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Dienstag bis Sonntag und
an Feiertagen
10 – 18 Uhr,
Donnerstag 10 – 21 Uhr,
Montag geschlossen

Donnerstag ab 18 Uhr: Eintritt frei

Öffnungszeiten

Anfahrt und Kontakt
Haus der Geschichte
Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 16
D-70173 Stuttgart

besucherdienst@hdgbw.de
+49 711 212 3989

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5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Sonderausstellung
5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

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Aktueller Rundbrief

 - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Liebe Freund*innen des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg,

das Begleitprogramm zur Ausstellung „American Dreams – Ein neues Leben in den USA“
bietet im Februar vielfältige Veranstaltungen: eine Tandemführung mit Talk und eine
Lesung mit musikalischer Begleitung über amerikanische Träume in Literatur und
Popmusik. Außerdem gibt es sonntags um 14.30 Uhr öffentliche Führungen durch die
Amerika-Ausstellung. Besondere Erwähnung verdient auch der Dokumentarfilm „Fritz
Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“, der im „Hotel Silber“ gezeigt wird und sich der
Frage widmet, warum ein Umdenken in der Justiz bei der Bewertung von NS-Verbrechen
erst so spät stattgefunden hat. Das Zeitzeugengespräch zum Auschwitz-Prozess am
Sonntag, 28. Januar 2024, im „Hotel Silber“ ist bereits ausgebucht.

Hier erhalten Sie eine kurze Übersicht über das Februar-Programm:

  • Stauffenberg-Erinnerungsstätte – Öffentliche Führungen „Attentat. Stauffenberg“ (3.
    Februar)
  • Tandemführung mit Talk – Mythos „unberührtes Land“ (4. Februar)
  • Ausstellung und Kunstinstallation – Das Rauschen des Meeres (7. – 29. Februar)
  • After Work History – Der Kampf um Menschenrechte (8. Februar)
  • „Hotel Silber“ – „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“ (9. Februar)
  • „Hotel Silber“ – Gestapo vor Gericht. Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n (11. und
    25. Februar)
  • „Hotel Silber“ – Gedenken an die Widerstandskämpferin Olga Bancic (21. Februar)
  • American Dreams in Literatur und Popmusik – Straßen aus Gold? (29. Februar)

Herzliche Grüße
Ihr Team des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg

Öffentliche Führungen „Attentat. Stauffenberg“

Stauffenberg-Erinnerungsstätte

Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Alten Schloss in Stuttgart bietet am Samstag, 3. Februar 2024, um 11 Uhr und um 11.30 Uhr zwei halbstündige Führungen durch die Ausstellung „Attentat. Stauffenberg“. Die Schau stellt die Biografie des Hitler-Attentäters Claus Graf Stauffenberg und seine tragende Rolle am 20. Juli 1944 ins Zentrum.

Die gesprächsorientierte Überblicksführung kostet 4 €

Öffentliche Führungen „Attentat. Stauffenberg“ - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Mythos „unberührtes Land“

Tandemführung mit Talk

Eine Tandemführung widmet sich am Sonntag, 4. Februar 2024, um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte den Auswirkungen des Siedlerkolonialismus auf die indigenen Kulturen Nordamerikas: Der Kurator der Nordamerika-Sammlungen des Linden-Museums, Dr. Nikolaus Stolle, und „Dreams“-Kuratorin Dr. Franziska Dunkel erkunden gemeinsam friedliche und konfliktreiche Begegnungen zwischen Auswander*innen und Indigenen Amerikas, um dabei den Bogen bis in die Gegenwart zu spannen. Sie diskutieren über die Amerika-Sammlung des Herzogs Paul von Württemberg und den Umgang von Museen heute mit kulturell sensiblen Objekten.

Im Rahmen der großen Sonderausstellung „American Dreams – Ein neues Leben in den USA“ kooperieren das Haus der Geschichte und das Deutsch-Amerikanische Zentrum beim Begleit- und Vermittlungsprogramm. Die Führung durch die Amerika-Ausstellung kostet 5 € (zzgl. Eintritt).

Mythos „unberührtes Land“ - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Rauschen des Meeres

Ausstellung und Kunstinstallation

Eine besondere Ausstellung und eine Kunstinstallation ist vom 7. bis zum 29. Februar 2024 im Haus der Geschichte zu sehen. Im Rahmen des „Black History Month“ thematisiert „Das Rauschen des Meeres“ die Zusammenhänge von Rassismus, Kolonialismus, Ökologie und Migration. Die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean“ und die Kunstinstallation „Baldachine über dem Meer“ nehmen dabei den Ozean zum Ausgangspunkt ihrer vielfältigen und komplexen Reflexion zu Schwarzer Geschichte. Die Ausstellung ist von Ebube Sett Ofili, Serge Palasie (Eine Welt Netz NRW) und Afrokids International e.V. Der Eintritt ist frei.

Das Rauschen des Meeres - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Der Kampf um Menschenrechte

After Work History

Eine Tour mit anschließendem Talk gibt es am Donnerstag, 8. Februar 2024, um 19 Uhr im Haus der Geschichte. Menschenrechte und Mitbestimmung – wo stehen wir heute? Demokratie ist nicht selbstverständlich. Was können wir von den Geschichte(n) der Kämpfe der Menschen im Südwesten um Zugehörigkeit und Teilhabe lernen? Beim Rundgang durch die Ausstellung begeben wir uns gemeinsam auf Spurensuche.

Im zweiten Teil des Abends kommt es auf euch an: Menschenrechte und Demokratie brauchen Aktive. Redet, diskutiert, zeichnet bei einem Menschenrechte-Speeddating und einem kühlen Getränk eure Ideen und Vorschläge.

Der Eintritt kostet 5 €

Der Kampf um Menschenrechte - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

„Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“

„Hotel Silber“

Das „Hotel Silber“ präsentiert am Freitag, 9. Februar 2024, um 18 Uhr den Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“. Der Film verfolgt die jüngsten NS-Prozesse zum KZ Stutthof und begleitet Personen, die im Vorfeld und Verlauf der Prozesse beteiligt waren. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Podiumsgespräch zu den Fragen des Films statt: Warum hat erst 70 Jahre nach den Verbrechen und rund 50 Jahre nach den Aussagen des hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ein Umdenken in der Justiz stattgefunden? Warum werden heute noch über 90-Jährige wegen NS-Verbrechen vor Gericht gestellt? Und warum sind und waren diese Prozesse wichtig – auch für die Zukunft? Das Gespräch zwischen Thomas Will (Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg) und Dr. Stefan Lode (Nebenklagevertreter in Prozessen gegen NS-Täter*innen) wird von Gigi Deppe (Leiterin der ARD-Rechtsredaktion/Hörfunk) moderiert. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer vertrat bereits in den 1960er Jahren die Ansicht, dass sich jede*r, der bzw. die in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager tätig war, der Beihilfe zum Mord schuldig gemacht hatte – auch, wenn ein so genannter „Einzeltatnachweis“ nicht erbracht werden konnte. Doch erst in den beginnenden 2010er Jahren etablierte sich Bauers Ansatz als neues Prinzip der Rechtsauffassung in Deutschland.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Für die Filmvorführung sind Erfrischungen an einer Getränke-Bar erhältlich. Um Anmeldung wird gebeten unter.

Der Eintritt kostet 5 €

„Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“ - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

„Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“

„Hotel Silber“

Zwei Überblicksführungen durch die Sonderausstellung „Gestapo vor Gericht. Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n“ bietet das „Hotel Silber“ am Sonntag, 11. Februar, und am Sonntag, 25. Februar 2024, jeweils um 16 Uhr. Der Rundgang beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Geheimen Staatspolizei. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter*innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen
werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll? Die Führung kostet 4 € (zzgl. Eintritt). Um Anmeldung wird gebeten unter.

„Fritz Bauers Erbe – Gerechtigkeit verjährt nicht“ - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Gedenken an die Widerstandskämpferin Olga Bancic

„Hotel Silber“

An die Widerstandskämpferin Olga Bancic wird am Mittwoch, 21. Februar 2024, um 17.30 Uhr an den Stelen vor dem Landgericht Stuttgart in der Urbanstraße 20 gedacht. Um 18.30 Uhr folgt im Erinnerungsort Hotel Silber ein Empfang und um 19 Uhr gibt es dort einen Vortrag von Dr. Florence Hervé zum Thema „Olga Bancic: Eine Migrantin in der
Geheimarmee der Résistance – Zum transnationalen Widerstand von Frauen in Frankreich“. Vor 80 Jahren wurde die Widerstandskämpferin Olga Bancic im nördlichen Lichthof des alten Justizgebäudes in der Urbanstraße in Stuttgart hingerichtet. Sie gehörte als einzige Frau der Widerstandsgruppe Manouchian an, deren Mitglieder von einem deutschen Militärgericht am 21. Februar 1944 in Paris zum Tode verurteilt wurden. Ihr Name steht auf den Gedenkstelen vor dem Landgericht Stuttgart, die Teil der Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“ sind. Am 80. Jahrestag seiner Hinrichtung wird der Kopf der Widerstandsgruppe, der armenische Dichter Missak Manouchian, als erster ausländischer Widerstandskämpfer ins Pariser Panthéon aufgenommen. Es ist die größte Ehrung, die Frankreich zu vergeben hat – und sie wird als Anerkennung der Rolle kommunistischer und ausländischer Partisanen in der Résistance gesehen.

Veranstalter*innen sind das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, die Initiative Lernund Gedenkort Hotel Silber e. V. und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. mit Unterstützung des Bezirksbeirats Mitte der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Gedenken an die Widerstandskämpferin Olga Bancic - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Straßen aus Gold?

American Dreams in Literatur und Popmusik

„Willst du nach New York? Dort sind die Straßen mit Gold gepflastert, in Amerika ist das Leben gut“: Von diesen Einwanderungsträumen und Versprechungen über Amerika aber auch von den harten Realitäten handeln literarische Texte, welche die Schauspielerin Sonja Kargel am Donnerstag, 29. Februar 2024, um 19 Uhr im Haus der Geschichte liest. Die Texte sind vom Surrealisten Max Ernst, der beinahe auf Ellis Island zurückgeschickt worden wäre. Oder von der Schriftstellerin Anna Seghers, die nach Mexiko weiterreisen musste. Schallplattenunterhalter Andreas Vogel begleitet mit der passenden Musik und den Geschichten dazu: Lieder von Emigrant*innen und deren Nachkommen – wie dem schwäbischen Country-Enthusiasten Armin Edgar Schaible oder Weltstar Billy Joel, dessen Familie aus Nazi-Deutschland fliehen musste.

Im Rahmen der großen Sonderausstellung „American Dreams – Ein neues Leben in den USA“ kooperieren das Haus der Geschichte und das Deutsch-Amerikanische Zentrum beim Begleit- und Vermittlungsprogramm. Der Eintritt kostet 5 €. Um Anmeldung wird gebeten unter.

Straßen aus Gold? - Haus der Geschichte Baden-Württemberg