Ehemalige Synagoge Haigerloch

Wechselvolle Geschichte

Was heute Museum ist, war ursprünglich Synagoge, später Kino und Supermarkt. Fotos: Haus der Geschichte/Jürgen Schmidt

Spurensicherung

Blick in die Ausstellung in der ehemaligen Synagoge

Zentraler Ort

Die restaurierte Thora-Wand prägt den Ausstellungsraum.

Vom einstigen jüdischen Leben in Haigerloch, Hechingen und Dettensee sind heute allenfalls noch Bruchstücke vorhanden. Vieles ist unwiderruflich verloren gegangen. Die erhaltenen Originalgegenstände erinnern in der ehemaligen Synagoge an die jüdischen Gemeinden in Hohenzollern. Die 1783 erbaute Synagoge wurde in der Reichspogromnacht im November 1938 verwüstet. 1939/40 ließ die Stadt Haigerloch die Emporen abreißen, Thora-Nische und Eingangstür zumauern und eine Balkondecke einziehen für eine zukünftige Nutzung als Turnhalle. Im ehemaligen Gotteshaus wurden 1952 die »Eyach-Lichtspiele« eröffnet. 1968 folgte der Umbau zum Spar-Supermarkt. 1999 gelang es der Stadt Haigerloch und dem Gesprächskreis Ehemalige Synagoge Haigerloch e. V., das Gebäude zu kaufen und als Museum der Nachwelt zu erhalten. Die Ausstellung in der ehemaligen Synagoge wurde vom Haus der Geschichte erarbeitet und umgesetzt. Betreiber des Museums ist der Gesprächskreis.