Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Optimierung des Informationsangebotes. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

 /  / 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

#hdgbw

Gier

Gier. Was uns bewegt

Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Sie gilt als eine der sieben Todsünden. Doch so verwerflich die Gier nach Geld, Wohlstand und Konsum scheint - sie sorgt für die Dynamik einer Marktwirtschaft. Ebenso wie die Gier nach Wissen, Weiterentwicklung und Erfolg. Mit "Gier. Was uns bewegt" führt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in ein Dickicht der Gefühle. Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten werden in einer außergewöhnlich inszenierten Ausstellung miteinander verbunden und voneinander getrennt. Ganz konkret und dennoch schwer fassbar wie die Gier selbst.

Wegen der coronabedingten Schließung der Museen konnte die Ausstellung "Gier. Was uns bewegt" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg nicht wie geplant am 6. Dezember 2020 eröffnet werden. Ein digitales Angebot präsentieren wir hier sowie auf FacebookInstagram und Twitter

Die Ausstellung ist der erste Teil einer zweijährigen Trilogie zu den Gefühlen Gier, Hass und Liebe.

 

 

Gier. Hass. Liebe. Eine Trilogie

Die Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, zur Trilogie „Gier. Hass. Liebe. Was uns bewegt“

Gier: Sünde und Segen?

WONACH BIN ICH GIERIG? 

GELD? WISSEN? ERFOLG? MACHT?

LIKES? ANERKENNUNG?

ERKENNTNIS? LEISTUNG?

IST GIER UNMORALISCH?

MÜSSEN WIR GIERIG SEIN, UM VORAN ZU KOMMEN?

GEHÖRT GIER ZU UNSERER NATUR?

WER ZAHLT DEN PREIS FÜR DIE GIER ANDERER?

 

 

Gierig auf Geschichte und leckere Schokolade? Das Geschenk zur Ausstellung

Verschenken Sie Emotionen mit unserem "Goldschatz-Paket": Es enthält zwei Ticketgutscheine für die Sonderausstellung "Gier. Was uns bewegt"* und eine große Tafel "Goldschatz" von Ritter Sport zum Preis von insgesamt 10 Euro.

Sie sparen - und tun dabei auch noch Gutes: 5 Euro aus jedem "Goldschatz-Paket" kommen der Kinder- und Jugendbildung zugute. Mit dem Erlös können Schulklassen kostenlos Vermittlungsangebote zur Ausstellung oder den Workshop "Rassismus in Geschichte und Gegenwart" besuchen.

Das "Goldschatz-Paket" kann im Touristinformation iPunkt Stuttgart (Königstraße 1A, 70173 Stuttgart) erworben oder bei unserem Besucherdienst (besucherdienstspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de) bestellt werden (zzgl. 1,55 € Porto).

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg dankt Ritter Sport herzlich für die freundliche Unterstützung dieser Aktion!

* Die Ausstellung "Gier" startet, sobald die Museen wieder geöffnet werden. Die Ticketgutscheine können auch zu den weiteren Ausstellungen der Emotionen-Trilogie eingelöst werden: "Hass": 23.7.21 - 30.1.22 und "Liebe": 7.4.22 - 21.1.23

Kriminalität

Abzocker und Mörder: ein Interview mit Fred Braun, Abteilungsleiter für Wirtschafts- und Umweltkriminalität im Landeskriminalamt, zu verbrecherischer Gier.

Die Ausstellung

Die Gier hat einen schlechten Ruf. Oft zu Recht. Aber ist Gier immer schlecht? Die Ausstellung öffnet nach der Corona-Pause. (Fotos: stockk.adobe.com, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Daniel Stauch, Pressefoto Kraufmann, Gabriele Warnke / Übersee-Museum Bremen; BUND Pfullendorf Plakat: büroberlin)

Leidenschaft

Die Jagd nach seltenen Sneakern und der Moment, das Paar endlich in Händen zu halten: Das macht für Danijel Balasević den Reiz am Sammeln aus. Zunächst ging es ihm um den einen Lieblingsschuh, dann um die Menge. Schließlich kam die Vorliebe für bestimmte Marken. Nun geht es um komplette Kollektionen.

Profit

Max Duttenhofer (1843-1903) hatte das Monopol für Pulver in Deutschland und verkaufte es weltweit. Er war erfolgreicher Unternehmer und kontrollierte andere Unternehmen. Für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" ist er ein "skrupelloser Netzwerker des Turbokapitalismus". Der Rottweiler Fabrikant und dessen Rolle in der Ausstellung sorgten schon vor Ausstellungsstart für Diskussionen.

 

Pracht

Der württembergische Herzog und spätere König Friedrich bediente sich hemmungslos an reichen Kirchengütern. Konfisziertes Silber ließ er für ein prächtiges, vergoldetes Tafelservice einschmelzen. Davon sind nur noch zwölf Teller erhalten, weil 1937 ein weiterer Raffzahn auf den Plan trat. Der NS-Reichsstatthalter Wilhelm Murr beschlagnahmte den Großteil des Silbers, das zu einem neuen Prunkservice umgearbeitet wurde. Dieses überstand den Zweiten Weltkrieg allerdings nicht.
Der Film zeigt, wie die wertvollen Stücke aus dem Landesmuseum Württemberg in die Ausstellung eingebracht werden.

Prestige

Was immer in den Kolonien prächtig, interessant oder kostbar erschien, nahmen die weißen Herrn mit. Der aus Lahr stammende Oberleutnant Richard Hirtler (1872-1916) nutzte seine Einsätze in Kamerun, um eine private Sammlung von Kunst- und Handwerksgegenständen aufzubauen. Als er dem Stuttgarter Karl Graf von Linden den "Thronsessel von Garega" lieh, bekam Hirtler das Stück zu Lebzeiten nicht mehr zurück.

Versprach Prestige: der "Thronsessel von Garega"
Gegen Quälerei: die Protestkuh Resi

Billigware

Die Riesen unter den Lebensmittelhändlern drücken die Preise. Darunter leiden Mensch und Tier: Für die Bauern lohnt sich die Milchproduktion immer weniger - sie müssen möglichst viel möglichst billig produzieren. Bis zu 10 Tonnen Milch im Jahr gibt eine "Hochleistungskuh" - etwa zehnmal so viel wie vor 200 Jahren. Das laugt sie aus. Mit der Protestkuh Resi machen Tierschützer darauf aufmerksam.