Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Optimierung des Informationsangebotes. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

 /  / 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Projekte

Der Kampf um Rechte

Schülerausstellung "Der Kampf um Rechte in Europa"

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Fragestellungen, recherchierten Themen und sammelten ein umfangreiches Wissen an. Die Jugendlichen bestimmten die wesentlichen Inhalte der Präsentation und entwickelten das Konzept der Ausstellung. Die ausgewählten Exponate, die Ausstellungstexte und das als Demonstration inszenierte Raumbild erzählten, wie Menschen seit der Französischen Revolution für Grundrechte und Demokratie gekämpft haben.

Die "Rechte"-Ausstellung im Galerieraum des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg
Die "Rechte"-Ausstellung im Galerieraum des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg

Die Ausstellungskapitel

Rechte von Bürgerinnen und Bürgern

Angriffe auf die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei, die Lähmung des Verfassungsgerichts in Polen, nationalistische Tendenzen in Deutschland und Frankreich - die Demokratie und die Grundrechte in Europa sind angreifbar. Der Bereich zeigt, wie Menschen seit der Französischen Revolution für ihre Rechte gekämpft haben. Mit den Revolutionen von 1848 und 1989 fand ein europaweiter Aufbruch zur Freiheit und Demokratie statt. Totalitäre Systeme wie der Stalinismus oder der Nationalsozialismus zeigen, dass wir alle aufgefordert sind, die Demokratie und die Menschenwürde zu schützen.

Rechte von Migrantinnen und Migranten

Die Schülerinnen thematisieren in dem Abschnitt, dass Migrantinnen und Migranten in Deutschland kein volles politisches Mitspracherecht haben. Das Wahlrecht ist abhängig von der Staatsbürgerschaft. Gesetze und Regelungen, die sie betreffen, können Migrantinnen und Migrantinnen nicht mitbestimmen. Sie sind keine vollwertigen Bürgerinnen und Bürger. Um ihre Teilhabemöglichkeiten zu verbessern, vertreten sie ihre Interessen in selbstgegründeten Organisationen.

Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern

Der Bereich erzählt von der Entstehung der englischen Arbeiterbewegung und einem der bedeutends­ten Arbeitskämpfe in Großbritannien: dem Streik der Bergleute 1984/85 gegen die Privatisierung und die Schließung der meisten Zechen. In Osteuropa setzte die 1980 entstandene Streikbewegung Solidarność als erste freie Gewerkschaft im autoritären Polen einen Meilenstein bei der Entwicklung von Arbeiterrechten. Die Solidarność mündete in einer friedlichen Revolution und trug zum politischen Umbruch im Ostblock bei.

Rechte von Frauen

Die verantwortlichen Schüler stellen in diesem Abschnitt wichtige Frauenrechtlerinnen wie Emmeline Pankhurst oder Clara Zetkin vor. Als eine der ersten Frauenrechtlerinnen forderte Olympe de Gouges während der Französischen Revolution die Gleichstellung der Frau. Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden in mehreren europäischen Staaten Frauenbewe­gungen. Diese kämpften für das allgemeine Wahlrecht, gleiche Schulbildung, das Recht zu studieren und gleiche Bezahlung. Heute dürfen alle Frauen in Europa wählen. Gleichzeitig existiert weiterhin ein geschlechtsspezifischer Lohnunterschied.

Rechte von Homosexuellen

Der Ausstellungsteil beschäftigt sich mit dem Kampf um die Gleichberechtigung von LSBTTIQ-Menschen, der bis heute nicht in allen europäischen Ländern zum Erfolg führte. In Russland ist seit 2013 bereits die Thematisierung von Homosexualität gesetzlich verboten. Es gibt aber auch europäische Länder, die gleichgeschlechtliche Beziehungen früh entkriminalisierten. In Schweden beispielsweise ist Homosexualität bereits 1944 legalisiert worden, heiraten dürfen homosexuelle Paare dort seit 2009.

Recht auf eine saubere Umwelt

In den 1970er Jahren entstanden in Europa die neuen Umwelt- und Anti-Atomkraft-Bewegungen. Die Schülerinnen befassen sich in diesem Bereich vor allem mit dem Protest gegen das Kernkraftwerk im österreichischen Zwentendorf. Eine Volksabstimmung 1978 verhinderte die Inbetriebnahme. Der Fall Zwentendorf steht für den Wendepunkt der Energieversorgung in Österreich. Im selben Jahr wurde ein Bundesgesetz zum Verbot der Nutzung von Atomkraft für die Energieversorgung Österreichs beschlossen. Dieses Atomsperrgesetz gilt bis heute.

Projektleiterin Haus der Geschichte Baden-Württemberg: Natalia Kot
Betreuende Lehrkräfte: Dr. Gereon Bauer, Isabelle Steinmill
Realisiert mit freundlicher Unterstützung von daten&druck optiplan, Kristian Metzner Grafik, Bäcker Frank und Grau