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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Museum

Pressemitteilungen 2021

Pressemitteilungen 2021

Öffnungszeiten an den Feiertagen im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 21. Dezember 2021

Stuttgart (hdgbw) – In den Weihnachtsferien macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg Angebote für Jung und Alt. In der neuen Sonderausstellung „Hass. Was uns bewegt“ gibt es öffentliche Führungen am 2., 6. und 9. Januar, jeweils um 14.30 Uhr. Für Kinder heißt es: Aufgepasst im Museum – die Geschichtssammler sind verschwunden! Das multimediale Museumsspiel „Der Dieb der Geschichte“ bietet täglich spannende Unterhaltung für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Alle Besucher*innen können die interaktive Plattform InGe auf dem eigenen Smartphone oder auf einem Leihgerät abrufen. Die mobile Web-App bietet mehr als spannende Fakten und Inhalte zum Museum: Dazu gehören vor allem die vielen Beteiligungsmöglichkeiten wie Diskussionen, Abstimmungen und Spiele. 

Das Haus der Geschichte und das „Hotel Silber“ sind an Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen. Am 2. Weihnachtsfeiertag sind die beiden Museen von 10 bis 18 Uhr, an Silvester von 10 bis 14 Uhr, an Neujahr von 12 bis 18 Uhr geöffnet. An Heilige Drei Könige kann das Haus der Geschichte von 10 bis 21 Uhr, das „Hotel Silber“ von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Museumsbesuch und die Teilnahme an Führungen sind derzeit nur mit dem Nachweis einer Impfung oder Genesung sowie einem negativen Antigen- oder PCR-Test oder dem Nachweis einer aktuellen Zweit- oder Drittimpfung möglich (2G plus).

Das schlechte Gefühl und die Folgen

HASS. WAS UNS BEWEGT

Große Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg
17. Dezember 2021 bis 27. Juli 2022

Pressemitteilung

Stuttgart (hdgbw) – Hass war und ist Alltag. Hass speist sich aus Angst, Neid und Verachtung. Hass richtet sich gegen das fremd Erscheinende und das Naheliegende, gegen Minderheiten und gegen „das System“. Um damals und heute, um Revolutionäre und Mörder, um Verblendete und Misshandelte, aber auch um Hoffnung und Hilfe geht es in einer außergewöhnlich inszenierten Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. „Hass. Was uns bewegt“ ist vom 17. Dezember 2021 bis zum 27. Juli 2022 zu sehen. Die Schau ist der zweite Teil der Emotionen-Trilogie in dem Stuttgarter Museum. Den Abschluss macht ab Oktober 2022 „Liebe“.

„Das Thema Hass ist leider immer aktuell. Gerade deshalb lohnt es sich, den Blick auf die langen Linien zu lenken, auf Strukturen und Wahrnehmungen, auf offensichtlichen und unterschwelligen Hass, auf die Sicht von Betroffenen und Täter*innen“, sagt die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Gerade diese negative Emotion motiviert Menschen dazu, etwas zu tun oder zu lassen, das den Lauf der Dinge verändert. Aber unsere Botschaft lautet: Hass hat nicht das letzte Wort!“

„Hass ist bedrohlich, schwer zu durchdringen, verstrickt in ein Netz von Ursachen und Auswirkungen. Dieses emotionale Dickicht, diese Anspannung greift das Raumbild auf“, beschreibt Ausstellungsleiter Dr. Rainer Schimpf die Inszenierung der Schau. In kalt-blaue Seile sind die Hass-Objekte von einer Schwäbisch Haller Schützenscheibe aus der Zeit der Französischen Revolution bis zum Aufruf des Queeren Netzwerks Heidelberg aus dem Jahr 2021 eingewoben. „Die Seile lassen die Blicke durch, brachiale Stelen versperren Sie, sodass ein beunruhigendes Gefühl entsteht, das sich aber an anderen Stellen wieder löst“, so Schimpf.

Viele Formen des Hasses begleiten uns durch die Geschichte. Als die Revolutionäre von 1848 mehr Rechte für die Bürger einforderten, entlud sich in der Zeit der Unruhe Hass: Jüdische Gemeinden erhielten Drohbriefe – es gab 180 judenfeindliche Angriffe. 2019 riss ein Mann einem gläubigen Juden in Freiburg die Kippa vom Kopf und warf sie in den Müll. Diese Kopfbedeckung ist ebenso ausgestellt wie die Drohbriefe aus dem Odenwald des 19. Jahrhunderts. Auch mit einem der schlimmsten Massenmörder der Geschichte, dem Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, beschäftigt sich die Ausstellung.

Wie tief verwurzelt Rassismus nach 1945 blieb, wird anhand der „Affäre Magolsheim“ deutlich. Eine Gruppe von Einwohnern riss in dem schwäbischen Dorf ein Haus ab, in das eine Sinti-Familie ziehen sollte. Ein Zitat steht für eine Mehrheitsmeinung im Ort: „Sie haben sich nur eingesetzt für ihre Heimat.“

Ebenfalls eine Konstante ist seit mehr als hundert Jahren die Bedrohung durch den Rechtsextremismus. Der Mord am Zentrumspolitiker Matthias Erzberger durch Mitglieder der rechten Organisation Consul 1921 fand seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Doch wer erinnert (sich) an die sogenannten Deutschen Aktionsgruppen um das Jahr 1980? Ein Arzt baute in Kirchheim unter Teck einen neonazistischen Freundeskreis auf und wurde gemeinsam mit einem seiner Patienten zum Terroristen. Beim Brandanschlag auf ein Heim für Asylsuchende in Hamburg ermordeten Angehörige der Gruppe zwei junge Vietnamesen.

Die Ausstellung stellt Fragen: Wie können wir mit bedrohlichem Hass umgehen? Darf Hass eine Antwort auf Hass sein? Und gibt es sogar einen guten Hass – etwa wenn er sich gegen Unterdrücker oder Kriegstreiber richtet? „Wir haben lange genug geliebt“, sagte Georg Herwegh, ein Wegbereiter der 1848er-Revolution, und dichtete „Das Lied vom Hasse“. Um einen Krieg zu verhindern schoss ein Vierteljahrhundert später ein Mannheimer mehrfach aus nächster Nähe auf Otto von Bismarck, verletzte ihn aber nicht ernsthaft. Die Kleidung Bismarcks hatte Löcher bis ins Unterhemd, das im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Gleichfalls misslungen sind die Anschlagspläne der sogenannten Sauerlandgruppe im Jahr 2007. Die islamistische Terrorzelle beschaffte sich über 700 Liter Wasserstoffperoxid in großen Kanistern, um Sprengstoff für Anschläge herzustellen. Sie wurde allerdings vom Geheimdienst beobachtet, der die Flüssigkeit austauschte. „Hass. Was uns bewegt“ macht deutlich, wie islamistischer Terror seine Anhängerschaft sucht und findet, aber auch welcher Ablehnung Muslim*innen in Deutschland ausgesetzt sind.

Rund 200 Hass-Objekte aus rund 200 Jahren erzählen von Resignation und Hoffnung. Es zeugt von tiefer Verzweiflung, dass der wegen seiner Homosexualität ab 1938 mehrfach vorbestrafte Stuttgarter Franz Wolff an seine Mutter schrieb: „Soll ich mich meiner Veranlagung wegen erhängen?“ Doch die Schau lässt die Besucher*innen nicht mit der zerstörerischen Emotion alleine. Sie zeigt Wege aus dem Hass – wie den einer Aktivistin, die in 35 Jahren mehr als 90.000 Hass-Aufkleber und über 10.000 Hass-Graffitis an öffentlichen Plätzen entfernt hat.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm sowie digitale Angebote finden sich im Internet unter www.gierhassliebe.de

Gier. Was uns bewegt. 6. Dezember 2020 bis 19. September 2021
Hass. Was uns bewegt. 17. Dezember 2021 bis 24. Juli 2022
Liebe. Was uns bewegt. 14. Oktober 2022 bis 23. Juli 2023

 

Menschen am Neckar erzählen ihre Geschichte

Pressemitteilung 22. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Der Fluss fließt durchs Museum ins Internet: Das Digitalprojekt Menschen-am-Neckar.de erweitert die Ausstellung „Stadt – Land – Fluss: Der Neckar“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Auf der Website können alle ihre Geschichten teilen, die sie mit dem Neckar verbinden.

Die Beiträge spiegeln das vielseitige Verhältnis von Fluss und Menschen wider – der Neckar ist für sie Freizeitvergnügen, Wirtschaftsmotor, künstlerische Inspirationsquelle, natürlicher Schutzraum und Energiequelle. Bereits seit Juli 2021 können Besucher*innen des Hauses der Geschichte in einem neuen Ausstellungsbereich eine 367 Kilometer lange, virtuelle Reise entlang des Flusses unternehmen.

Zentrales Element von Menschen-am-Neckar.de ist eine Karte, auf der alle geteilten Neckargeschichten von der Quelle in Schwenningen bis zur Mündung in Mannheim verortet werden. Von der Karte aus gelangen die Nutzer*innen zu den einzelnen Beiträgen und können dort auch ihre eigenen Texte, Bilder und Videos einsenden und lokalisieren.

Viele Menschen sind eng mit dem Neckar verbunden oder können von einzigartigen Erlebnissen am, auf und mit dem Fluss erzählen, z.B. von einer besonders schönen Erinnerung an einen Ausflug, einer ganz besonderen Stimmung in der Stadt, einem spannenden Hobby oder ehrenamtlichem Engagement für den Fluss. Das Haus der Geschichte sammelt und teilt das alles auf der Website www.menschen-am-neckar.de sowie auf dem Instagram-Kanal @menschen.am.neckar.

Stuttgarter Symposion wird digital

Pressemitteilung 19. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Das Stuttgarter Symposion am Freitag, 26. November 2021, wird wegen des starken Anstiegs der Corona-Zahlen digital stattfinden.  Die Kooperationsveranstaltung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und des Stadtarchivs Stuttgart widmet sich dem Thema „Streitfall Denkmal - Konflikte um Geschichte und ihre Symbolik im Südwesten“. Die Frage nach dem Umgang mit Denkmälern hat international durch zahlreiche Denkmalstürze dramatisch an Dynamik gewonnen. Die Vorträge des Symposions nehmen die Konflikte um Denkmäler im deutschen Südwesten in den Blick und fragen danach, wie ein kritischer Umgang mit ihnen aussehen kann. Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de möglich. Die neu und bereits zuvor Angemeldeten erhalten einen Teilnahme-Link zugeschickt.

Die Referentinnen und Referenten beschäftigen sich an dem Tag von 11 bis 18 Uhr mit der Bedeutung von Denkmälern (Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums, Potsdam), den Stolpersteinen (Irmgard Zündorf, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), dem Synagogenbrunnen in Freiburg (Heinrich Schwendemann, Universität Freiburg), dem Rommeldenkmal in Heidenheim (Cornelia Hecht-Zeiler, Haus der Geschichte Baden-Württemberg) ), den Schlageter-Denkmälern (Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) und der Dekolonisierung des öffentlichen Raums (Joachim Zeller, Berlin). Am Abend folgt um 19.30 Uhr eine Diskussion zur Erinnerungskultur in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein.

Das Programm findet sich im Internet unter www.hdgbw.de/veranstaltungen/reihen/stuttgarter-symposion/

Mit InGe auf Europareise

Pressemitteilung 18. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Eine interaktive Themenführung am Sonntag, 28. November 2021, um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zeigt die wechselvolle Geschichte des Südwestens mit seinen europäischen Nachbarn: Wie kamen die Schwaben an die Donau? Was hat Churchills Unterhose mit der EU zu tun? Und warum gilt Napoleon als „Umgestalter Europas“? Der gesprächsorientierte Rundgang bezieht die Interaktive Geschichtsplattform InGe mit ein und ermöglicht Diskussionen mit anderen Teilnehmenden und Menschen außerhalb des Museums zu aktuellen europäischen Themen.

Treffpunkt ist im Foyer. Die Führung kostet 5 € (zzgl. Eintritt). Der Besuch im Haus der Geschichte ist derzeit nur mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich (2G).

Podiumsgespräch im „Hotel Silber“ über die Deportation von Jüdinnen*Juden 1941 nach Riga

Pressemitteilung 16. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Anlässlich des Jahrestages der ersten Deportation von etwa 1000 Jüdinnen*Juden aus Württemberg und Hohenzollern am 1. Dezember 1941 sprechen am Mittwoch, 24. November 2021 um 19 Uhr im „Hotel Silber“ Dr. Martin Ulmer (Geschäftsführer des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb und Mitglied des Sprecherrats der LAGG), Friedemann Rincke (Kurator im „Hotel Silber“) und Elke Banabak (Geschäftsführerin der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V.) über die Täter*innen, Akteur*innen und Abläufe der Deportation, über die deportierten Jüdinnen*Juden sowie über die Erinnerung an das Ereignis und die Betroffenen. Prof. Dr. Roland Müller (ehemaliger Leiter des Stuttgarter Stadtarchivs) wirft einen Blick auf Riga und berichtet, wie dort an die deportierten und ermordeten Jüdinnen*Juden erinnert wird. Andreas Schulz und Dr. Katrin Hammerstein von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg moderieren das Gespräch.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter veranstaltungen-hsspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de. Der Besuch von Veranstaltungen im „Hotel Silber“ ist nur noch mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich (2G). Veranstalter*innen sind das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V., die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg und der Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V.

15:14. 15 ehemalige Verfolgte und 14 ehemalige Verfolger bei der Stuttgarter Kripo nach 1945. Ein interaktives Hörspiel.

Pressemitteilung 12. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Sie trafen als Verfolgte und Verfolger in der Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ aufeinander: verhaftete Widerstandskämpfer und Gestapo-Beamte. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur kehrten Männer beider Seiten in das Gebäude zurück – und arbeiteten als Kollegen Tür an Tür bei der Kriminalpolizei. Mit dem interaktiven Hörspiel „15:14“ macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ihre unterschiedlichen Lebensläufe, ihre Konflikte, ihr Selbstverständnis, ihre Perspektiven erlebbar.

„Unser Wunsch war von Anfang an, dass das ,Hotel Silber‘ ein lebendiger Ort des politisch-historischen Lernens wird. Ein Ort, der mitten in der Stadt Begegnung, Gespräch und Auseinandersetzung fördert und in die ganze Gesellschaft hineinwirkt – mit analog und digital erlebbaren Inhalten. Das Hörspiel ist ein überaus gelungenes Beispiel für ein fesselndes digitales Angebot“, sagt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. „Wir brauchen solche differenzierten Vermittlungsformen, um historische und gesellschaftsrelevante Themen besonders auch mit der jüngeren Generation zu reflektieren und zu diskutieren – in diesem Fall einen Grundkonflikt der Nachkriegszeit: das Ausblenden von Verfolgung und Unrecht im Nationalsozialismus oder ein tatsächlicher Neuanfang.“

„15:14 ist eine Ausstellung zum Hören“, sagt Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, die Direktorin des Hauses der Geschichte. „Wer sie digital besucht, klickt sich durch die Geschichten und Erlebnisse, kann verweilen und weitergehen, um Neues zu entdecken. Diese Art der Ausstellung entstand als Folge der Corona-Lockdowns. Doch unser digitales Angebot wächst nicht erst seit der Pandemie. Online-Projekte begleiten und ergänzen unsere Ausstellungen, vertiefen Themen bereits seit Jahren.“ Sie nennt den virtuellen Geschichtsort und den Audioguide zum „Hotel Silber“, den Digitalguide InGe, die virtuellen Ausstellungsrundgänge im Haus der Geschichte oder den Partizipationskalender „Des Volkes Stimme“ als Beispiele.

Das interaktive Hörspiel „15:14 – 15 ehemalige Verfolgte und 14 ehemalige Verfolger bei der Stuttgarter Kripo nach 1945“ basiert auf Originaldokumenten und tatsächlichen Ereignissen, betont Kuratorin Lea-Theresa Berg: „Alle Inhalte und Erzählungen sind aus Quellen hergeleitet. Neben der Rückkehr von ehemaligen Gestapo-Beamten in den Kriminaldienst wird dabei auch die bislang wenig beachtete Rolle der ehemaligen vom NS-Regime Verfolgten bei der Stuttgarter Kriminalpolizei thematisiert.“

Das Projekt wurde vom Haus der Geschichte in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Agentur Klangerfinder für den Erinnerungsort „Hotel Silber“ realisiert und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Wüstenrot-Stiftung und der Berthold Leibinger-Stiftung finanziert. „15:14 lädt ein zu einer akustischen Spurensuche“, sagt Prof. Florian Käppler von Klangerfinder. „Jenseits visueller Ablenkungen bietet sie einen neuartigen Zugang: Für ein nahtloses und immersives Klangerlebnis werden die einzelnen Klangbestandteile von einer eigens entwickelten Softwareintelligenz immer wieder neu angeordnet.“

Die Besucher*innen der digitalen Ausstellung lernen dabei verschiedene Biografien kennen und erfahren viel über die Stuttgarter Kriminalpolizei im „Hotel Silber“ nach der NS-Zeit: Warum bewarben sich die Protagonisten bei der Kripo? Welches Selbstverständnis kommt in den Bewerbungen zum Ausdruck? Je weiter sich die Nutzer*innen im Hörspiel fortbewegen, desto mehr Verbindungen und Interaktionen zwischen den Protagonisten werden hörbar.

Das interaktive Hörstück kann ganz einfach ohne Downloads oder aufwendige Installation über die Website www.15zu14.de abgerufen werden. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es das Hörspiel im Autoplay, für Menschen mit Hörbehinderung als Skript.

Streit über Denkmäler beim Stuttgarter Symposion

Pressemitteilung 10. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Das Stuttgarter Symposion widmet sich am Freitag, 26. November 2021, im Stuttgarter Haus der Wirtschaft dem Thema „Streitfall Denkmal - Konflikte um Geschichte und ihre Symbolik im Südwesten“. Die Frage nach dem Umgang mit Denkmälern hat international durch zahlreiche Denkmalstürze dramatisch an Dynamik gewonnen. Die Vorträge des Symposions nehmen die Konflikte um Denkmäler im deutschen Südwesten in den Blick und fragen danach, wie ein kritischer Umgang mit ihnen aussehen kann.

Die Referentinnen und Referenten beschäftigen sich mit der Bedeutung von Denkmälern (Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums, Potsdam), den Stolpersteinen (Irmgard Zündorf, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), dem Synagogenbrunnen in Freiburg (Heinrich Schwendemann, Universität Freiburg), dem Rommeldenkmal in Heidenheim (Cornelia Hecht-Zeiler, Haus der Geschichte Baden-Württemberg) ), den Schlageter-Denkmälern (Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) und der Dekolonisierung des öffentlichen Raums (Joachim Zeller, Berlin).

Die Veranstaltung im Haus der Wirtschaft dauert von 11 bis 18 Uhr. Am Abend folgt um 19.30 Uhr eine Diskussion im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart zur Erinnerungskultur. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de erforderlich. Das Stuttgarter Symposion ist eine Kooperationsveranstaltung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und des Stadtarchivs Stuttgart.

Das Programm findet sich im Internet unter www.hdgbw.de/veranstaltungen/reihen/stuttgarter-symposion/

Feuerzauber zum Saisonabschluss auf dem Hohenasperg

Pressemitteilung 27. Oktober 2021

Asperg (hdgbw) – Die Saison 2021 im Museum Hohenasperg geht flammend zu Ende: mit einer Feuer-Performance, einer Führung und freiem Eintritt am Sonntag, 7. November. Um 17 Uhr bietet Kuratorin Dr. Franziska Dunkel eine Abschlussführung an, bei der einige brennende Themen auflodern: Es geht unter anderem um den flammenden Zorn Gottes, brennende Freiheitsliebe, innerlich lodernde Heldenfeuer oder den kriegerischen „Weltenbrand“. Um 18 Uhr folgt vor dem Museum eine Feuershow der Künstlerin Ria Rehfuß. Der Eintritt ins Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ ist an dem Tag von 10 bis 18 Uhr frei, die Führung und die Feuer-Performance sind kostenlos.

 

Freier Eintritt und Aktionen mit InGe

Pressemitteilung 14. Oktober 2021

Stuttgart (hdgbw) – Interaktive Geschichte, Aktionen und freier Eintritt: Beim InGe-Tag am Sonntag, 17. Oktober 2021, stellt sich der neue Digitalguide im Haus der Geschichte Baden-Württemberg mal ganz anders vor.  Mit zahlreichen Angeboten wie einem InGe-Spiel, Gesprächen, Fotoaktionen, Führungen und spannenden Einblicken können die Besucher*innen die interaktive Geschichtsplattform kennenlernen und neu erleben.

InGe kann seit kurzem auf dem eigenen Smartphone oder auf einem Leihgerät im Museum kostenlos abgerufen werden. Die mobile Web-App bietet mehr als spannende Fakten und Inhalte zur Dauerausstellung: Dazu gehören vor allem die vielen Beteiligungsmöglichkeiten wie Diskussionen, Abstimmungen und Spiele.

Beim InGe-Tag können alle im Haus der Geschichte live dabei sein, quizzen, nachfragen und mitreden: Wer findet die in InGe verborgenen Hinweise? Bei der Nennung des Lösungsworts gibt es eine kleine Belohnung. Wer wird mit Schwarzwaldfotos, Familienaufnahmen oder einer persönlichen Geschichte Teil des Museums und von InGe? Welche Ausstellungsobjekte werden besonders gerne digital mit nach Hause genommen? Und es besteht Gelegenheit, sich mit Expert*innen auszutauschen – für die Besucher*innen im Museum und Social-Media-Nutzer*innen.

 

Programm:

10-18 Uhr
InGe-Quiz: Wer findet die verborgenen Hinweise?
Schwarzwald-Schnappschuss in Original-Kostümen
Alles Familie! Fotoshooting und Gespräche im Bereich Privat-Ansichten

11 Uhr
LieblingsdInGe: Sammeltour durchs Museum

13 Uhr
InGe in 30 Minuten: Ausprobieren, raten und gewinnen

14 Uhr
Mein Beitrag zu InGe: Kolonialgeschichte mit Debora Nsumbu

14.30 Uhr
Mein Wissen für Euch: Führung mit Zeitzeug*innen

15.30 Uhr
LieblingsdInGe: Sammeltour durchs Museum
Chatpoint Demokratie: Diskutieren Sie mit!

16 Uhr
Mein Beitrag zu InGe: Migration mit Senada Džankić

16.30 UhrChatpoint Europa: Ihre Meinung zählt!

Ausstellung über Jenny Heymann im „Hotel Silber“

Pressemitteilung 7. Oktober 2021

Stuttgart (hdgbw) – Vom 13. Oktober bis zum 3. November 2021 werden in einer Roll-up-Ausstellung Ergebnisse des 2020 erschienenen Sammelbandes „Jenny Heymann (1890-1996): Lebensstationen einer jüdischen Lehrerin mit bildungsgeschichtlichen Streifzügen durch Württemberg“ von Studierenden und Dozierenden der PH Ludwigsburg im „Hotel Silber“ präsentiert. Die Geschichte der Frau öffnet den Blick für vier Epochen, vom Kaiserreich bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Sie repräsentiert das liberale Judentum der Weimarer Republik. Ihr Lebensweg lässt die Diskriminierung und Verfolgung durch den Nationalsozialismus greifbar werden und zeigt die Schwierigkeiten und Chancen des Exils in Großbritannien. Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 13. Oktober 2021, um 16 Uhr sprechen Bürgermeisterin Isabel Fezer sowie Dr. Rosemarie Godel-Gaßner und Melanie Elze von der PH Ludwigsburg.

Veranstalter*innen: PH Ludwigsburg, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Um Anmeldung unter gcjz-stgspamgeschützt @spamgeschützt gmx.net wird gebeten.

Schubart im Museum, Forelle auf dem Teller

Pressemitteilung 28. September 2021

Asperg (hdgbw) – Mit einer Führung und einem Forellenessen erinnern das Museum Hohenasperg und die Schubartstube am Sonntag, 10. Oktober 2021, an den 230. Todestag von Christian Friedrich Daniel Schubart. Während seiner zehnjährigen Gefangenschaft auf dem Hohenasperg komponierte der Dichter, Journalist und Musiker auch das berühmte Lied „Die Forelle“ – eine verschlüsselte Klage über seine eigene Haft. Die Führung um 17 Uhr zeigt Schubarts Haftgeschichte im Museum Hohenasperg und den Schubartturm. Um 18 Uhr serviert die Schubartstube einen Räucherforellenteller.

Die Führung und das Essen kosten zusammen 15 Euro, Getränke sind im Preis nicht inbegriffen. Nur die Führung kostet 4 €. Eine Anmeldung bis 6. Oktober ist unter besucherdienst@hdgbw.de erforderlich.

 

Führung und Literaturspaziergang auf dem Hohenasperg

Pressemitteilung 20. September 2021

Asperg (hdgbw) – Mit einer Kuratorenführung und einem Literaturspaziergang gibt es an den kommenden beiden Sonntagen zwei besondere Führungsformate zum Museum Hohenasperg. Beim Museumsrundgang am Sonntag, 26. September 2021, um 15 Uhr geht es um Diskriminierung: Ist die Justiz rassistisch? War sie es früher? Im Festungsgefängnis Hohenasperg waren auch Menschen inhaftiert, die aus rassistischen Gründen oder weil sie psychisch auffällig waren, diskriminiert wurden. Ihnen widmet sich Kuratorin Dr. Franziska Dunkel in der Themenführung zu Justiz und Diskriminierung. Die Führung kostet 4 Euro (+Eintritt).

LitSpaz bietet am Sonntag, 3. Oktober 2021, um 15 Uhr einen Literaturspaziergang mit Geschichten über Gefangene auf dem Hohenasperg. Über Jahrhunderte wurden dort politisch verdächtige Personen eingesperrt, darunter etliche Literaten. Christian Friedrich Daniel Schubart ist das bekannteste und wohl auch spektakulärste Beispiel. Der Verleger Johann Gottlob Franckh wiederum entwickelte während seiner Haft eine Lektüreidee, der Dichtersohn Theodor Kerner, dessen Onkel auch schon dort einsaß, ein Kinderbuch. Der Literaturspaziergang kostet 10 Euro/Person (inkl. Eintritt ins Museum). Treffpunkt ist vor dem Löwentor der Festung. Eine Anmeldung ist bis spätestens zum 1. Oktober unter info@litspaz.de oder 07144 / 84 12 16 erforderlich.

Süße Gier zum Ausstellungsende

Pressemitteilung 10. September 2021

Stuttgart (hdgbw) – Zum Ende der Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ weckt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg die süße Begierde: Alle Besucherinnen und Besucher des Stuttgarter Museums erhalten am Abschlusswochenende 18./19. September zu ihrem Ticket eine große Tafel Goldschatz-Schokolade geschenkt. Die außergewöhnlich inszenierte Schau zeigt Gier-Objekte aus drei Jahrhunderten: darunter ein gefälschtes Hitler-Tagebuch vom „Stern“-Skandal, edle Teller aus eingeschmolzenem Kirchensilber und eine riesige Sneaker-Sammlung sowie viele weitere Geschichten über die Gier nach Erfolg, Anerkennung oder schnellem Geld.

Sneaker-Talk im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 3. September 2021

Stuttgart (hdgbw) – Danijel Balasević ist begeisterter Sammler und definitiv verrückt nach Turnschuhen. Es gibt wohl kaum einen Stuttgarter, der sich besser mit den sportlichen Tretern auskennt als er. Im zweiten Talk mit dem Sneaker-Head am Donnerstag, 16. September 2021, um 21 Uhr in der Ausstellung "Gier. Was uns bewegt" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg dreht sich alles um seine 135 Paar Schuhe, die in einer Großvitrine zu sehen sind: Welche Geschichten stecken hinter den einzelnen Stücken? Welches war sein erstes Paar, welches ist sein Lieblingsstück und warum sind manche Schuhe so wertvoll? Danijel erzählt im Gespräch von seiner Sammlung, begehrten Special Editions und seiner Jagd nach dem nächsten Schatz.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel: 0711 2123975 erforderlich. Das Gespräch ist auch live auf unserem Instagram-Kanal zu sehen.

„Schwaben-Teufel“ – Lesung mit Klaus Wanninger

Pressemitteilung 2. September 2021

Asperg (hdgbw) – Vor dem Museum auf dem Hohenasperg liest am Sonntag, 19. September 2021, um 15 Uhr der Autor Klaus Wanninger:  Zu Füßen des Hohenaspergs liegt die Leiche eines Unbekannten. Am Abend zuvor hatte der Mann einen Bauunternehmer im Fernsehen heftig angegriffen. Dieser ist verschwunden… Die Kommissare Steffen Braig und Katrin Neundorf decken im 20. „Schwabenkrimi“ von Klaus Wanninger ein gefährliches Geflecht um Fahrverbote und skrupellose Lobbyisten auf. Nebenbei geht es, wie in allen „Schwabenkrimis“ auch um Geschichte. Lassen Sie sich bei einer Freiluftlesung des bekannten Krimiautors überraschen!

Die Lesung kostet 5 Euro inkl. Museumeintritt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de. Das Museum hat an diesem Tag bis zum Veranstaltungsbeginn geöffnet.

Das Museum Hohenasperg bietet in den kommenden Monaten ein interessantes Programm. Neben der „Schwabenkrimi“-Lesung gibt es verschiedene Themenführungen, ein Literaturspaziergang sowie ein Forellenessen in der Schubartstube. Ein Ausflug auf den Hohenasperg mit Museumsbesuch lohnt sich immer.

Gierig nach Kunst. Musikpausen im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 27. August 2021

Stuttgart (hdgbw) – Die Gier ist das Thema einer neuen Performance-Reihe im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart haben die Aufführungen entwickelt. Die erste startet am Mittwoch, 1. September 2021, um 12.30 Uhr in der Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“.

In einer leeren Vitrine geht es um einen Gegenentwurf zur Gier und deren Eigenschaften: das Anhäufen, Sammeln, Raffen und Rauben. Zur Aufführung kommen Sprechkunst sowie Alte und Neue Musik in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen – und jedes Mal haben sich die Studierenden mit dem Thema Gier auf ihre eigene Art auseinandergesetzt. Die Koordination und Leitung hat Prof. Angelika Luz vom Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater.

Der Treffpunkt ist im Museumsfoyer. Der Eintritt zur Musikpause ist frei. Weitere Vorstellungen gibt es bis zum 19. September 2021 täglich außer montags von 12.30 bis 12.50 Uhr.

Im Haus der Geschichte in den Neckar eintauchen

Pressemitteilung 30. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg holt den Fluss ins Museum. Dem Neckar gehört mit der neuen Präsentation „Stadt – Land – Fluss“ nun ein eigener Ausstellungsbereich im Themenpark des Hauses: Die eindrucksvolle Installation lädt ein zu einer virtuellen Neckartour von der Mündung in Mannheim bis zur Quelle in Schwenningen. Begleitend dazu schildern in einem Digitalprojekt Menschen ihre vielfältigen Beziehungen zum Fluss.

„Der Neckar ist Landschaftsmarke, Erholungsgebiet und Verkehrsader – das Rückgrat Baden-Württembergs“, sagt Direktorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Die Großprojektion und prägnante Ausstellungsstücke wie der frühere Quellstein machen den Fluss im Museum erlebbar. Die historischen und aktuellen Aufnahmen veranschaulichen, was der Neckar für das Land und seine Menschen bedeutet.“

In der neuen Abteilung Stadt-Land-Fluss sollen dem Neckar-Thema zukünftig weitere Präsentationen folgen, erklärt Kurator Jan Trautmann das Konzept. „Wir Menschen werden von unserer Umgebung geprägt, und wir verändern und gestalten diese Umgebung auch nachdrücklich – auf welche Art und Weise, das soll die Museumsabteilung zeigen.“

Diese Wechselbeziehung wird mit der Neckar-Installation besonders deutlich: Die Museumsbesucher*innen können in die historischen und aktuellen Aufnahmen geradezu eintauchen. Sie sehen, wie die gesprengte Alte Brücke in Heidelberg nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wird. Sie passieren ein Strandbad und Schleusen, werden Zeugen, wo und wie der Mensch den Fluss verändert hat. Sie reisen zurück in eine Zeit, in der zwischen Heilbronn und Mannheim eine Eisenkette verlegt war, damit Frachtkähne von Kettendampfern flussaufwärts geschleppt werden konnten. Um den Weinbau geht es ebenso wie ums Surfen.

Die elfminütige Präsentation zeigt zehn Stationen: Mannheim (Kilometer 0, Mündung und Hafen); Heidelberg (km 25, Alte Brücke); Neckarsteinach (km 39, Schleusenbau); Jagstfeld (km 102, Kettenschifffahrt); Mundelsheim (km 144, Weinbau); Stuttgart (km 186, Freizeit, Surfen im Neckar); Esslingen (km 193, Pliensaubrücke); Tübingen (km 264, Neckarinsel); Bad Niedernau (km 264, Kraftwerk); Schwenningen (km 367, Quelle). Die meisten der historischen Fotografien kommen vom einstigen Tübinger Ansichtskartenverlag Gebrüder Metz, dessen riesiges Bildarchiv das Haus der Geschichte übernommen hat.

Das begleitende Digitalprojekt widmet sich den vielfältigen Beziehungen der Bevölkerung zum Fluss. Auf dem Instagram-Account @menschen.am.neckar werden die Geschichten und ganz persönlichen Verbindungen zum Neckar gesammelt. Wer hat besonders schöne Erinnerung an einen Ausflug? Oder ein spannendes Hobby, das im, am oder auf dem Neckar ausgeübt wird? Wird das Flair am Fluss geliebt? Der Kaffee mit Blick aufs Wasser? Fotos mit einem kleinen Textbeitrag können per Mail an neckarspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de oder als Direktnachricht auf Instagram geschickt werden.

Info: Der Neckar entspringt bei Schwenningen und mündet nach 367 Kilometern in Mannheim in den Rhein. Sein Lauf befindet sich zu 98 Prozent auf dem Gebiet Baden-Württembergs. Rund ein Fünftel der Bevölkerung des Landes lebt am Neckar.

 

Die Unbequemen im Museum Hohenasperg

Pressemitteilung 23. Juli 2021

Asperg (hdgbw) - Im Museum "Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis" bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg monatlich wieder Führungen an. Den Anfang macht am Sonntag, 1. August 2021, um 15 Uhr die Themenführung "Ein Museum für die Unbequemen": Der Hohenasperg ist ein besonderes Gefängnis. Hier saßen der Verschwörung Verdächtigte manchmal mehrere Jahre in Untersuchungshaft, hier verbüßten Revolutionäre 1848/49 und Kommunisten im 20. Jahrhundert oft lange Festungsstrafen. Kuratorin Dr. Franziska Dunkel erinnert im Museum Hohenasperg an Häftlinge, die für ihr politisches Engagement bestraft wurden.

Die Führung kostet 4 Euro (zzgl. Eintritt).

Freier Eintritt ins Haus der Geschichte an Ferien-Donnerstagen

Pressemitteilung 22. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bietet eine besondere Sommerferien-Aktion: An den Donnerstagen vom 29. Juli bis zum 9. September ist der Eintritt in alle Ausstellungen in dem Stuttgarter Museum frei. Sie können an dem langen Öffnungstag sogar von 10 bis 21 Uhr besichtigt werden.

Im Themenpark der Dauerausstellung ist dann ganz neu der Bereich "Stadt - Land - Fluss: Der Neckar" eingerichtet. Die eindrucksvolle Präsentation verdeutlicht mit einer Großprojektion und prägnanten Ausstellungsstücken, was der Neckar für das Land und seine Menschen bedeutet. Außerdem laufen die letzten Wochen der Sonderausstellung "Gier. Was uns bewegt". Die außergewöhnliche Inszenierung mit Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten ist noch bis zum 19. September im Haus der Geschichte zu sehen. Der Galerieraum des Museums beherbergt weiterhin die Ausstellung "Attentat. Stauffenberg" über den Hitler-Attentäter Claus Graf Stauffenberg.

Gier am Landtag

Pressemitteilung 20. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Um Gier in Literatur und Popmusik geht es bei der Veranstaltung "Greed" am Donnerstag, 29. Juli 2021, um 19 Uhr in der Agora am Stuttgarter Landtag: Marie Antoinette empfiehlt Kuchen, wenn kein Brot im Hause ist, Emile Zola beobachtet Halsabschneider an und in der Pariser Börse. Hair Metal Bands singen vom Verlangen nach Sex, Hedonismus und Reichtum. Scrooge, Charles Dickens` alter Geizkragen, lässt erschauern mit seiner kalten Gier, und Gatsby berauscht sich an seinem immensen Reichtum. Killing Joke üben sich dagegen in Kritik an der Marktwirtschaft: "Wasser ist unser Geschäft, Elektrizität ist unser Geschäft, Gas ist unser Geschäft, Leben ist unser Geschäft, Geschäft ist unser Geschäft."

Die Kölner Schauspielerin Sonja Kargel und der Stuttgarter Diskjockey Andreas Vogel bieten eine unterhaltsame Gier-Tour durch Literatur und Popmusik auf der Veranstaltungsfläche neben dem Bürger- und Medienzentrum des Parlaments. Der Eintritt ist frei.

Die Kooperationsveranstaltung des Hauses der Geschichte mit dem Landtag von Baden-Württemberg ist Teil des Begleitprogramms "Gier. Was uns bewegt". Eine Voranmeldung unter veranstaltungen@hdgbw.de oder 0711 212 3975 ist erforderlich.

Online-Vortrag zum Netzwerk vom 20. Juli 1944

Pressemitteilung 7. Juli 2021

Stuttgart (hdgbw) - Mit einem digitalen Gespräch setzen die Stauffenberg Gesellschaft und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ihre Reihe jährlicher Veranstaltungen rund um den 20. Juli fort. Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein spricht am Donnerstag, den 15. Juli 2021, um 19 Uhr zum Thema "Nur eine "ganz kleine Clique? Das Netzwerk vom 20. Juli 1944 und die NS-Ermittlungen". Die Referentin ist Kuratorin am Militärhistorischen Museum in Dresden. Im Anschluss an den Vortrag diskutiert sie mit dem Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte über das Thema. Danach steht sie den digital anwesenden Teilnehmer*innen für Fragen zur Verfügung.

Anmeldungen nimmt das Haus der Geschichte unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de entgegen. Die Zugangsdaten werden einige Tage vor der Veranstaltung per Mail verschickt.

Web-Talk zur Täterforschung

Pressemitteilung 6. Juli 2021

 

Stuttgart (hdgbw) – Um „Täterschaft“ und Nationalsozialismus geht es in einem Webtalk am Mittwoch, 14. Juli 2021 um 19 Uhr im „Hotel Silber“. Das Thema gewinnt an Bedeutung. Mit Täterorten wie etwa dem „Hotel Silber“ besteht sogar ein eigener Typ von NS-Erinnerungs- und -Aufarbeitungsstätten. Warum ist es wichtig, sich kritisch mit den Biografien von NS-Täter*innen und ihren persönlichen Motiven auseinanderzusetzen? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Und wie kann Täterforschung in der historisch-politischen Bildungsarbeit genutzt werden? Darüber diskutieren online Prof. Dr. Cornelia Rauh (Professorin für deutsche und europäische Zeitgeschichte an der Universität Hannover), Dr. Wolfgang Proske (Herausgeber und Mitautor der Buchreihe „Täter – Helfer – Trittbrettfahrer“) und Thomas Stöckle (Leiter der Gedenkstätte Grafeneck). Moderiert wird die Veranstaltung vom SWR-Redakteur Mark Kleber.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. und findet online statt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten per Mail nach Anmeldung unter veranstaltungen-hsspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de.

Gespräch über die „rassistische Raubgemeinschaft“ mit Götz Aly im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 25. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Die nationalsozialistische Diktatur erkaufte sich Zustimmung im Land mit Raub und Rassekrieg. Sie füllte durch Enteignungen, Deportationen und Massenmord die Reichs- und Kriegskasse. Der Berliner Historiker Prof. Dr. Götz Aly erklärt am Dienstag, 6. Juli 2021, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg den Begriff "rassistische Raubgemeinschaft". Er spricht mit dem Journalisten Jan Sellner (Stuttgarter Nachrichten) über den legalisierten Raubzug des NS-Staates, über Soldaten, die im Ausland für wenig Geld Nahrungsmittel und Konsumgüter kauften, um sie in die Heimat zu schicken, und über eine "Volksgemeinschaft" der Schnäppchenjäger und Arisierungsgewinner.

Das Gespräch ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Gier. Was uns bewegt", die bis zum 19. September im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart zu sehen ist. Die Ausstellungen im Museum sind am 6. Juli bis zum Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet. Die Kooperationsveranstaltung mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg findet im Foyer des Hauses der Geschichte statt. Gleichzeitig wird sie als Livestream auf Youtube angeboten. Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung sowohl für die analoge als auch für die digitale Teilnahme ist unter veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel: 0711 2123975 erforderlich. Für den Einlass zur Veranstaltung im Haus der Geschichte ist laut aktueller Corona-Verordnung ein Test-, Genesenen- oder Impfnachweis notwendig.

InGe geht an den Start

Pressemitteilung, 18. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Die Interaktive Plattform für eure Geschichte, kurz InGe, geht am Sonntag, 20. Juni 2021, an den Start. Der neue Digitalguide im Haus der Geschichte Baden-Württemberg kann auf dem eigenen Smartphone oder auf einem Leihgerät abgerufen werden. Die mobile Web-App bietet mehr als spannende Fakten und Inhalte zum Museum: Dazu gehören vor allem die vielen Beteiligungsmöglichkeiten wie Diskussionen, Abstimmungen und Spiele. Zum InGe-Start gibt es vier Wochen lang eine besondere Aktion: Für alle, in deren Ortsnamen "...inge..." vorkommt, ist der Eintritt in die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte in Stuttgart frei (20.6. bis 18.7.). "

Mit InGe erweitern wir das Museumserlebnis digital", sagt Direktorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. "Wer das Haus der Geschichte besucht, hat damit nicht nur die Möglichkeit, sich zu informieren und zu unterhalten, sondern sich jederzeit mit der eigenen Meinung und den eigenen Erfahrungen einzubringen. Die Geschichtsplattform bringt uns weiter auf dem Weg, den analogen mit dem digitalen Museumsbesuch zu verknüpfen."

"Wir freuen uns, dass wir InGe nach den vielen Lockdowns endlich präsentieren können, und dass sie weiter wachsen wird", so Stefan Reichert, Digitalmanager im Haus der Geschichte. "Zum einen wird das Museumsteam immer wieder neue Geschichten einbringen. Vor allem aber sind wir auf die Beträge der Menschen gespannt, die uns besuchen. Der Zugang ist einfach: InGe ist eine reine Web-Anwendung, die über das kostenlose W-Lan im Haus abgerufen werden kann. Es muss keine App auf das eigene Gerät geladen werden."

Die interaktive Geschichtsplattform wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 200.000 Euro aus dem Programm "Digitale Wege ins Museum II" im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@bw gefördert. "Mit dem Programm wollen wir sowohl die Zugänge zu Kunst und Kultur erweitern als auch neue Zielgruppen gewinnen. Ich bin sicher, dass dies mit der neuen Anwendung gelingen wird", sagt Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski. "InGe ermöglicht neue Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten und vermittelt gleichzeitig Bildungsinhalte, das ist ein vorbildlicher Ansatz."

Das interaktive Portal bietet auf zwei Wegen noch mehr digitale Landesgeschichte(n): Im Museum ermöglicht InGe als Digitalguide ein neues, aktives Museumserlebnis. Und auf der Website www.mit-inge.de öffnet InGe das Tor in die Vergangenheit des Landes.

In der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte können die Museumsbesucher*innen ab dem 20. Juni mit dem Digitalguide aktiv werden. Neben Videos, Fotos und Texten zu Objekten gibt es eine Vielzahl von Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Funktionen stecken in InGe: das Gesehene kommentieren, diskutieren, Expert*innen fragen, von eigenen Erfahrungen erzählen und berichten, was man selbst herausgefunden hat. Interessante Geschichten können in einer Favoritenliste gesammelt und digital mitgenommen werden, um später noch mehr über sie und ihre Zeit zu erfahren. Und jeder kann über InGe auch nach dem Museumsbesuch mit dem Haus der Geschichte in Kontakt bleiben.

Der Webauftritt von InGe begleitet durch die Landesgeschichte. Er zeigt, warum und wie Männer und Frauen im deutschen Südwesten um ihre Rechte und um Teilhabe kämpften. InGe erzählt Geschichten aus den vielen digitalen und analogen Angeboten des Hauses der Geschichte dazu. Und die Plattform hält Links bereit, wo noch mehr über die Themen zu erfahren ist. Jeder Zeitabschnitt hat eine eigene Seite. Und auch im Web gibt es Kontakt- und Beteiligungsangebote.

Das Haus der Geschichte erarbeitet die InGe-Inhalte mit der Hilfe vielfältiger Personengruppen und setzte sie in verständlicher Sprache um. Die Wiener Agentur Nous Wissensmanagement hat medial beraten und die technische Realisierung übernommen.

Ein Hassverbrechen gegen die Demokratie - Der Erzberger-Mord, Rechtsterrorismus und die Polizei

Pressemitteilung 1. Juni 2021

Stuttgart (hdgbw) - Mit dem Mord an Matthias Erzberger vor hundert Jahren beschäftigt sich der Historiker Dr. Christopher Dowe vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg in einem Online-Vortrag am Mittwoch, 9. Juni 2021, um 19 Uhr. Die Organisation Consul, eine rechte antirepublikanische Geheimorganisation, hatte am 26. August 1921 mit dem Politiker Matthias Erzberger einen Wegbereiter deutscher Demokratie im Schwarzwald brutal ermordet. Der Terroranschlag zeigte die tiefe Spaltung der deutschen Gesellschaft in der Weimarer Republik. Republikaner waren entsetzt und protestierten gegen die politische Gewalt, während die Rechte jubelte und den Mördern die Flucht ins Ausland ermöglichte. Wie kam es zu dieser Tat? Wie ermittelte die Polizei in Württemberg und Baden? Welche Netzwerke der Mörder konnten die Fahnder aufdecken? An welche Grenzen stießen sie und warum konnten sie nicht verhindern, dass der Terror der Organisation Consul mit Attentaten auf Politiker wie Walther Rathenau weiterging?

Die Veranstaltung findet online statt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten per Mail nach Anmeldung unter veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Bibliothek für Zeitgeschichte. Sie findet im Rahmen des Erzberger-Jahr 2021 und des Projektes "100 Köpfe der Demokratiegeschichte" statt. Das Erzberger-Jahr 2021 wird finanziell unterstützt durch das Bundesjustizministerium und den Verein Weimarer Republik.

Saisonstart im Museum Hohenasperg

Pressemitteilung 31. Mai 2021

 

Asperg (hdgbw) – Die Saison 2021 im Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ beginnt am Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam). Die Besucher*innen bekommen in diesem Jahr erstmals die mysteriöse Opernsängerin Marianne Pirker zu Gesicht. Und sie erfahren, welch glänzende Geschäftsidee der Verleger Friedrich Gottlob Franckh im Gefängnis hatte. Das Museum kann mit einem Corona-Test, einem Impf- oder Genesenennachweis besichtigt werden.

 

Gut ein Dutzend neue Ausstellungsstücke präsentiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg im Museum Hohenasperg. Darunter ist auch eine Arztrechnung der international gefeierten Opernsängerin Marianne Pirker, der die Haft Verstand und Stimme raubte. Ihre Vitrine im Museum blieb allerdings zehn Jahre lang als einzige gesichtslos. Bis jetzt: Museumskuratorin Dr. Franziska Dunkel wurde auf ein Bild von Pirker auf dem Deckel eines Klavichords im dänischen Museum Lolland Falster aufmerksam gemacht. Marianne Pirker war 1756 auf Befehl des Herzogs Karl Eugen auf dem Hohenasperg eingesperrt worden, acht Jahre lang. Vermutlich nur, weil sie zu viel über die Liebesaffären des Herzogs wusste.

 

Der Kerker zerrüttete auch die Psyche von Friedrich Gottlob Franckh. Dem Stuttgarter Verleger und Buchhändler ist eine neue Vitrine im Museum gewidmet. Zusammen mit anderen Verschwörern hatte er 1832/33 geplant, den württembergischen König zu stürzen und die Republik auszurufen. In Untersuchungshaft auf dem Hohenasperg entwickelte Franckh eine neue Geschäftsidee: Klassiker der Weltliteratur mit Illustrationen in einer preiswerten Volksausgabe. Für das Vorwort zum spanischen Anti-Ritter-Roman „Don Quixote“ konnte sogar Heinrich Heine gewonnen werden. Franckh starb nach mehrjähriger Haft und kurzer Freiheit schon 1845 im Alter von 43 Jahren in der Heilanstalt Winnental. Den Verlag Franckh-Kosmos gibt es noch heute.

 

Das Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ wurde im Jahr 2010 eröffnet. Seither haben rund 60.000 Menschen die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg eingerichtete Dauerausstellung gesehen. Sie widmet sich in eindrucksvoll inszenierten Räumen mit 23 Biografien den Gefangenen auf dem Hohenasperg, ihren Schicksalen und ihrer Zeit. Betreiberin des Museums ist die Stadt Asperg.

 

Der Eintrittspreis für das Museum beträgt 4 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder und Jugendliche sind frei. Die Saison 2021 dauert bis 7. November. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr (Achtung: geänderte Öffnungszeiten).

Außerdem bietet das Haus der Geschichte Museumsgespräche mit einer Geschichtsvermittler*in für bis zu fünf Personen aus einem Haushalt für 50 Euro (inkl. Eintritt) an.

 

Wegen der Corona-Pandemie gelten auch im Museum Hohenasperg besondere Hygienevorgaben. Es kann vorerst nur nach Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Coronatests besucht werden. Kinder bis einschließlich fünf Jahre sind ausgenommen. Der Besuch ist zudem mit dem Nachweis einer abgeschlossenen Impfung oder einer Genesung möglich. Besucher*innen müssen eine medizinische, FFP2-/KN95- oder vergleichbare Maske tragen. Es dürfen sich nur bis zu 14 Personen gleichzeitig im Museum aufhalten. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Weiterhin müssen alle Besucher*innen ihre Kontaktdaten hinterlegen.

 

Weitere Informationen zum Museum und zu den Corona-Regeln finden sich im Internet unter www.hohenasperg-museum.de. Fragen beantwortet der Besucherdienst per Mail (besucherdienstspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de) oder Telefon (0711 212 3989).

Schokolade und Ordner zur Wiedereröffnung im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 25. Mai 2021

 

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet am Donnerstag, 27. Mai 2021, wieder seine Ausstellungen im Stuttgarter Museum an der Konrad-Adenauer-Straße und im „Hotel Silber“. Die Museen können vorerst nur nach Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenennachweises im Sinne der Coronaverordnung besichtigt werden.

 

Wer sich schnell die Sonderausstellung „Gier. Was uns bewegt“ ansehen möchte, wird dafür reichlich belohnt: Neben der außergewöhnlich inszenierten Schau mit Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten gibt es für die ersten 250 Besucher*innen eine große „Goldschatz“-Schokoladentafel von Ritter-Sport. Die Ausstellung hatte bislang durch die langen Lockdown-Phasen erst zwei Wochen geöffnet.

 

Neues gibt es im Bereich „Wirtschaft“ der Dauerausstellung. Dort erzählt eine Vitrine die Geschichte der einst marktbeherrschenden Stuttgarter Firma Leitz. Mit einer Hebelmechanik in Aktenordnern gelang dem Unternehmen ähnliches wie Nivea, Tempo oder Uhu: Ein Produkt bleibt mit einem Namen verknüpft, egal von wem es inzwischen hergestellt wird. Bis zu 3000 Beschäftigte arbeiteten in den 1990er Jahren für Leitz. Mit dem Verkauf des Unternehmens 1998 an die schwedische Esselte-Gruppe endete nach 100 Jahren die Produktion von Büroartikeln am Stammwerk in Stuttgart-Feuerbach.

 

Neben der „Gier“- und der Dauerausstellung „Landesgeschichte(n)“ sind auch die weiteren Ausstellungen im Haus der Geschichte wieder zu sehen: „Attentat. Stauffenberg“ widmet sich dem Anschlag auf Hitler und dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Und in der Video-Installation „Generation 1975“ sprechen zehn Menschen aus Ost und West über ihre Erfahrungen mit dem geteilten Deutschland, dem Mauerfall und dem Zusammenwachsen.

 

Die Ausstellung in der einstigen Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10, Stuttgart) beschäftigt sich mit Tätern und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in mehreren politischen Systemen.

 

Das Haus der Geschichte und das „Hotel Silber“ können vorerst nur nach Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Coronatests besucht werden. Der Besuch ist zudem mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung möglich. Weiterhin müssen alle Besucher*innen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Das ist über die Luca-App oder in Papierform möglich. Auch die coronabedingten Hygienevorgaben bleiben gültig. Besucher*innen müssen eine medizinische oder FFP2-/KN95- oder vergleichbare Maske tragen. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden.

 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hdgbw.de sowie unter der Mailadresse besucherdienstspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de oder der Rufnummer 0711.212.3989. Beim Besucherdienst können für die Ausstellungen Museumsgespräche mit einem Guide für bis zu fünf Personen aus einem Haushalt gebucht werden (Kosten: 50 Euro inkl. Eintritt).

Ausstellung „Gier“ im Haus der Geschichte: Todsünde und Treibstoff

Pressemitteilung 11. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Sie gilt als Todsünde und steht für Maßlosigkeit, aber ohne sie sind Fortschritt und Wachstum kaum möglich: die Gier. Von habsüchtigen Fürsten bis zur konsumfreudigen Shopping Queen präsentiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in einer außergewöhnlich inszenierten Ausstellung Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten. „Gier. Was uns bewegt“ ist bis zum 19. September 2021 zu sehen. Die Schau ist der Auftakt einer zweijährigen Emotionen-Trilogie. Es folgen „Hass“ und „Liebe“.

„Gefühle haben eine Geschichte und machen Geschichte“, sagt die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Gier, Hass und Liebe sind wesentliche Antriebskräfte des menschlichen Handelns und Schlüssel-Emotionen. Gerade im heutigen politischen und gesellschaftlichen Leben zeigt sich, wie wichtig Emotionen im Unterschied zu vernunftgestützten Argumenten sind.“ Die Ausstellungstrilogie ist eine Premiere in dem Stuttgarter Museum. „Der Ausstellungsraum wird sich der jeweiligen Emotion anpassen“, so die Direktorin. „Gleichzeitig gehen die drei Teile thematisch ineinander über und sind konzeptionell, gestalterisch und medial eine Einheit.“

„Wir führen die Besucherinnen und Besucher in ein Dickicht der Emotionen“, beschreibt Ausstellungsleiter Dr. Rainer Schimpf die Gier-Schau: gestalterisch – mit 1,8 Kilometer Goldbändern – ebenso wie inhaltlich. „Menschen können nach vielem gierig sein: nach Geld, Erfolg, Macht, Wissen oder Anerkennung. Doch wie beurteile ich selbst welche Form der Gier? Und aus welchem Blickwinkel? Das fällt in manchen Fällen sicher leicht, in anderen aber gar nicht.“

„Wie zweischneidig etwa Wissbegier ist, zeigt die Geschichte des Chemikers Fritz Haber“, so Paula Lutum-Lenger. Seine Forschungen ermöglichten die Produktion von Düngemitteln – aber auch die Herstellung von Giftgas während des Ersten Weltkriegs. In der Ausstellung ist seine Nobelpreisurkunde zu sehen. Im Sport wiederum ist Gier unverzichtbar für Erfolg. Sie sorgt aber auch für den Drang nach Leistungssteigerung um jeden Preis, wie eine Dopingspritze aus einem Freiburger Labor symbolisiert.

Hemmungslose Gier offenbart sich in exzessiven Finanzspekulationen. Sie wird aber auch anhand von Bildern aus dem Jahr 1940 deutlich: In Lörrach herrschte Massenandrang, als das Hab und Gut deportierter jüdischer Bürgerinnen und Bürger versteigert wurde.

Kriminelle Energie weckte die Gier im Skandal um die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ 1983, von denen eines ausgestellt ist. Im Flowtex-Betrug um angebliche Horizontalbohrmaschinen ging es um noch mehr Millionen. Andere der mehr als 30 Gier-Geschichten in der Schau handeln von kolonialer Ausbeutung, einem goldenen Brustimplantat, einer Datenkrake, einer exklusiven Turnschuhsammlung oder einer gestressten Influencerin.

Ihre eigenen Gier-Geschichten bringen Künstlerinnen und Künstler, Hochschulen und Amateurensembles beim Projekt „eMotions“ mit Installationen, Videos und Darbietungen ein. Sie arbeiten gemeinsam mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zur Trilogie „Gier. Hass. Liebe“. Das Projekt wird gefördert durch das Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Der Besuch im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und in der „Gier“-Ausstellung ist ab dem 16. März 2021 nach Terminvereinbarung möglich (Besucherdienst: Tel. 0711.212.3989, E-Mail besucherdienst@hdgbw.de). Außerdem können Museumsgespräche mit Geschichtsvermittlerinnen und -vermittlern gebucht werden. Termine für den Museumsbesuch und die Gespräche dürfen höchstens für bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten vergeben werden.

Ein spezielles digitales Eröffnungsangebot mit Videos zur Ausstellung und zur Inszenierung ist auf www.gierhassliebe.de abrufbar. Das Begleitprogramm ist online bereits gestartet und wird digital und analog fortgesetzt. Es vertieft und erweitert die Themen der Ausstellung und greift die unterschiedlichsten Aspekte von Gier auf: etwa Schönheitsoperationen, Literatur und Popmusik, Influencer-Alltag, koloniale Symbole, seltene Sneaker und rassistischer Raub.

Informationen zur Ausstellung, zu den digitalen Angeboten und zum Programm finden sich im Internet unter www.gierhassliebe.de

Haus der Geschichte öffnet für angemeldete Besucher

Pressemitteilung 9. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Ab dem 16. März sind im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und im „Hotel Silber“ nach mehr als viermonatiger Corona-Pause Besuche mit Anmeldung möglich. Unter der Rufnummer 0711.212.3989 oder der Mailadresse besucherdienst@hdgbw.de können für die kommenden beiden Wochen Termine vereinbart werden. Außerdem werden Museumsgespräche mit einem Guide für bis zu fünf Personen angeboten (Kosten: 50 Euro inkl. Eintritt).

Besucherinnen und Besucher können sich für folgende Ausstellungen anmelden:

Die Sonderausstellung „Gier. Was uns bewegt“ öffnet ihre Pforten. In einer außergewöhnlich inszenierten Schau werden Gier-Geschichten aus drei Jahrhunderten präsentiert. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Schülerinnen und Schüler frei.

Die Dauerausstellung bildet mehr als 200 Jahre Landesgeschichte ab. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Schülerinnen und Schüler frei.

Die Sonderausstellung „Attentat. Stauffenberg“ widmet sich dem Anschlag auf Hitler und dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Eintritt frei.

In der Video-Installation „Generation 1975“ sprechen zehn Menschen aus Ost und West über ihre Erfahrungen mit dem geteilten Deutschland, dem Mauerfall und dem Zusammenwachsen. Eintritt frei.

Die Ausstellung in der einstigen Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10, Stuttgart) beschäftigt sich mit Tätern und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in mehreren politischen Systemen. Eintritt frei.

Voraussetzung für den Museumsbesuch ist ein Inzidenzwert von unter 100 in Stuttgart. Ein Termin in einer Ausstellung kann für maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gebucht werden.

Start ins Erzberger-Jahr 2021 mit digitaler Tagung im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 4. März 2021 

Stuttgart (hdgbw) – Der württembergische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger war ein Wegbereiter deutscher Demokratie. Anlässlich des hundertsten Jahrestages seiner Ermordung initiiert das Haus der Geschichte Baden-Württemberg das Erzberger-Jahr 2021. Es steht unter dem Motto „Matthias Erzberger. Kampf und Tod für die Demokratie“. Museen, Geschichtsvereine, Schulen und ehrenamtliche Initiativen in mehreren Kommunen Baden-Württembergs erinnern mit Vorträgen, Geschichtstagen, Theaterstücken und Schulprojekten an Erzberger. Ausführliche Hinweise zu allen Veranstaltungen des Erzberger-Jahres 2021 finden sich im Internet unter www.erzberger-jahr-2021.de.

Beginn und wissenschaftlicher Höhepunkt des Erzberger-Jahres 2021 ist die digitale Tagung „Gegen den Obrigkeitsstaat und für Demokratie. Matthias Erzberger in den politischen Verwerfungen seiner Zeit“ am Samstag, 20. März 2021. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen neueste Erkenntnisse zu Erzberger vor. Warum dieser katholische Wegbereiter deutscher Demokratie zu den meist gehassten Politikern seiner Zeit zählte und welche tiefen gesellschaftlichen Verwerfungen beim Übergang vom obrigkeitsstaatlichen Kaiserreich zur Weimarer Republik sein politisches Wirken beeinflussten, ist Gegenstand des Symposions. Themen sind die Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg, der Waffenstillstand, die Erzbergersche Reichsfinanzreform wie der Kampf um die Weimarer Demokratie.

Die Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie beginnt um 10 Uhr und endet um 17 Uhr. Angesichts der Pandemie-Situation findet sie digital statt. Interessierte melden sich bitte bis zum 18. März an unter: veranstaltungen@hdgbw.de. Eine Bestätigung der Anmeldung und die technischen Angaben zur benutzten Kommunikationsplattform werden per E-Mail verschickt.

Internationaler Frauentag digital im Haus der Geschichte und im „Hotel Silber“

Pressemitteilung 2. März 2021

Stuttgart (hdgbw) – Zum Internationalen Frauentag macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ein digitales Angebot. In Videoclips werden kurze Geschichten von Frauen erzählt, die mit der einstigen Stuttgarter Gestapozentrale im „Hotel Silber“ eng verbunden sind: Frauen, die im „Hotel Silber“ für die Gestapo arbeiteten, die vom „Hotel Silber“ aus verfolgt wurden oder die sich für Verfolgte einsetzten. Die Clips werden ab Montag, 8. März 2021, auf der Website www.geschichtsort-hotel-silber.de sowie auf dem Instagram-, dem Facebook- und dem Youtube-Kanal des Hauses der Geschichte abrufbar sein.

Auf der Website www.ohne-unterschied.de werden Biografien und Erfahrungsberichte von Kommunalpolitikerinnen von 1919 bis heute vorgestellt. Denn Frauen sind in der Politik noch immer unterrepräsentiert. Vor zwei Jahren begann das Projekt „Ohne Unterschied des Geschlechts“ des Hauses der Geschichte gemeinsam mit der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler. Die digitale Plattform rückt Frauen mit ihren Erfahrungen, ihren politischen Zielen und allem, was sie erreicht und verändert haben, in den Mittelpunkt. Die Frauenbiografien sind auf der Seite digital abrufbar und werden immer wieder durch neue erweitert.

Webradio über Gier in Literatur und Popmusik

Pressemitteilung 11. Februar 2021

Stuttgart (hdgbw) – Die Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet nach der Corona-Pause. Das digitale Begleitprogramm läuft schon: Eine Sendung des Montage Radios befasst sich am Montag, 22. Februar 2021, um 21 Uhr mit Gier in Literatur und Popmusik.
Emile Zola beobachtet Halsabschneider an und um die Pariser Börse („Gurgelabschneidereien“).

Präpotente Rockgötter röhren „I want it all“. Scrooge, Charles Dickens' alter Geizkragen, lässt erschauern mit seiner kalten Gier. Nimmersatte Popmusikproduzenten saugen von ihnen zusammengestellte Bands aus. Bertold Brecht klagt in der „Dreigroschenoper“ an, und John Cale beklagt: „Das Gold frisst das Herz und lässt die Knochen übrig.“ Die Kölner Schauspielerin Sonja Kargel und der Stuttgarter Discjockey Andreas Vogel nehmen das Publikum mit auf eine Greed-Tour durch Literatur und Popmusik.

Der Radiobeitrag ist eine Kooperation von Haus der Geschichte Baden-Württemberg und Montage Radio des Theaters Rampe und per Live-Audiostream auf www.mixlr.com/theater-rampe zu hören.

Die neue Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zeigt in einer außergewöhnlichen Inszenierung Geschichten über die Gier nach Erfolg, Anerkennung oder schnellem Geld aus drei Jahrhunderten. Die Schau ist seit Anfang Dezember aufgebaut.

Wechsel an der Spitze des Fördervereins

Pressemitteilung 4. Februar 2021

Stuttgart (hdgbw) – Der Verein zur Förderung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg hat einen neuen Vorsitzenden. Norwin Graf Leutrum von Ertingen trat die Nachfolge von Dr. Dr. h. c. Manfred Fuchs an. Der Mannheimer Unternehmer (Fuchs Petrolub) hatte das Amt nach 18 Jahren im Vorstand aus Altersgründen niedergelegt.
 
„Wir sind Herrn Dr. Fuchs zu größtem Dank für sein langes und unermüdliches Wirken für unser Haus verpflichtet“, sagte die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Viele Projekte wären ohne die großzügige Unterstützung des Fördervereins – und den stets auch ganz persönlichen Einsatz von Herrn Fuchs, seinen Nachdruck und seine Leidenschaft – nur eingeschränkt oder gar nicht möglich gewesen.“ Dazu gehört der innovative Mediaguide ebenso wie die Ausstellungen „Fastnacht der Hölle. Der Erste Weltkrieg und die Sinne“, „Carl Laemmle presents“, „… denn die Zeiten ändern sich. Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“ sowie „Hut ab!“. Der Förderverein hat Manfred Fuchs zu seinem ersten Ehrenvorsitzenden ernannt.
 
Sein Amtsnachfolger Norwin Graf Leutrum von Ertingen ist Vorstandssprecher der Baden-Württembergischen Bank in Stuttgart. Er engagiert sich unter anderem auch im Vorstand des Freundeskreises des Museums zur Geschichte von Juden und Christen in Laupheim.
 
Der Förderverein des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg ist ein Kreis von Persönlichkeiten, Unternehmen und Stiftungen aus dem Land. Er begleitet seit 2002 das Haus der Geschichte mit seinem Rat und mit erheblichen finanziellen Mitteln.