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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

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Demokratie im Medienzeitalter

Demokratie im Medienzeitalter in der Zeitleiste

Fortschritts- und Planungseuphorie fanden mit dem Ölpreisschock Ende 1973, Rezession und Massenarbeitslosigkeit auch im deutschen Südwesten ein jähes Ende. Mit der Weltwirtschaftskrise war ein zunehmend kritisches Bewusstsein für die Grenzen des Wachstums und die Luft- und Wasserverschmutzung verbunden. In der Bevölkerung fand ein Umdenken statt. Viele Menschen partizipierten verstärkt an politischen Debatten und engagierten sich in Bürgerinitiativen. Während die Neuen sozialen Bewegungen wie Anti-Atomkraft- und Friedensbewegung den Dialog mit Regierung und Parlament suchten und dadurch neue Modelle politischer Kommunikation schufen, bedrohten Links- und Rechtsextremisten die Demokratie.

Alle Epochen im Überblick

Aus unseren Ausstellungen und Projekten

RAF - Terror im Südwesten

Virtueller Ausstellungsrundgang

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Ausstellung im Haus der Geschichte 2013/14

Der Terror der RAF und die Großfahndungen vor allem in den 1970er Jahren hatten in Deutschland niemanden unberührt gelassen. Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg war die erste große historische Ausstellung zur Roten Armee Fraktion zu sehen. Die deutschlandweit diskutierte Sonderschau in Stuttgart zeigte die Gewalt der RAF sowie die Reaktionen von Staat und Bevölkerung. In einer beeindruckenden Ausstellungsarchitektur waren mehr als 200 Originalobjekte von Gegenständen aus den Stammheimer Gefängniszellen bis zum Tatmotorrad des Attentats auf Generalbundesanwalt Buback zu sehen.

Ein Rebell kämpft mit allen Mitteln gegen die "Obrigkeit"

Fast hätte es für den "Remstalrebellen" gereicht, und er wäre Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall geworden: Nach gewonnenen erstem Wahlgang musste sich Helmut Palmer 1974 nur knapp dem von der CDU unterstützten Karl-Friedrich Binder geschlagen geben.

Insgesamt rund 300 Mal versuchte Palmer seit Mitte der 1960er Jahre bis in die 90er in verschiedenen Kommunen und Städten Baden-Württembergs auf einen Bürgermeisterstuhl gehoben zu werden - stets erfolglos. Für die einen war er ein "Volkstribun", ein schwäbischer Don Quijote gegen Bürokraten und Amtsstubenherrschaft, einer "für den kleinen Mann". Für andere wiederum ein "kleiner Adolf", ein ungehobelter Querulant des Politgeschäfts oder schlichtweg ein Verrückter.

Dagegen leben? Der Bauzaun und Stuttgart 21

Ausstellung im Haus der Geschichte 2011/12

Noch während der Auseinandersetzung um das Bahnprojekt Stuttgart 21 versuchte das Haus der Geschichte Baden-Württemberg eine erste beispielhafte Bestandsaufnahme dieses Konflikts, der die politische Kultur im Land erschütterte und veränderte. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand der Bauzaun, der im Sommer 2010 zum Abriss des Nordflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof aufgestellt worden war.

Den Zaun hatten vor allem die Gegner des Projekts vereinnahmt, ihn mit Kollagen, Versen, Forderungen und Schmähungen bepflastert. So entstand ein vielfältiges Dokument des Protests. Gut 80 Meter des Zaunes standen in der Ausstellung. Ein Teil ist inzwischen im Museum der Gegenwart im Haus der Geschichte zu sehen.

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