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Wer bin ich?
Integration verändert die Menschen, ihre Identitäten geraten in Bewegung. In filmischen Interviews lässt die Ausstellung "Ihr und Wir" Zeitzeugen aus drei Generationen zu Wort kommen. Sie berichten, als was sie sich fühlen - als Hiesige, immer noch als Vertriebene, als eine Mischung daraus oder gar als Weltbürger. Fotos: Haus der Geschichte/Franziska Kraufmann
Europa in Bewegung
Leuchtende Pfeile auf einer großen Landkarte im Eingangsbereich der Ausstellung zeigen, woher mit Kriegsende die Flüchtlinge und Vertriebenen kamen.
Neue Heimat
Durch eine Tür mit der Aufschrift Heimat geht es in die Ausstellung. Die Tür dreht sich nur in eine Richtung - ein Zurück gibt es nicht. Insgesamt rund 1,5 Millionen der Vertriebenen fanden in Baden-Württemberg eine neue Heimat.
Handball-Legende Kempa
Der gebürtige Oberschlesier Bernhard Kempa, der überragende Handballer und spätere Trainer von Frisch Auf Göppingen, steht dafür, wie Sport die Integration fördert. Mit seiner Frau begutachtet er die Vitrine, die seine Lebensleistung dokumentiert.
Gemeinsamer Erfolg
Die von Vertriebenen geführte Wiesenthalhütte in Schwäbisch Gmünd erzielte in den 60er- und 70er-Jahren mit ansprechenden Glas-Kollektionen beachtliche Erfolge. Das handwerkliche Können der Glasfertigung brachten Vertriebene mit, das Design steuerten Einheimische bei.
Beispielhafte Geschichten
In 28 Vitrinen wird die Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg beispielhaft erzählt. Die verspiegelten Außenwände des Raumes unterstreichen, dass es unzählige solcher Geschichten und Schicksale gibt.
Vertreibung und Integration heute
Im Galerieraum des Hauses der Geschichte zeugen fünf Vitrinen davon, dass Vertreibung und Integration aktuell bleiben. Berichtet wird von fünf Familien, die in jüngerer Zeit kriegs- und krisenbedingt ihre Heimat verlassen mussten und nun im Südwesten leben.