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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

HdGBW aktuell

Wir bedauern, dass aufgrund der gestiegenen Covid-19-Zahlen die Museen in Stuttgart bis auf Weiteres geschlossen sind. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und seine Ausstellungen öffnen wieder, sobald es die Corona-Lage erlaubt.
Bereits gebuchte Termine für den Museumsbesuch müssen leider verfallen.

Ein breites Online-Angebot zu unseren Themen finden Sie hier:

Gier. Was uns bewegt

Programm & Führungen

Veranstaltungen

Die Gier nach Perfektion

Donnerstag, 8. April 2021, 19 Uhr
Livestream-Führung

Schön sein, Rekorde brechen, Leistung bringen – wir versuchen uns selbst immer weiter zu optimieren. Was sind wir dafür bereit zu tun? In der Kurzführung von Kuratorin Natalia Kot geht es um Geschichten, die zeigen, dass Gier auch ein Verlangen nach Anerkennung und Erfolg sein kann.

In der Reihe „10 Minuten Gier“ beleuchten Direktorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, Ausstellungsleiter Dr. Rainer Schimpf sowie die beiden Kurator*innen Natalia Kot und Dr. Sebastian Dörfler in den nächsten Wochen jeweils einen spannenden Aspekt von Gier.

Der Führung wird live auf unserem Instagram (@hdgbw) stattfinden. Sie können dabei auch aktiv Fragen stellen. Später wird die Führung dann als Video auf unserem Instagram-, Facebook- und Youtube-Kanal abrufbar sein.

SCHÖN SEIN

Donnerstag, 15. April 2021, 19 Uhr - WIRD VERSCHOBEN
Podiumsdiskussion

Er operiert Menschen, die ihrem Idealbild näherkommen wollen, und ist Spezialist für Brustvergrößerungen. Sie wirbt dafür, den eigenen Körper ohne Eingriffe und andauernde Selbstoptimierung zu lieben: "Das Leben ist zu kurz, um den Bauch einzuziehen." Der plastisch-ästhetische Chirurg Dr. Christian Fitz und die Body-Positivity-Aktivistin Sandra Wurster diskutieren über Körperkult und Körperliebe.
Moderation: Adrienne Braun (Stuttgarter Zeitung).

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt: frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

GIER UND KOLONIALE MACHT

Samstag,24. April 2021, 14 Uhr
Streifzug zwischen Haus der Geschichte und Linden-Museum

Welche Rolle spielte das maßlose Verlangen nach Prestige, Vergnügen, Konsum, Geld oder Macht im Kolonialismus in Baden und Württemberg? Welche Spuren hinterlässt diese Zeit in Stuttgart? Und wie kam es zur Gründung des Linden-Museums? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein zweistündiger Spaziergang mit Rosalie Möller und Dr. Caroline Gritschke zu kolonialgeschichtlich bedeutsamen Orten vom Haus der Geschichte zum Linden-Museum. Dabei ergibt sich die Gelegenheit, über die menschliche Gier zu sprechen. Was ist mit ihr verbunden, und welche Folgen bringt sie mit sich?
Eine Kooperation mit dem Linden-Museum

Treffpunkt: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Kosten: 10 €
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

Sneaker-Storys

Donnerstag, 1. Juli 2021, 21 Uhr
Gespräch in der Ausstellung und im Instagram-Livestream

Danijel Balasević ist begeisterter Sammler und definitiv verrückt nach Turnschuhen. Es gibt wohl kaum einen Stuttgarter, der sich besser mit den sportlichen Tretern auskennt als er. Im zweiten Talk mit dem Sneaker-Head dreht sich alles um seine 135 Paar Schuhe, die in der Großvitrine in unserer Ausstellung "Gier" zu sehen sind: Welche Geschichten stecken hinter den einzelnen Stücken? Welches war sein erstes Paar, welches ist sein Lieblingsstück und warum sind manche Schuhe so wertvoll? Danijel erzählt im Gespräch von seiner Sammlung, begehrten Special Editions und seiner Jagd nach dem nächsten Schatz.

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Ausstellung "Gier"
Eintritt frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

RASSISTISCHE RAUBGEMEINSCHAFT

Dienstag, 6. Juli 2021, 19 Uhr
Gespräch mit Götz Aly

Der Berliner Historiker Prof. Dr. Götz Aly bezeichnet das NS-Regime als "rassistische Raubgemeinschaft". In seinem Buch "Hitlers Volksstaat" beschreibt Aly, wie sich die nationalsozialistische Wohlfahrtsdiktatur Zustimmung im Land durch Raub- und Rassekrieg verschaffte, wie sie durch Enteignungen, Deportationen und Massenmorde die Reichs- und Kriegskasse füllte. Aly spricht mit Jan Sellner (Stuttgarter Nachrichten) über den legalisierten Raubzug des NS-Staates, über Soldaten, die im Ausland für wenig Geld Nahrungsmittel und Konsumgüter kauften, um sie in die Heimat zu schicken, über eine "Volksgemeinschaft" der Schnäppchenjäger und Arisierungsgewinner.
Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Otto-Borst-Saal
Eintritt frei
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

BEGEHREN UND BEGIERDE

Sonntag, 19. September 2021, 18 Uhr
Finissage mit Gespräch

Die "Gier" endet und weicht der "Hass"-Ausstellung. Zur Finissage macht sich Prof. Ute Frevert (Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung) Gedanken über Gier und Geiz: Beide hängen eng miteinander zusammen und haben einen schlechten Beiklang. Aber ist der "Gierhals" nicht auch eine zentrale Figur, eine tragende Säule kapitalistischer Gesellschaften? Halten Begehren und Begierde nicht Wirtschaft und Wissenschaft am Laufen? Wo liegt das rechte Maß, und wer legt es fest?

Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Foyer
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de; Tel: 0711 2123975

Führungen und Angebote

Sobald feststeht, wann wir wieder Führungen und Workshops durchführen können, informieren wir Sie auf dieser Seite.

Buchbare Führungen

MUSEUMSGESPRÄCH

Ein dialogorientierter Rundgang durch die Sonderausstellung.

Dauer: 1 Stunde
Kosten: 50 Euro (zzgl. Eintritt)
            Schüler*innen: 2 Euro pro Person, Eintritt frei

Themenwochen für Gruppen und Schulklassen

SCHNELLES GELD - WIRTSCHAFT UND GIER

Befördert Marktwirtschaft gieriges Verhalten? Ist" immer mehr" wirklich notwendig - und gerecht? Zerstört Gier den Globus? Wer setzt der Gier Grenzen? Und ist das alles alternativlos? Wir stellen die Systemfrage! Ausgehend von den Beispielen aus der südwestdeutschen Vergangenheit und Gegenwart debattieren wir über den Kapitalismus.

Für Schulklassen (Wirtschaft / WBS) ab Jahrgangsstufe 9 geeignet
Dauer des Workshops: 2 Stunden; Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in; Thementage und Seminare auf Anfrage


I LIKE...?!

Wir lachen und posen für Social Media. Warum? Für das perfekte Bild? Viele Likes? Aber was ist schon perfekt? Und ist alles Realität, was wir posten?#nofilter - echt jetzt? In der Themenwoche untersuchen wir genauer, was wir auf Social Media sehen, wem oder was wir einen Like geben und was die virtuelle Anerkennung mit uns macht.

Dauer des Workshops: 2 Stunden; Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in (Erwachsenengruppen 90 Euro); Thementage und Seminare auf Anfrage


KOLONIALISMUS GESTERN - UND HEUTE?

Gier hat in der Kolonialgeschichte und der post- oderneokolonialen Gegenwart verschiedene Gesichter: Ausbeutung von Bodenschätzen, Jagd nach Trophäen, Sensationsgier bei Völkerschauen und pseudo-wissenschaftliche Datensammlungen zur Begründung von Rassismus. Der deutsche Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert war auch im Südwesten sichtbar -und ist es bis heute in Gebäuden, Denkmälern und Straßennamen. Wir beschäftigen uns mit historischen Aspekten und bis heute andauernden Wirkungen von Kolonialismus, Gier und Rassismus.

Für Gruppen und Schulklassen (Geschichte / Gemeinschaftskunde) ab Jahrgangsstufe 8 geeignet
Dauer des Workshops: 2 Stunden;
 Kosten: 3,50 Euro pro Schüler*in (Erwachsenengruppen 90 Euro); Thementage und Seminare auf Anfrage