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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Reihen

Stuttgarter Symposion

Stuttgarter Symposion

Landesgeschichte in ihrer großen Vielfalt

Das Symposion wird vom Haus der Geschichte und dem Stadtarchiv der Landeshauptstadt Stuttgart veranstaltet. Es bietet einen Blick auf die Geschichte des deutschen Südwestens in ihrer großen thematischen Vielfalt. Die Veranstaltungsreihe im Stuttgarter Rathaus wurde 1985 vom Landeshistoriker Otto Borst und von Oberbürgermeister Manfred Rommel ins Leben gerufen. Die Vorträge an zwei Tagen werden meist durch ein Abendprogramm verbunden. Der Eintritt ist frei. Zu den Themen des Symposions erscheinen regelmäßig Publikationen mit den wissenschaftlichen Beiträgen.

Stuttgarter Symposion 2019

Die vergessene Ausbeutung. Kolonialismus und der Südwesten

Freitag, 29. November
ab 13 Uhr
Eintritt frei, Abendveranstaltung: 10 €, erm. 7 €

Lange Zeit wurde die deutsche Kolonialgeschichte nur wenig beachtet. Die Debatte hat in jüngster Zeit allerdings rasant an Fahrt aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Frage der Rückgabe von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Eine regionalgeschichtliche Verortung der Kolonialgeschichte hat bislang selten stattgefunden. Dabei ist gerade die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen und Folgen des Kolonialismus auf einer regionalen Ebene wichtig. Wie haben sich koloniale Phantasien ganz vor Ort entwickelt? Was haben Baden und Württemberg mit der Eroberung und Kolonisierung ferner Territorien zu tun?

 Das Stuttgarter Symposion nimmt diese Überlegungen zum Anlass, um nach der regionalgeschichtlichen Verankerung des Kolonialismus zu fragen. Wie waren Baden und Württemberg in das System der kolonialen Ausbeutung verstrickt? Welche Rolle spielte der schwäbische Pietismus bei der Eroberung kolonialer Gebiete? Wie und wo zeigte sich Kolonialismus im südwestdeutschen Alltag? Woher rührte die Begeisterung für die Kolonien, wie sie beispielsweise in Ausstellungen, Straßenbenennungen oder Denkmälern ihren Ausdruck fand? Und wie lässt sich die koloniale Geschichte heute vermitteln?

Den Flyer mit dem Programm können Sie hier downloaden.


Programm


13.00-13.30 Uhr
Grußworte
Marc Gegenfurtner M.A., Direktor des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart
Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg

13.30-14.15 Uhr
Kolonialgeschichte – ein Überblick
Prof. Dr. Andreas Eckert (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften)

14.15-15.00 Uhr
Eine kurze lange Zeit. Der Deutsche Kolonialismus in Namibia
Prof. Dr. Gesine Krüger (Universität Zürich, Historisches Seminar)

15.00-15.45
Freiburg und der Kolonialismus
Prof. Dr. Bernd-Stefan Grewe (Universität Tübingen, Institut für Geschichtsdidaktik und Public History)

15.45-16.15
Kaffeepause

16.15-17.00 Uhr
Die Stuttgarter Kolonialausstellung von 1928
PD Dr. Britta Lange (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft)

17.00-17.45 Uhr
Kolonialismus heute ausstellen
Dr. Wolfgang M. Gall und Anne Junk M.A. (Museum im Ritterhaus, Offenburg)

17.45-18.30 Uhr

Kolonialismus jenseits der Metropole: Missionare, Frauenkolonialvereine und Ethnographicahändler. Die Geschichte eines schwierigen Erbes
Prof. Dr. Rebekka Habermas (Georg-August-Universität, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte)

18.30-20.00
Pause

20.00-21.00
Schädel X
Lecture Performance, Flinn Works (Berlin)
Ort: Württembergischer Kunstverein

In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus aller Welt, oft aus den ehemaligen Kolonien. Zum überwiegenden Teil entstammen diese Schädel einem Unrechtskontext. 100 Jahre später mehren sich Forderungen nach einer würdevollen Behandlung und Restitution dieser Schädel an die Nachfahren.

Ein Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance. Zwei biografische Geschichten kreisen um ihn. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore durch die deutsche Kolonialgeschichte ins Innerste des eigenen Schädels. Mit (medizin-)historischen Dokumenten und O-Tönen verbinden sie sich zu einer Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater.

Eintritt: 10 €, erm. 7 € (Schüler / Studenten)

Vorverkauf nur über Reservix: Onlinetickets oder über die Reservix-Vorverkaufsstellen. Restkarten an der Abendkasse.

Die bisherigen Themen

2017 Hunger. Zur Geschichte einer existenziellen Bedrohung - Programmflyer
2015 Wege in ein neues Leben: Die Nachkriegszeit - Programmflyer
2013 "Erst stirbt die Natur..." Der Wandel des Umweltbewusstseins - Programmflyer
2011 "Nun danket alle Gott für diesen braven Mord" Matthias Erzberger: Ein Demokrat in Zeiten des Hasses - Programmflyer
2009 "Ich habe es getan". Aspekte des Widerstands aus heutiger Sicht
2008 Erwin Rommel. Geschichte und Mythos
2007 Die Opfer der RAF
2006 Adel und Nationalsozialismus im deutschen Südwesten
2005 Global und Regional. Die Welt des Weins und Baden-Württemberg
2001 Südwestdeutschland und Preußen
2000 Politische Gefangene in Südwestdeutschland
1999 Fortschrittsglaube und Zukunftspessimismus
1998 Geschichte als Musik'
1997 Frauen bei Hofe
1996 Südwestdeutschland. Die Wiege der deutschen Demokratie
1995 Geschichtsbilder
1994 Wider Willkür und Unfreiheit. Widerstand im deutschen Südwesten vom Armen Konrad an
1993 Ein Jahrhundert beginnt. Baden und Württemberg 1900-1914
1992 Grenzen in der südwestdeutschen Geschichte
1991 Mobilität in der südwestdeutschen Geschichte
1990 Minderheiten in der südwestdeutschen Geschichte
1989 Zur Geschichte des Alltags im deutschen Südwesten
1988 Zur Geschichte der Frauen im Südwesten
1987 Baden-Württemberg - eine Einheit?
1986 Vormärz in Baden und Württemberg
1985 Das Dritte Reich in Baden und Württemberg