im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Originale Ausstellungsstücke - darunter der Schreibtisch und das Cello von Claus - spannen einen Bogen von der Kindheit der Stauffenbergs bis zum Hitler-Attentat am 20. Juli 1944. Medien wie Filmausschnitte und eine Klanginstallation nähern sich dem Thema und der Zeit von mehreren Seiten oder zeigen, wie die Symbolfigur Claus Schenk Graf von Stauffenberg in den folgenden Jahrzehnten bewertet wurde.

Veranstaltungen

Zeitzeugengespräch

Letzter Teil der Diplomatenreihe: Interview mit Irene Kohlhaas

Susanne Offenbach spricht am Sonntag, 15. Oktober, um 11 Uhr im Haus der Geschichte mit Irene Kohlhaas, die von 1996 bis 2000 Deutsche Botschafterin in der Republik Moldau war. Sie gehörte mehr als dreißig Jahre lang dem Auswärtigen Amt an, wo sie u. a. das Westeuropa-Referat in der Europa-Abteilung leitete. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Das Gespräch am 5. November mit Philipp Jenninger muss leider ausfallen.

Geschichtsvermittlung

Der Dieb der Geschichte

Das multimediale Museumsspiel - entwickelt mit Kindern für Kinder

„Der Dieb der Geschichte“ ist einmalig in der deutschen Museumslandschaft: Mit Agentengürtel und Missionsblock ausgestattet, können Spürnasen zwischen acht und zwölf Jahren das Rätsel um entführte Geschichtssammler lösen. Über Computerstationen leiten die Comicfiguren Faris, Frida, Freddy und Uwe die jungen Geheimagenten auf ihrer Mission durchs Haus der Geschichte und führen sie zu Ausstellungsstücken, hinter denen sich interessante Geschichten verbergen. Dabei erfahren die Kinder spielerisch, wie in einem Museum gearbeitet wird. Die kleinen Agenten zeichnen, vermessen und betrachten die Dinge ganz genau.

Ausstellungsprojekt

Zwangsarbeiterbaracke

Ausstellung des Hauses der Geschichte im Freilandmuseum Wackershofen

Ein einmaliges Projekt ist in dieser Saison neu im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen in Schwäbisch Hall zu sehen: eine Ausstellung in der einzigen Zwangsarbeiterbaracke aus der NS-Zeit in einem deutschen Freilichtmuseum, konzipiert und eingerichtet vom Haus der Geschichte. Im Mittelpunkt des 160 Quadratmeter großen Gebäudes der einstigen Fassfabrik Kurz steht das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Weitere Themen sind die massenhafte Produktion der Baracke und die weitere Nutzung des Gebäudes nach dem Zweiten Weltkrieg.