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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Museum

Pressemitteilungen 2021

Pressemitteilungen 2021

Süße Gier zum Ausstellungsende

Pressemitteilung 10. September 2021

Stuttgart (hdgbw) – Zum Ende der Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ weckt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg die süße Begierde: Alle Besucherinnen und Besucher des Stuttgarter Museums erhalten am Abschlusswochenende 18./19. September zu ihrem Ticket eine große Tafel Goldschatz-Schokolade geschenkt. Die außergewöhnlich inszenierte Schau zeigt Gier-Objekte aus drei Jahrhunderten: darunter ein gefälschtes Hitler-Tagebuch vom „Stern“-Skandal, edle Teller aus eingeschmolzenem Kirchensilber und eine riesige Sneaker-Sammlung sowie viele weitere Geschichten über die Gier nach Erfolg, Anerkennung oder schnellem Geld.

Sneaker-Talk im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 3. September 2021

Stuttgart (hdgbw) – Danijel Balasević ist begeisterter Sammler und definitiv verrückt nach Turnschuhen. Es gibt wohl kaum einen Stuttgarter, der sich besser mit den sportlichen Tretern auskennt als er. Im zweiten Talk mit dem Sneaker-Head am Donnerstag, 16. September 2021, um 21 Uhr in der Ausstellung "Gier. Was uns bewegt" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg dreht sich alles um seine 135 Paar Schuhe, die in einer Großvitrine zu sehen sind: Welche Geschichten stecken hinter den einzelnen Stücken? Welches war sein erstes Paar, welches ist sein Lieblingsstück und warum sind manche Schuhe so wertvoll? Danijel erzählt im Gespräch von seiner Sammlung, begehrten Special Editions und seiner Jagd nach dem nächsten Schatz.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel: 0711 2123975 erforderlich. Das Gespräch ist auch live auf unserem Instagram-Kanal zu sehen.

„Schwaben-Teufel“ – Lesung mit Klaus Wanninger

Pressemitteilung 2. September 2021

Asperg (hdgbw) – Vor dem Museum auf dem Hohenasperg liest am Sonntag, 19. September 2021, um 15 Uhr der Autor Klaus Wanninger:  Zu Füßen des Hohenaspergs liegt die Leiche eines Unbekannten. Am Abend zuvor hatte der Mann einen Bauunternehmer im Fernsehen heftig angegriffen. Dieser ist verschwunden… Die Kommissare Steffen Braig und Katrin Neundorf decken im 20. „Schwabenkrimi“ von Klaus Wanninger ein gefährliches Geflecht um Fahrverbote und skrupellose Lobbyisten auf. Nebenbei geht es, wie in allen „Schwabenkrimis“ auch um Geschichte. Lassen Sie sich bei einer Freiluftlesung des bekannten Krimiautors überraschen!

Die Lesung kostet 5 Euro inkl. Museumeintritt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de. Das Museum hat an diesem Tag bis zum Veranstaltungsbeginn geöffnet.

Das Museum Hohenasperg bietet in den kommenden Monaten ein interessantes Programm. Neben der „Schwabenkrimi“-Lesung gibt es verschiedene Themenführungen, ein Literaturspaziergang sowie ein Forellenessen in der Schubartstube. Ein Ausflug auf den Hohenasperg mit Museumsbesuch lohnt sich immer.

Gierig nach Kunst. Musikpausen im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 27. August 2021

Stuttgart (hdgbw) – Die Gier ist das Thema einer neuen Performance-Reihe im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart haben die Aufführungen entwickelt. Die erste startet am Mittwoch, 1. September 2021, um 12.30 Uhr in der Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“.

In einer leeren Vitrine geht es um einen Gegenentwurf zur Gier und deren Eigenschaften: das Anhäufen, Sammeln, Raffen und Rauben. Zur Aufführung kommen Sprechkunst sowie Alte und Neue Musik in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen – und jedes Mal haben sich die Studierenden mit dem Thema Gier auf ihre eigene Art auseinandergesetzt. Die Koordination und Leitung hat Prof. Angelika Luz vom Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater.

Der Treffpunkt ist im Museumsfoyer. Der Eintritt zur Musikpause ist frei. Weitere Vorstellungen gibt es bis zum 19. September 2021 täglich außer montags von 12.30 bis 12.50 Uhr.

Im Haus der Geschichte in den Neckar eintauchen

Pressemitteilung 30. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg holt den Fluss ins Museum. Dem Neckar gehört mit der neuen Präsentation „Stadt – Land – Fluss“ nun ein eigener Ausstellungsbereich im Themenpark des Hauses: Die eindrucksvolle Installation lädt ein zu einer virtuellen Neckartour von der Mündung in Mannheim bis zur Quelle in Schwenningen. Begleitend dazu schildern in einem Digitalprojekt Menschen ihre vielfältigen Beziehungen zum Fluss.

„Der Neckar ist Landschaftsmarke, Erholungsgebiet und Verkehrsader – das Rückgrat Baden-Württembergs“, sagt Direktorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Die Großprojektion und prägnante Ausstellungsstücke wie der frühere Quellstein machen den Fluss im Museum erlebbar. Die historischen und aktuellen Aufnahmen veranschaulichen, was der Neckar für das Land und seine Menschen bedeutet.“

In der neuen Abteilung Stadt-Land-Fluss sollen dem Neckar-Thema zukünftig weitere Präsentationen folgen, erklärt Kurator Jan Trautmann das Konzept. „Wir Menschen werden von unserer Umgebung geprägt, und wir verändern und gestalten diese Umgebung auch nachdrücklich – auf welche Art und Weise, das soll die Museumsabteilung zeigen.“

Diese Wechselbeziehung wird mit der Neckar-Installation besonders deutlich: Die Museumsbesucher*innen können in die historischen und aktuellen Aufnahmen geradezu eintauchen. Sie sehen, wie die gesprengte Alte Brücke in Heidelberg nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wird. Sie passieren ein Strandbad und Schleusen, werden Zeugen, wo und wie der Mensch den Fluss verändert hat. Sie reisen zurück in eine Zeit, in der zwischen Heilbronn und Mannheim eine Eisenkette verlegt war, damit Frachtkähne von Kettendampfern flussaufwärts geschleppt werden konnten. Um den Weinbau geht es ebenso wie ums Surfen.

Die elfminütige Präsentation zeigt zehn Stationen: Mannheim (Kilometer 0, Mündung und Hafen); Heidelberg (km 25, Alte Brücke); Neckarsteinach (km 39, Schleusenbau); Jagstfeld (km 102, Kettenschifffahrt); Mundelsheim (km 144, Weinbau); Stuttgart (km 186, Freizeit, Surfen im Neckar); Esslingen (km 193, Pliensaubrücke); Tübingen (km 264, Neckarinsel); Bad Niedernau (km 264, Kraftwerk); Schwenningen (km 367, Quelle). Die meisten der historischen Fotografien kommen vom einstigen Tübinger Ansichtskartenverlag Gebrüder Metz, dessen riesiges Bildarchiv das Haus der Geschichte übernommen hat.

Das begleitende Digitalprojekt widmet sich den vielfältigen Beziehungen der Bevölkerung zum Fluss. Auf dem Instagram-Account @menschen.am.neckar werden die Geschichten und ganz persönlichen Verbindungen zum Neckar gesammelt. Wer hat besonders schöne Erinnerung an einen Ausflug? Oder ein spannendes Hobby, das im, am oder auf dem Neckar ausgeübt wird? Wird das Flair am Fluss geliebt? Der Kaffee mit Blick aufs Wasser? Fotos mit einem kleinen Textbeitrag können per Mail an neckarspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de oder als Direktnachricht auf Instagram geschickt werden.

Info: Der Neckar entspringt bei Schwenningen und mündet nach 367 Kilometern in Mannheim in den Rhein. Sein Lauf befindet sich zu 98 Prozent auf dem Gebiet Baden-Württembergs. Rund ein Fünftel der Bevölkerung des Landes lebt am Neckar.

 

Die Unbequemen im Museum Hohenasperg

Pressemitteilung 23. Juli 2021

Asperg (hdgbw) - Im Museum "Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis" bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg monatlich wieder Führungen an. Den Anfang macht am Sonntag, 1. August 2021, um 15 Uhr die Themenführung "Ein Museum für die Unbequemen": Der Hohenasperg ist ein besonderes Gefängnis. Hier saßen der Verschwörung Verdächtigte manchmal mehrere Jahre in Untersuchungshaft, hier verbüßten Revolutionäre 1848/49 und Kommunisten im 20. Jahrhundert oft lange Festungsstrafen. Kuratorin Dr. Franziska Dunkel erinnert im Museum Hohenasperg an Häftlinge, die für ihr politisches Engagement bestraft wurden.

Die Führung kostet 4 Euro (zzgl. Eintritt).

Freier Eintritt ins Haus der Geschichte an Ferien-Donnerstagen

Pressemitteilung 22. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bietet eine besondere Sommerferien-Aktion: An den Donnerstagen vom 29. Juli bis zum 9. September ist der Eintritt in alle Ausstellungen in dem Stuttgarter Museum frei. Sie können an dem langen Öffnungstag sogar von 10 bis 21 Uhr besichtigt werden.

Im Themenpark der Dauerausstellung ist dann ganz neu der Bereich "Stadt - Land - Fluss: Der Neckar" eingerichtet. Die eindrucksvolle Präsentation verdeutlicht mit einer Großprojektion und prägnanten Ausstellungsstücken, was der Neckar für das Land und seine Menschen bedeutet. Außerdem laufen die letzten Wochen der Sonderausstellung "Gier. Was uns bewegt". Die außergewöhnliche Inszenierung mit Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten ist noch bis zum 19. September im Haus der Geschichte zu sehen. Der Galerieraum des Museums beherbergt weiterhin die Ausstellung "Attentat. Stauffenberg" über den Hitler-Attentäter Claus Graf Stauffenberg.

Gier am Landtag

Pressemitteilung 20. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Um Gier in Literatur und Popmusik geht es bei der Veranstaltung "Greed" am Donnerstag, 29. Juli 2021, um 19 Uhr in der Agora am Stuttgarter Landtag: Marie Antoinette empfiehlt Kuchen, wenn kein Brot im Hause ist, Emile Zola beobachtet Halsabschneider an und in der Pariser Börse. Hair Metal Bands singen vom Verlangen nach Sex, Hedonismus und Reichtum. Scrooge, Charles Dickens` alter Geizkragen, lässt erschauern mit seiner kalten Gier, und Gatsby berauscht sich an seinem immensen Reichtum. Killing Joke üben sich dagegen in Kritik an der Marktwirtschaft: "Wasser ist unser Geschäft, Elektrizität ist unser Geschäft, Gas ist unser Geschäft, Leben ist unser Geschäft, Geschäft ist unser Geschäft."

Die Kölner Schauspielerin Sonja Kargel und der Stuttgarter Diskjockey Andreas Vogel bieten eine unterhaltsame Gier-Tour durch Literatur und Popmusik auf der Veranstaltungsfläche neben dem Bürger- und Medienzentrum des Parlaments. Der Eintritt ist frei.

Die Kooperationsveranstaltung des Hauses der Geschichte mit dem Landtag von Baden-Württemberg ist Teil des Begleitprogramms "Gier. Was uns bewegt". Eine Voranmeldung unter veranstaltungen@hdgbw.de oder 0711 212 3975 ist erforderlich.

Online-Vortrag zum Netzwerk vom 20. Juli 1944

Pressemitteilung 7. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Mit einem digitalen Gespräch setzen die Stauffenberg Gesellschaft und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ihre Reihe jährlicher Veranstaltungen rund um den 20. Juli fort. Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein spricht am Donnerstag, den 15. Juli 2021, um 19 Uhr zum Thema "Nur eine "ganz kleine Clique? Das Netzwerk vom 20. Juli 1944 und die NS-Ermittlungen". Die Referentin ist Kuratorin am Militärhistorischen Museum in Dresden. Im Anschluss an den Vortrag diskutiert sie mit dem Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte über das Thema. Danach steht sie den digital anwesenden Teilnehmer*innen für Fragen zur Verfügung.

Anmeldungen nimmt das Haus der Geschichte unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de entgegen. Die Zugangsdaten werden einige Tage vor der Veranstaltung per Mail verschickt.

Web-Talk zur Täterforschung

Pressemitteilung 6. Juli 2021

 

Stuttgart (hdgbw) – Um „Täterschaft“ und Nationalsozialismus geht es in einem Webtalk am Mittwoch, 14. Juli 2021 um 19 Uhr im „Hotel Silber“. Das Thema gewinnt an Bedeutung. Mit Täterorten wie etwa dem „Hotel Silber“ besteht sogar ein eigener Typ von NS-Erinnerungs- und -Aufarbeitungsstätten. Warum ist es wichtig, sich kritisch mit den Biografien von NS-Täter*innen und ihren persönlichen Motiven auseinanderzusetzen? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Und wie kann Täterforschung in der historisch-politischen Bildungsarbeit genutzt werden? Darüber diskutieren online Prof. Dr. Cornelia Rauh (Professorin für deutsche und europäische Zeitgeschichte an der Universität Hannover), Dr. Wolfgang Proske (Herausgeber und Mitautor der Buchreihe „Täter – Helfer – Trittbrettfahrer“) und Thomas Stöckle (Leiter der Gedenkstätte Grafeneck). Moderiert wird die Veranstaltung vom SWR-Redakteur Mark Kleber.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. und findet online statt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten per Mail nach Anmeldung unter veranstaltungen-hsspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de.

Gespräch über die „rassistische Raubgemeinschaft“ mit Götz Aly im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 25. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Die nationalsozialistische Diktatur erkaufte sich Zustimmung im Land mit Raub und Rassekrieg. Sie füllte durch Enteignungen, Deportationen und Massenmord die Reichs- und Kriegskasse. Der Berliner Historiker Prof. Dr. Götz Aly erklärt am Dienstag, 6. Juli 2021, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg den Begriff "rassistische Raubgemeinschaft". Er spricht mit dem Journalisten Jan Sellner (Stuttgarter Nachrichten) über den legalisierten Raubzug des NS-Staates, über Soldaten, die im Ausland für wenig Geld Nahrungsmittel und Konsumgüter kauften, um sie in die Heimat zu schicken, und über eine "Volksgemeinschaft" der Schnäppchenjäger und Arisierungsgewinner.

Das Gespräch ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Gier. Was uns bewegt", die bis zum 19. September im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart zu sehen ist. Die Ausstellungen im Museum sind am 6. Juli bis zum Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet. Die Kooperationsveranstaltung mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg findet im Foyer des Hauses der Geschichte statt. Gleichzeitig wird sie als Livestream auf Youtube angeboten. Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung sowohl für die analoge als auch für die digitale Teilnahme ist unter veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel: 0711 2123975 erforderlich. Für den Einlass zur Veranstaltung im Haus der Geschichte ist laut aktueller Corona-Verordnung ein Test-, Genesenen- oder Impfnachweis notwendig.

InGe geht an den Start

Pressemitteilung, 18. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Die Interaktive Plattform für eure Geschichte, kurz InGe, geht am Sonntag, 20. Juni 2021, an den Start. Der neue Digitalguide im Haus der Geschichte Baden-Württemberg kann auf dem eigenen Smartphone oder auf einem Leihgerät abgerufen werden. Die mobile Web-App bietet mehr als spannende Fakten und Inhalte zum Museum: Dazu gehören vor allem die vielen Beteiligungsmöglichkeiten wie Diskussionen, Abstimmungen und Spiele. Zum InGe-Start gibt es vier Wochen lang eine besondere Aktion: Für alle, in deren Ortsnamen "...inge..." vorkommt, ist der Eintritt in die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte in Stuttgart frei (20.6. bis 18.7.). "

Mit InGe erweitern wir das Museumserlebnis digital", sagt Direktorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. "Wer das Haus der Geschichte besucht, hat damit nicht nur die Möglichkeit, sich zu informieren und zu unterhalten, sondern sich jederzeit mit der eigenen Meinung und den eigenen Erfahrungen einzubringen. Die Geschichtsplattform bringt uns weiter auf dem Weg, den analogen mit dem digitalen Museumsbesuch zu verknüpfen."

"Wir freuen uns, dass wir InGe nach den vielen Lockdowns endlich präsentieren können, und dass sie weiter wachsen wird", so Stefan Reichert, Digitalmanager im Haus der Geschichte. "Zum einen wird das Museumsteam immer wieder neue Geschichten einbringen. Vor allem aber sind wir auf die Beträge der Menschen gespannt, die uns besuchen. Der Zugang ist einfach: InGe ist eine reine Web-Anwendung, die über das kostenlose W-Lan im Haus abgerufen werden kann. Es muss keine App auf das eigene Gerät geladen werden."

Die interaktive Geschichtsplattform wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 200.000 Euro aus dem Programm "Digitale Wege ins Museum II" im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@bw gefördert. "Mit dem Programm wollen wir sowohl die Zugänge zu Kunst und Kultur erweitern als auch neue Zielgruppen gewinnen. Ich bin sicher, dass dies mit der neuen Anwendung gelingen wird", sagt Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski. "InGe ermöglicht neue Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten und vermittelt gleichzeitig Bildungsinhalte, das ist ein vorbildlicher Ansatz."

Das interaktive Portal bietet auf zwei Wegen noch mehr digitale Landesgeschichte(n): Im Museum ermöglicht InGe als Digitalguide ein neues, aktives Museumserlebnis. Und auf der Website www.mit-inge.de öffnet InGe das Tor in die Vergangenheit des Landes.

In der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte können die Museumsbesucher*innen ab dem 20. Juni mit dem Digitalguide aktiv werden. Neben Videos, Fotos und Texten zu Objekten gibt es eine Vielzahl von Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Funktionen stecken in InGe: das Gesehene kommentieren, diskutieren, Expert*innen fragen, von eigenen Erfahrungen erzählen und berichten, was man selbst herausgefunden hat. Interessante Geschichten können in einer Favoritenliste gesammelt und digital mitgenommen werden, um später noch mehr über sie und ihre Zeit zu erfahren. Und jeder kann über InGe auch nach dem Museumsbesuch mit dem Haus der Geschichte in Kontakt bleiben.

Der Webauftritt von InGe begleitet durch die Landesgeschichte. Er zeigt, warum und wie Männer und Frauen im deutschen Südwesten um ihre Rechte und um Teilhabe kämpften. InGe erzählt Geschichten aus den vielen digitalen und analogen Angeboten des Hauses der Geschichte dazu. Und die Plattform hält Links bereit, wo noch mehr über die Themen zu erfahren ist. Jeder Zeitabschnitt hat eine eigene Seite. Und auch im Web gibt es Kontakt- und Beteiligungsangebote.

Das Haus der Geschichte erarbeitet die InGe-Inhalte mit der Hilfe vielfältiger Personengruppen und setzte sie in verständlicher Sprache um. Die Wiener Agentur Nous Wissensmanagement hat medial beraten und die technische Realisierung übernommen.

Ein Hassverbrechen gegen die Demokratie - Der Erzberger-Mord, Rechtsterrorismus und die Polizei

Pressemitteilung 1. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Mit dem Mord an Matthias Erzberger vor hundert Jahren beschäftigt sich der Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg in einem Online-Vortrag am Mittwoch, 9. Juni 2021, um 19 Uhr. Die Organisation Consul, eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation, hatte am 26. August 1921 mit dem Politiker Matthias Erzberger einen Wegbereiter deutscher Demokratie im Schwarzwald brutal ermordet. Der Terroranschlag zeigte die tiefe Spaltung der deutschen Gesellschaft in der Weimarer Republik. Republikaner waren entsetzt und protestierten gegen die politische Gewalt, während die Rechte jubelte und den Mördern die Flucht ins Ausland ermöglichte. Wie kam es zu dieser Tat? Wie ermittelte die Polizei in Württemberg und Baden? Welche Netzwerke der Mörder konnten die Fahnder aufdecken? An welche Grenzen stießen sie und warum konnten sie nicht verhindern, dass der Terror der Organisation Consul mit Attentaten auf Politiker wie Walther Rathenau weiterging?

Die Veranstaltung findet online statt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten per Mail nach Anmeldung unter veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Bibliothek für Zeitgeschichte. Sie findet im Rahmen des Erzberger-Jahr 2021 und des Projektes "100 Köpfe der Demokratiegeschichte" statt. Das Erzberger-Jahr 2021 wird finanziell unterstützt durch das Bundesjustizministerium und den Verein Weimarer Republik.

Saisonstart im Museum Hohenasperg

Pressemitteilung 31. Mai 2021

 

Asperg (hdgbw) – Die Saison 2021 im Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ beginnt am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam). Die Besucher*innen bekommen in diesem Jahr erstmals die mysteriöse Opernsängerin Marianne Pirker zu Gesicht. Und sie erfahren, welch glänzende Geschäftsidee der Verleger Friedrich Gottlob Franckh im Gefängnis hatte. Das Museum kann mit einem Corona-Test, einem Impf- oder Genesenennachweis besichtigt werden.

 

Gut ein Dutzend neue Ausstellungsstücke präsentiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg im Museum Hohenasperg. Darunter ist auch eine Arztrechnung der international gefeierten Opernsängerin Marianne Pirker, der die Haft Verstand und Stimme raubte. Ihre Vitrine im Museum blieb allerdings zehn Jahre lang als einzige gesichtslos. Bis jetzt: Museumskuratorin Dr. Franziska Dunkel wurde auf ein Bild von Pirker auf dem Deckel eines Klavichords im dänischen Museum Lolland Falster aufmerksam gemacht. Marianne Pirker war 1756 auf Befehl des Herzogs Karl Eugen auf dem Hohenasperg eingesperrt worden, acht Jahre lang. Vermutlich nur, weil sie zu viel über die Liebesaffären des Herzogs wusste.

 

Der Kerker zerrüttete auch die Psyche von Friedrich Gottlob Franckh. Dem Stuttgarter Verleger und Buchhändler ist eine neue Vitrine im Museum gewidmet. Zusammen mit anderen Verschwörern hatte er 1832/33 geplant, den württembergischen König zu stürzen und die Republik auszurufen. In Untersuchungshaft auf dem Hohenasperg entwickelte Franckh eine neue Geschäftsidee: Klassiker der Weltliteratur mit Illustrationen in einer preiswerten Volksausgabe. Für das Vorwort zum spanischen Anti-Ritter-Roman „Don Quixote“ konnte sogar Heinrich Heine gewonnen werden. Franckh starb nach mehrjähriger Haft und kurzer Freiheit schon 1845 im Alter von 43 Jahren in der Heilanstalt Winnental. Den Verlag Franckh-Kosmos gibt es noch heute.

 

Das Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ wurde im Jahr 2010 eröffnet. Seither haben rund 60.000 Menschen die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg eingerichtete Dauerausstellung gesehen. Sie widmet sich in eindrucksvoll inszenierten Räumen mit 23 Biografien den Gefangenen auf dem Hohenasperg, ihren Schicksalen und ihrer Zeit. Betreiberin des Museums ist die Stadt Asperg.

 

Der Eintrittspreis für das Museum beträgt 4 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder und Jugendliche sind frei. Die Saison 2021 dauert bis 7. November. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr (Achtung: geänderte Öffnungszeiten).

Außerdem bietet das Haus der Geschichte Museumsgespräche mit einer Geschichtsvermittler*in für bis zu fünf Personen aus einem Haushalt für 50 Euro (inkl. Eintritt) an.

 

Wegen der Corona-Pandemie gelten auch im Museum Hohenasperg besondere Hygienevorgaben. Es kann vorerst nur nach Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Coronatests besucht werden. Kinder bis einschließlich fünf Jahre sind ausgenommen. Der Besuch ist zudem mit dem Nachweis einer abgeschlossenen Impfung oder einer Genesung möglich. Besucher*innen müssen eine medizinische, FFP2-/KN95- oder vergleichbare Maske tragen. Es dürfen sich nur bis zu 14 Personen gleichzeitig im Museum aufhalten. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Weiterhin müssen alle Besucher*innen ihre Kontaktdaten hinterlegen.

 

Weitere Informationen zum Museum und zu den Corona-Regeln finden sich im Internet unter www.hohenasperg-museum.de. Fragen beantwortet der Besucherdienst per Mail (besucherdienstspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de) oder Telefon (0711 212 3989).

Schokolade und Ordner zur Wiedereröffnung im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 25. Mai 2021

 

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet am Donnerstag, 27. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen im Stuttgarter Museum an der Konrad-Adenauer-Straße und im „Hotel Silber“. Die Museen können vorerst nur nach Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises im Sinne der Coronaverordnung besichtigt werden.

 

Wer sich schnell die Sonderausstellung „Gier. Was uns bewegt“ ansehen möchte, wird dafür reichlich belohnt: Neben der außergewöhnlich inszenierten Schau mit Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten gibt es für die ersten 250 Besucher*innen eine große „Goldschatz“-Schokoladentafel von Ritter-Sport. Die Ausstellung hatte bislang durch die langen Lockdown-Phasen erst zwei Wochen geöffnet.

 

Neues gibt es im Bereich „Wirtschaft“ der Dauerausstellung. Dort erzählt eine Vitrine die Geschichte der einst marktbeherrschenden Stuttgarter Firma Leitz. Mit einer Hebelmechanik in Aktenordnern gelang dem Unternehmen ähnliches wie Nivea, Tempo oder Uhu: Ein Produkt bleibt mit einem Namen verknüpft, egal von wem es inzwischen hergestellt wird. Bis zu 3000 Beschäftigte arbeiteten in den 1990er Jahren für Leitz. Mit dem Verkauf des Unternehmens 1998 an die schwedische Esselte-Gruppe endete nach 100 Jahren die Produktion von Büroartikeln am Stammwerk in Stuttgart-Feuerbach.

 

Neben der „Gier“- und der Dauerausstellung „Landesgeschichte(n)“ sind auch die weiteren Ausstellungen im Haus der Geschichte wieder zu sehen: „Attentat. Stauffenberg“ widmet sich dem Anschlag auf Hitler und dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Und in der Video-Installation „Generation 1975“ sprechen zehn Menschen aus Ost und West über ihre Erfahrungen mit dem geteilten Deutschland, dem Mauerfall und dem Zusammenwachsen.

 

Die Ausstellung in der einstigen Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10, Stuttgart) beschäftigt sich mit Tätern und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in mehreren politischen Systemen.

 

Das Haus der Geschichte und das „Hotel Silber“ können vorerst nur nach Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Coronatests besucht werden. Der Besuch ist zudem mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich. Weiterhin müssen alle Besucher*innen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Das ist über die Luca-App oder in Papierform möglich. Auch die coronabedingten Hygienevorgaben bleiben gültig. Besucher*innen müssen eine medizinische oder FFP2-/KN95- oder vergleichbare Maske tragen. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hdgbw.de sowie unter der Mailadresse besucherdienstspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de oder der Rufnummer 0711.212.3989. Beim Besucherdienst können für die Ausstellungen Museumsgespräche mit einem Guide für bis zu fünf Personen aus einem Haushalt gebucht werden (Kosten: 50 Euro inkl. Eintritt).

Ausstellung „Gier“ im Haus der Geschichte: Todsünde und Treibstoff

Pressemitteilung 11. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Sie gilt als Todsünde und steht für Maßlosigkeit, aber ohne sie sind Fortschritt und Wachstum kaum möglich: die Gier. Von habsüchtigen Fürsten bis zur konsumfreudigen Shopping Queen präsentiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in einer außergewöhnlich inszenierten Ausstellung Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten. „Gier. Was uns bewegt“ ist bis zum 19. September 2021 zu sehen. Die Schau ist der Auftakt einer zweijährigen Emotionen-Trilogie. Es folgen „Hass“ und „Liebe“.

„Gefühle haben eine Geschichte und machen Geschichte“, sagt die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Gier, Hass und Liebe sind wesentliche Antriebskräfte des menschlichen Handelns und Schlüssel-Emotionen. Gerade im heutigen politischen und gesellschaftlichen Leben zeigt sich, wie wichtig Emotionen im Unterschied zu vernunftgestützten Argumenten sind.“ Die Ausstellungstrilogie ist eine Premiere in dem Stuttgarter Museum. „Der Ausstellungsraum wird sich der jeweiligen Emotion anpassen“, so die Direktorin. „Gleichzeitig gehen die drei Teile thematisch ineinander über und sind konzeptionell, gestalterisch und medial eine Einheit.“

„Wir führen die Besucherinnen und Besucher in ein Dickicht der Emotionen“, beschreibt Ausstellungsleiter Dr. Rainer Schimpf die Gier-Schau: gestalterisch – mit 1,8 Kilometer Goldbändern – ebenso wie inhaltlich. „Menschen können nach vielem gierig sein: nach Geld, Erfolg, Macht, Wissen oder Anerkennung. Doch wie beurteile ich selbst welche Form der Gier? Und aus welchem Blickwinkel? Das fällt in manchen Fällen sicher leicht, in anderen aber gar nicht.“

„Wie zweischneidig etwa Wissbegier ist, zeigt die Geschichte des Chemikers Fritz Haber“, so Paula Lutum-Lenger. Seine Forschungen ermöglichten die Produktion von Düngemitteln – aber auch die Herstellung von Giftgas während des Ersten Weltkriegs. In der Ausstellung ist seine Nobelpreisurkunde zu sehen. Im Sport wiederum ist Gier unverzichtbar für Erfolg. Sie sorgt aber auch für den Drang nach Leistungssteigerung um jeden Preis, wie eine Dopingspritze aus einem Freiburger Labor symbolisiert.

Hemmungslose Gier offenbart sich in exzessiven Finanzspekulationen. Sie wird aber auch anhand von Bildern aus dem Jahr 1940 deutlich: In Lörrach herrschte Massenandrang, als das Hab und Gut deportierter jüdischer Bürgerinnen und Bürger versteigert wurde.

Kriminelle Energie weckte die Gier im Skandal um die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ 1983, von denen eines ausgestellt ist. Im Flowtex-Betrug um angebliche Horizontalbohrmaschinen ging es um noch mehr Millionen. Andere der mehr als 30 Gier-Geschichten in der Schau handeln von kolonialer Ausbeutung, einem goldenen Brustimplantat, einer Datenkrake, einer exklusiven Turnschuhsammlung oder einer gestressten Influencerin.

Ihre eigenen Gier-Geschichten bringen Künstlerinnen und Künstler, Hochschulen und Amateurensembles beim Projekt „eMotions“ mit Installationen, Videos und Darbietungen ein. Sie arbeiten gemeinsam mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zur Trilogie „Gier. Hass. Liebe“. Das Projekt wird gefördert durch das Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Der Besuch im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und in der „Gier“-Ausstellung ist ab dem 16. März 2021 nach Terminvereinbarung möglich (Besucherdienst: Tel. 0711.212.3989, E-Mail besucherdienst@hdgbw.de). Außerdem können Museumsgespräche mit Geschichtsvermittlerinnen und -vermittlern gebucht werden. Termine für den Museumsbesuch und die Gespräche dürfen höchstens für bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten vergeben werden.

Ein spezielles digitales Eröffnungsangebot mit Videos zur Ausstellung und zur Inszenierung ist auf www.gierhassliebe.de abrufbar. Das Begleitprogramm ist online bereits gestartet und wird digital und analog fortgesetzt. Es vertieft und erweitert die Themen der Ausstellung und greift die unterschiedlichsten Aspekte von Gier auf: etwa Schönheitsoperationen, Literatur und Popmusik, Influencer-Alltag, koloniale Symbole, seltene Sneaker und rassistischer Raub.

Informationen zur Ausstellung, zu den digitalen Angeboten und zum Programm finden sich im Internet unter www.gierhassliebe.de

Haus der Geschichte öffnet für angemeldete Besucher

Pressemitteilung 9. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Ab dem 16. März sind im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und im „Hotel Silber“ nach mehr als viermonatiger Corona-Pause Besuche mit Anmeldung möglich. Unter der Rufnummer 0711.212.3989 oder der Mailadresse besucherdienst@hdgbw.de können für die kommenden beiden Wochen Termine vereinbart werden. Außerdem werden Museumsgespräche mit einem Guide für bis zu fünf Personen angeboten (Kosten: 50 Euro inkl. Eintritt).

Besucherinnen und Besucher können sich für folgende Ausstellungen anmelden:

Die Sonderausstellung „Gier. Was uns bewegt“ öffnet ihre Pforten. In einer außergewöhnlich inszenierten Schau werden Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten präsentiert. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Schülerinnen und Schüler frei.

Die Dauerausstellung bildet mehr als 200 Jahre Landesgeschichte ab. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Schülerinnen und Schüler frei.

Die Sonderausstellung „Attentat. Stauffenberg“ widmet sich dem Anschlag auf Hitler und dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Eintritt frei.

In der Video-Installation „Generation 1975“ sprechen zehn Menschen aus Ost und West über ihre Erfahrungen mit dem geteilten Deutschland, dem Mauerfall und dem Zusammenwachsen. Eintritt frei.

Die Ausstellung in der einstigen Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10, Stuttgart) beschäftigt sich mit Tätern und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in mehreren politischen Systemen. Eintritt frei.

Voraussetzung für den Museumsbesuch ist ein Inzidenzwert von unter 100 in Stuttgart. Ein Termin in einer Ausstellung kann für maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gebucht werden.

Start ins Erzberger-Jahr 2021 mit digitaler Tagung im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 4. März 2021 

Stuttgart (hdgbw) – Der württembergische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger war ein Wegbereiter deutscher Demokratie. Anlässlich des hundertsten Jahrestages seiner Ermordung initiiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg das Erzberger-Jahr 2021. Es steht unter dem Motto „Matthias Erzberger. Kampf und Tod für die Demokratie“. Museen, Geschichtsvereine, Schulen und ehrenamtliche Initiativen in mehreren Kommunen Baden-Württembergs erinnern mit Vorträgen, Geschichtstagen, Theaterstücken und Schulprojekten an Erzberger. Ausführliche Hinweise zu allen Veranstaltungen des Erzberger-Jahres 2021 finden sich im Internet unter www.erzberger-jahr-2021.de.

Beginn und wissenschaftlicher Höhepunkt des Erzberger-Jahres 2021 ist die digitale Tagung „Gegen den Obrigkeitsstaat und für Demokratie. Matthias Erzberger in den politischen Verwerfungen seiner Zeit“ am Samstag, 20. März 2021. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen neueste Erkenntnisse zu Erzberger vor. Warum dieser katholische Wegbereiter deutscher Demokratie zu den meist gehassten Politikern seiner Zeit zählte und welche tiefen gesellschaftlichen Verwerfungen beim Übergang vom obrigkeitsstaatlichen Kaiserreich zur Weimarer Republik sein politisches Wirken beeinflussten, ist Gegenstand des Symposions. Themen sind die Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg, der Waffenstillstand, die Erzbergersche Reichsfinanzreform wie der Kampf um die Weimarer Demokratie.

Die Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie beginnt um 10 Uhr und endet um 17 Uhr. Angesichts der Pandemie-Situation findet sie digital statt. Interessierte melden sich bitte bis zum 18. März an unter: veranstaltungen@hdgbw.de. Eine Bestätigung der Anmeldung und die technischen Angaben zur benutzten Kommunikationsplattform werden per E-Mail verschickt.

Internationaler Frauentag digital im Haus der Geschichte und im „Hotel Silber“

Pressemitteilung 2. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Zum Internationalen Frauentag macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ein digitales Angebot. In Videoclips werden kurze Geschichten von Frauen erzählt, die mit der einstigen Stuttgarter Gestapozentrale im „Hotel Silber“ eng verbunden sind: Frauen, die im „Hotel Silber“ für die Gestapo arbeiteten, die vom „Hotel Silber“ aus verfolgt wurden oder die sich für Verfolgte einsetzten. Die Clips werden ab Montag, 8. März 2021, auf der Website www.geschichtsort-hotel-silber.de sowie auf dem Instagram-, dem Facebook- und dem Youtube-Kanal des Hauses der Geschichte abrufbar sein.

Auf der Website www.ohne-unterschied.de werden Biografien und Erfahrungsberichte von Kommunalpolitikerinnen von 1919 bis heute vorgestellt. Denn Frauen sind in der Politik noch immer unterrepräsentiert. Vor zwei Jahren begann das Projekt „Ohne Unterschied des Geschlechts“ des Hauses der Geschichte gemeinsam mit der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler. Die digitale Plattform rückt Frauen mit ihren Erfahrungen, ihren politischen Zielen und allem, was sie erreicht und verändert haben, in den Mittelpunkt. Die Frauenbiografien sind auf der Seite digital abrufbar und werden immer wieder durch neue erweitert.

Webradio über Gier in Literatur und Popmusik

Pressemitteilung 11. Februar 2021

Stuttgart (hdgbw) – Die Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet nach der Corona-Pause. Das digitale Begleitprogramm läuft schon: Eine Sendung des Montage Radios befasst sich am Montag, 22. Februar 2021, um 21 Uhr mit Gier in Literatur und Popmusik.
Emile Zola beobachtet Halsabschneider an und um die Pariser Börse („Gurgelabschneidereien“).

Präpotente Rockgötter röhren „I want it all“. Scrooge, Charles Dickens' alter Geizkragen, lässt erschauern mit seiner kalten Gier. Nimmersatte Popmusikproduzenten saugen von ihnen zusammengestellte Bands aus. Bertold Brecht klagt in der „Dreigroschenoper“ an, und John Cale beklagt: „Das Gold frisst das Herz und lässt die Knochen übrig.“ Die Kölner Schauspielerin Sonja Kargel und der Stuttgarter Discjockey Andreas Vogel nehmen das Publikum mit auf eine Greed-Tour durch Literatur und Popmusik.

Der Radiobeitrag ist eine Kooperation von Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Montage Radio des Theaters Rampe und per Live-Audiostream auf www.mixlr.com/theater-rampe zu hören.

Die neue Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zeigt in einer außergewöhnlichen Inszenierung Geschichten über die Gier nach Erfolg, Anerkennung oder schnellem Geld aus drei Jahrhunderten. Die Schau ist seit Anfang Dezember aufgebaut.

Wechsel an der Spitze des Fördervereins

Pressemitteilung 4. Februar 2021

Stuttgart (hdgbw) – Der Verein zur Förderung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg hat einen neuen Vorsitzenden. Norwin Graf Leutrum von Ertingen trat die Nachfolge von Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs an. Der Mannheimer Unternehmer (Fuchs Petrolub) hatte das Amt nach 18 Jahren im Vorstand aus Altersgründen niedergelegt.
 
„Wir sind Herrn Dr. Fuchs zu größtem Dank für sein langes und unermüdliches Wirken für unser Haus verpflichtet“, sagte die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Viele Projekte wären ohne die großzügige Unterstützung des Fördervereins – und den stets auch ganz persönlichen Einsatz von Herrn Fuchs, seinen Nachdruck und seine Leidenschaft – nur eingeschränkt oder gar nicht möglich gewesen.“ Dazu gehört der innovative Mediaguide ebenso wie die Ausstellungen „Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne“, „Carl Laemmle presents“, „… denn die Zeiten ändern sich. Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“ sowie „Hut ab!“. Der Förderverein hat Manfred Fuchs zu seinem ersten Ehrenvorsitzenden ernannt.
 
Sein Amtsnachfolger Norwin Graf Leutrum von Ertingen ist Vorstandssprecher der Baden-Württembergischen Bank in Stuttgart. Er engagiert sich unter anderem auch im Vorstand des Freundeskreises des Museums zur Geschichte von Juden und Christen in Laupheim.
 
Der Förderverein des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg ist ein Kreis von Persönlichkeiten, Unternehmen und Stiftungen aus dem Land. Er begleitet seit 2002 das Haus der Geschichte mit seinem Rat und mit erheblichen finanziellen Mitteln.