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Dienstag bis Sonntag und
an Feiertagen
10 – 18 Uhr,
Donnerstag 10 – 21 Uhr,
Montag geschlossen

Donnerstag ab 18 Uhr: Eintritt frei

Öffnungszeiten

Anfahrt und Kontakt
Haus der Geschichte
Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 16
D-70173 Stuttgart

besucherdienst@hdgbw.de
+49 711 212 3989

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Eintrittspreise

Dauerausstellung
5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Sonderausstellung
5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Kinder und Jugendliche: Eintritt frei

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Geschichts­vermittlung

Barrierefreier Besuch
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Ein bunt gezeichnetes Bild: Eine 16-Jährige aus Syrien sah nur eine offene Tür - die mit den Farben Deutschlands, die anderen sind verschlossen.
Ein bunt gezeichnetes Bild: Eine 16-Jährige aus Syrien sah nur eine offene Tür - die mit den Farben Deutschlands, die anderen sind verschlossen.
  • Sonderausstellung

Überlebensgeschichten von A bis Z

Dinge von Geflüchteten


Datum
19.02.2017 –
24.02.2019



Standort
Haus der Geschichte
Baden-Württemberg



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Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg blickte aus der Perspektive von Geflüchteten auf das Land: 26 Stücke mit beeindruckenden Geschichten vom Fliehen und Ankommen waren vor dem Museumsgebäude und im Foyer ausgestellt – von A wie Angst bis Z wie Zulassung.

Das Projekt stellte die Frage: Wie begegnet Baden-Württemberg Menschen, die vor kurzem in den Südwesten geflohen sind? Das Land bietet aus Sicht der Neuangekommenen Sicherheit und neue Lebensmöglichkeiten. Im zähen Kampf um Bleiberecht und Mitwirkungsmöglichkeiten begegnet der Südwesten Geflüchteten aber auch bisweilen abweisend oder gar feindselig.

Menschen auf der Flucht begegnen uns in aktuellen Berichten in großen anonymen Gruppen. Sie haben keine Namen und keine Stimme. Selten werden uns Geflüchtete als selbstständig Handelnde vorgestellt. „Überlebensgeschichten von A bis Z“ hat Geflüchteten Stimme und Raum für ihre Sichtweisen gegeben.

Ausstellungsleitung: Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger
Konzept: Dr. Caroline Gritschke, Natalia Kot, Sophie Reinlaßöder

Die Vitrine „B“ wie Barriere etwa erzählte von Siba Naddafs Isolation in der ersten Zeit im Land. Der Rollstuhl der jungen Frau ist auf der Flucht aus Syrien zerstört worden. In Karlsruhe beschaffte ihr ein ehrenamtlicher Unterstützer zwar Ersatz. Aber weil die Gemeinschaftsunterkunft nicht barrierefrei ist, konnte sie ihr Zimmer im ersten Stock nicht verlassen. Schmerzhafte Erinnerungen enthielt die Vitrine „M“ wie Marsch: ein Paar Schuhe, das eine junge Irakerin auf dem gesamten Weg nach Deutschland trug. Seit ihrer Ankunft in Baden-Württemberg trägt sie die Schuhe nicht mehr, die Teil der Schuluniform im Irak waren. Doch sie ist nicht bereit, die Schuhe wegzuwerfen. Denn die Erinnerung an die Flucht und die anfängliche Einsamkeit bleiben wichtig für sie.

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