Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Optimierung des Informationsangebotes. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

 /  / 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Wegen Umbauarbeiten im Alten Schloss ist die Stauffenberg-Erinnerungsstätte seit Mai 2019 für mindestens ein Jahr geschlossen. Von Juli 2019 an ist stattdessen die Ausstellung "Attentat. Stauffenberg" im Haus der Geschichte zu sehen.

Attentat. Stauffenberg - ab 2. Juli 2019 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Der Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg und der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die ab Juli 2019 zu sehen sein wird. Zum 75. Jahrestag des Hitler-Attentats ist außer der Eröffnung ein Veranstaltungsmonat geplant.

Die Ausstellung im Galerieraum wird sich vor allem mit Claus Graf Stauffenberg im Widerstand gegen das NS-Regime beschäftigen. Eine wichtige Rolle spielen die vielfältigen Stauffenberg-Deutungen. Wie wurde der Attentäter seit dem Umsturzversuch wahrgenommen, welches Bild wird heute in den sozialen Medien transportiert? Wie in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte werden auch historische Objekte aus dem Leben Stauffenbergs zu sehen sein. Die Kindheit und Jugend in Stuttgart sind ebenso beleuchtet wie die steile Offizierskarriere in der Reichswehr und der nationalsozialistischen Wehrmacht. Die Schau wird Stauffenbergs Weg in den Widerstand nachzeichnen und sein Wirken beim Umsturzversuch einordnen: der Wandel eines begeisterten Soldaten zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hin zum Widerstandskämpfer.

Im Fokus soll zudem das Thema Sippenhaft stehen. Wie erging es den Angehörigen nach dem 20. Juli 1944? In einem bewegenden Toninterview erzählt der älteste Sohn von Claus Graf Stauffenberg, wie er als Zehnjähriger vom Attentat erfuhr und was er danach erlitt und erlebte. Zahlreiche Exponate thematisieren die umkämpfte Erinnerung an Stauffenberg und den 20. Juli - Filmausschnitte und Fotoreproduktionen dokumentieren den Versuch der Instrumentalisierung.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm begleitet die Schau. Ausstellung und Begleitprogramm wenden sich besonders an Schülerinnen und Schüler. Für die Schulklassen sind entsprechende Arbeitsmöglichkeiten vorgesehen.

Informationen, Führungen und Gruppenbuchungen über den Besucherdienst des Hauses der Geschichte: Tel. 0711.212.39.89, Fax 0711.212.39.79, Mail: besucherdienst(at)hdgbw.de

Berthold (links) und Claus Schenk Graf von Stauffenberg um 1925

Lebensläufe: Von der Kindheit in Stuttgart bis zum gescheiterten Umsturzversuch

Ihr Vater war Oberhofmarschall des letzten württembergischen Königs. Ab 1923 zählten Berthold und Claus Schenk von Stauffenberg zum engsten Umfeld des Dichters Stefan George. Beide machten Karriere im Staatsdienst. Während des Zweiten Weltkriegs wandten sie sich gegen den Nationalsozialismus und bereiteten den Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 vor.

Stauffenberg-Gesellschaft

Die Erinnerung an den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus möchte die Stauffenberg Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. pflegen. Der Verein unterstützt Veranstaltungen, Publikationen, Ankäufe von Exponaten und vieles mehr.