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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Spurensicherung – Jüdisches Leben in Hohenzollern

Das Museum: Berührende Spuren zerstörten jüdischen Lebens.

Vom einstigen jüdischen Leben in Haigerloch, Hechingen und Dettensee sind nur noch Bruchstücke vorhanden. Nach jahrzehntelangem Vergessen sichert die sich ständig verändernde Ausstellung immer wieder neue Spuren. Jeder einzelne Gegenstand erinnert auf berührende Weise an eine verschwundene Welt: ein Paar Stiefel, das der Sohn für die Emigration erhielt, die alte Tür der Dettenseer Synagoge oder die Decke des Lesepultes, auf der die Tora in der Haigerlocher Synagoge zum Vorlesen lag. Zusammen mit einer umfangreichen Sammlung von Interviews und Filmen entsteht ein einzigartiges Bild. Die Suche führt in alle Welt, und sie hat noch lange kein Ende. Die Ausstellung in der ehemaligen Synagoge wurde vom Haus der Geschichte erarbeitet und umgesetzt.

Die Ausstellung im Gebäude der ehemaligen Synagoge Haigerloch ist im Jahr 2004 eröffnet worden.

Besucherservice: Informationen über Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Führungen und Anfahrt

Die Ausstellung "Jüdisches Leben in Hohenzollern" in der ehemaligen Haigerlocher Synagoge hat ganzjährig an Wochenenden geöffnet: samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr. Von April bis Oktober kann sie außerdem donnerstags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Gruppenführungen sind nach Vereinbarung, auch außerhalb der Öffnungszeiten, möglich.

Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Für Kinder und Schüler ist er frei. Für Familien steht eine Kinderführung in Form einer Museumsrallye zur Verfügung. Die Rallye-Materialien sind an der Museumskasse erhältlich.

Betreiber des Museums ist der Gesprächskreis ehemalige Synagoge Haigerloch e.V.

Die Haigerlocher Synagoge um das Jahr 1930. Das Gebäude ist von den Nationalsozialisten verwüstet, aber nicht zerstört worden.

Das Gebäude: Synagoge, Kino, Supermarkt und Museum

Die Synagoge wurde 1783 im Zentrum des jüdischen Viertels erbaut. In der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 verwüsteten SA-Männer den Innenraum. Die Stadt Haigerloch wollte das Gebäude zur Turnhalle umbauen und ließ dazu 1939/40 die Emporen abreißen und die Eingangstür zumauern. Als 1952 die Eyach-Lichtspiele eröffnet wurden, hatte sich das Erscheinungsbild des ehemaligen Gotteshauses innen wie außen völlig verändert. Der Kinonutzung folgte 1968 der Umbau zum Spar-Supermarkt. 1999 gelang es der Stadt Haigerloch und dem Gesprächskreis Ehemalige Synagoge Haigerloch e. V., das Gebäude zu kaufen. Seit 2003 ist die ehemalige Synagoge wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Katalog

Der Katalog "Jüdisches Leben in Hohenzollern. Eine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Haigerloch" umfasst 98 Seiten und ist für 8,50 Euro erhältlich.

Ein Raum widmet sich den Geschichten jüdischer Familien aus Haigerloch. (Fotos: Haus der Geschichte / Daniel Stauch, Jürgen Schmidt, Foto Weber, Werner Kuhnle)

Geschichtsvermittlung: Materialien für den Ausstellungsbesuch

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bietet zur selbständigen Erkundung der Ausstellung in Gruppenarbeit für Schulklassen aller Schularten eine Handreichung an. Für Familien steht eine Kinderführung in Form einer Museumsrallye zur Verfügung. Die Rallye-Materialien sind an der Museumskasse erhältlich: "Jüdisches Leben in Hohenzollern. Eine Spurensuche für Kinder"