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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Gier. Was uns bewegt

Programm & Führungen

HdGBW aktuell

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, seine Außenstellen und Ausstellungen sind mindestens bis 31. Januar 2021 geschlossen. Mit der Maßnahme soll dazu beigetragen werden, das Infektionsgeschehen in der zweiten Corona-Welle einzudämmen. Zahlreiche digitale Angebote zu unseren Ausstellungen und Themen finden Sie auf dieser Website und den Social-Media-Kanälen des Hauses.

Führungen und Angebote

Buchbare Führungen

MUSEUMSGESPRÄCH

Ein dialogorientierter Rundgang durch die Sonderausstellung.

Dauer: 1 Stunde
Kosten: 50 Euro (zzgl. Eintritt)
            Schüler*innen: 2 Euro pro Person, Eintritt frei

Themenwochen für Gruppen und Schulklassen

SCHNELLES GELD - WIRTSCHAFT UND GIER
23. Februar bis 7. März 2021

Befördert Marktwirtschaft gieriges Verhalten? Ist" immer mehr" wirklich notwendig - und gerecht? Zerstört Gier den Globus? Wer setzt der Gier Grenzen? Und ist das alles alternativlos? Wir stellen die Systemfrage! Ausgehend von den Beispielen aus der südwestdeutschen Vergangenheit und Gegenwart debattieren wir über den Kapitalismus.

Für Schulklassen (Wirtschaft / WBS) ab Jahrgangsstufe 9 geeignet
Dauer des Workshops: 2 Stunden; Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in; Thementage und Seminare auf Anfrage


I LIKE...?!
6. bis 18. April 2021

Wir lachen und posen für Social Media. Warum? Für das perfekte Bild? Viele Likes? Aber was ist schon perfekt? Und ist alles Realität, was wir posten?#nofilter - echt jetzt? In der Themenwoche untersuchen wir genauer, was wir auf Social Media sehen, wem oder was wir einen Like geben und was die virtuelle Anerkennung mit uns macht.

Dauer des Workshops: 2 Stunden; Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in (Erwachsenengruppen 90 Euro); Thementage und Seminare auf Anfrage


KOLONIALISMUS GESTERN - UND HEUTE?
11. bis 23. Mai 2021

Gier hat in der Kolonialgeschichte und der post- oderneokolonialen Gegenwart verschiedene Gesichter: Ausbeutung von Bodenschätzen, Jagd nach Trophäen, Sensationsgier bei Völkerschauen und pseudo-wissenschaftliche Datensammlungen zur Begründung von Rassismus. Der deutsche Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert war auch im Südwesten sichtbar -und ist es bis heute in Gebäuden, Denkmälern und Straßennamen. Wir beschäftigen uns mit historischen Aspekten und bis heute andauernden Wirkungen von Kolonialismus, Gier und Rassismus.

Für Gruppen und Schulklassen (Geschichte / Gemeinschaftskunde) ab Jahrgangsstufe 8 geeignet
Dauer des Workshops: 2 Stunden;
 Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in (Erwachsenengruppen 90 Euro); Thementage und Seminare auf Anfrage

Veranstaltungen

DIE JAGD NACH LIKES

Donnerstag, 21. Januar 2021, 19 Uhr
Instagram-Livestream

Ihr Leben drehte sich nur noch um die perfekte Aufnahme: Als Influencerin versorgte Katharina Weber bis zu 40 000 Follower Tag für Tag mit perfekt inszenierten Fotos von sich. Nach einigen Jahren hatte sie genug von dem Druck und stieg aus. Heute warnt sie: Social-Media-Kanäle wie Instagram können unrealistische Erwartungen an das eigene Leben wecken. Katharina Weber erzählt ihre Geschichte und gibt Insider-Einblicke ins Influencer-Geschäft.

GIER UND KOLONIALE MACHT - FÄLLT AUS (neue Termine am 6.3. und 24.4.)

Samstag, 30. Januar 2021, 14 Uhr
Streifzug zwischen Haus der Geschichte und Linden-Museum

Welche Rolle spielte das maßlose Verlangen nach Prestige, Vergnügen, Konsum, Geld oder Macht im Kolonialismus in Baden und Württemberg? Welche Spuren hinterlässt diese Zeit in Stuttgart? Und wie kam es zur Gründung des Linden-Museums? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein zweistündiger Spaziergang mit Rosalie Möller und Dr. Caroline Gritschke zu kolonialgeschichtlich bedeutsamen Orten vom Haus der Geschichte zum Linden-Museum. Dabei ergibt sich die Gelegenheit, über die menschliche Gier zu sprechen. Was ist mit ihr verbunden, und welche Folgen bringt sie mit sich?
Eine Kooperation mit dem Linden-Museum

Die Führung fällt coronabedingt aus, wird aber am 6. März und am 24. April erneut angeboten
Treffpunkt: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Kosten: 10 €
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

GIB UNS DEN KLEINEN FINGER

Donnerstag, 11. Februar 2021, 19 Uhr
Figurentheater

Was steht am Anfang der Gier? Der Wunsch nach mehr? Die Sehnsucht nach dem, was andere haben? Warum sind wir gierig? Und ist Gier ein rein menschliches Verlangen? Figurentheater-Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart haben zu diesen Fragen kleine Szenen mit tierischen Klappmaulpuppen entwickelt: ein Bär, der sich Beine wünscht, eine kleine gierige Ratte, einen Wolf, der das Fressen nicht sein lassen kann, und einen mordenden Esel.
Spiel: Marta Pelamatti, Lukas Schneider, Chloé Delaby, Abdulsamad Murat; Regie: Prof. Stephanie Rinke.

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

GREED

Donnerstag, 25. Februar 2021, 19 Uhr
Talk und Stream: Gier in Literatur und Popmusik

Emile Zola beobachtet Halsabschneider an und in der Pariser Börse. Virile Rockgötter röhren "I want it all". Scrooge, Charles Dickens' alter Geizkragen, lässt erschauern mit seiner kalten Gier. Nimmersatte Popmusikproduzenten saugen Klonbands aus. Bertolt Brecht klagt in der "Dreigroschenoper" an, und John Cale beklagt: Das Gold frisst das Herz und lässt die Knochen übrig. Die Kölner Schauspielerin Sonja Kargel und der Stuttgarter Discjockey Andreas Vogel nehmen das Publikum mit auf eine Greed-Tour durch Literaturund Popmusik.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Theater Rampe auch als Radiostream angeboten: www.mixlr.com/theater-rampe

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Museumsrestaurant Tempus
Eintritt: 7 Euro
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

DER GROSSE KICK

Donnerstag, 4. März 2021, 19 Uhr
SWR 2 Forum zur Gier und den "Hitler-Tagebüchern"

Alle waren getrieben von Habgier oder Sensationslust: der Fälscher, der Reporter, der Verlag, die Medien, das Publikum. Der Fall der gefälschten "Hitler-Tagebücher" aus dem Jahr 1983 ist ein Paradebeispiel für Gier, die alle Sinne vernebelt. Das Podiumsgespräch geht der Groteske um Konrad Kujau und den "Stern" auf den Grund und blickt auf die Gier als Antriebskraft. Moderatorin Silke Arning fragt: Sind wir heute wirklich klüger? Woher kommt die Gier nach mehr? Ist sie immer nur ein negatives Gefühl?
Der Tonmitschnitt wird am 2. Februar 2021 um 17.05 Uhr auf SWR2gesendet.

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

GIER UND KOLONIALE MACHT

Samstag, 6. März 2021, 14 Uhr
Streifzug zwischen Haus der Geschichte und Linden-Museum

Welche Rolle spielte das maßlose Verlangen nach Prestige, Vergnügen, Konsum, Geld oder Macht im Kolonialismus in Baden und Württemberg? Welche Spuren hinterlässt diese Zeit in Stuttgart? Und wie kam es zur Gründung des Linden-Museums? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein zweistündiger Spaziergang mit Rosalie Möller und Dr. Caroline Gritschke zu kolonialgeschichtlich bedeutsamen Orten vom Haus der Geschichte zum Linden-Museum. Dabei ergibt sich die Gelegenheit, über die menschliche Gier zu sprechen. Was ist mit ihr verbunden, und welche Folgen bringt sie mit sich?
Eine Kooperation mit dem Linden-Museum

Die Führung wird noch am 24. April angeboten
Treffpunkt: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Kosten: 10 €
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

SCHUHE - ZU SCHADE ZUM TRAGEN

Sonntag, 21. März 2021, 16.30 Uhr
Talk mit Instagram-Livestream

Bei ihm dreht sich alles um den Turnschuh: Danijel Balasević sammelt seit 20 Jahren Sneaker. Nach manchen hat er Jahre gejagt, für andere Modelle ist er hunderte Kilometer gefahren und hat stundenlang vor Schuhläden gewartet. Der Wunsch, einen begehrten Schuh zu ergattern oder Kollektionen zu komplettieren, ist für ihn ein Verlangen, dem er nur schwer widerstehen kann. Profit machen möchte er mit seinen teils teuren Tretern aber nicht. Dass ihm vielmehr die Geschichte eines Sneakers und die Personen hinter dem Schuh wichtig sind, erklärt er bei einem Talk in der Ausstellung.

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Sonderausstellung
Kosten: 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

RASSISTISCHE RAUBGEMEINSCHAFT

Donnerstag, 25. März 2021, 19 Uhr
Gespräch mit Götz Aly

Der Berliner Historiker Prof. Dr. Götz Aly bezeichnet das NS-Regime als "rassistische Raubgemeinschaft". In seinem Buch "Hitlers Volksstaat" beschreibt Aly, wie sich die nationalsozialistische Wohlfahrtsdiktatur Zustimmung im Land durch Raub- und Rassekrieg verschaffte, wie sie durch Enteignungen, Deportationen und Massenmorde die Reichs- und Kriegskasse füllte. Aly spricht mit Jan Sellner (Stuttgarter Nachrichten) über den legalisierten Raubzug des NS-Staates, über Soldaten, die im Ausland für wenig Geld Nahrungsmittel und Konsumgüter kauften, um sie in die Heimat zu schicken, über eine "Volksgemeinschaft" der Schnäppchenjäger und Arisierungsgewinner.
Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

SCHÖN SEIN

Donnerstag, 15. April 2021, 19 Uhr
Podiumsdiskussion

Er operiert Menschen, die ihrem Idealbild näherkommen wollen, und ist Spezialist für Brustvergrößerungen. Sie wirbt dafür, den eigenen Körper ohne Eingriffe und andauernde Selbstoptimierung zu lieben: "Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen." Der plastisch-ästhetische Chirurg Dr. Christian Fitz und die Body-Positivity-Aktivistin Sandra Wurster diskutieren über Körperkult und Körperliebe.
Moderation: Adrienne Braun (Stuttgarter Zeitung).

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt: frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

GIER UND KOLONIALE MACHT

Samstag,24. April 2021, 14 Uhr
Streifzug zwischen Haus der Geschichte und Linden-Museum

Welche Rolle spielte das maßlose Verlangen nach Prestige, Vergnügen, Konsum, Geld oder Macht im Kolonialismus in Baden und Württemberg? Welche Spuren hinterlässt diese Zeit in Stuttgart? Und wie kam es zur Gründung des Linden-Museums? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein zweistündiger Spaziergang mit Rosalie Möller und Dr. Caroline Gritschke zu kolonialgeschichtlich bedeutsamen Orten vom Haus der Geschichte zum Linden-Museum. Dabei ergibt sich die Gelegenheit, über die menschliche Gier zu sprechen. Was ist mit ihr verbunden, und welche Folgen bringt sie mit sich?
Eine Kooperation mit dem Linden-Museum

Treffpunkt: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Kosten: 10 €
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

BEGEHREN UND BEGIERDE

Sonntag, 30. Mai 2021, 18 Uhr
Finissage mit Gespräch

Die "Gier" endet und weicht der "Hass"-Ausstellung. Zur Finissage macht sich Prof. Ute Frevert (Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung) Gedanken über Gier und Geiz: Beide hängen eng miteinander zusammen und haben einen schlechten Beiklang. Aber ist der "Gierhals" nicht auch eine zentrale Figur, eine tragende Säule kapitalistischer Gesellschaften? Halten Begehren und Begierde nicht Wirtschaft und Wissenschaft am Laufen? Wo liegt das rechte Maß, und wer legt es fest?

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975