Jüdisches Leben: Mittendrin
Datum
19.02.2027 –
09.01.2028
Standort
Haus der Geschichte
Inhalte teilen mit
IN VORBEREITUNG: Große Landesausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und landesweites Kooperationsprojekt
Was heißt es, mitten in einer Gesellschaft zu leben – und sich trotzdem immer wieder zu fragen, ob man wirklich dazugehört? Mit der Großen Landesausstellung „Jüdisches Leben: Mittendrin“ lädt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg vom 19. Februar 2027 bis 9. Januar 2028 dazu ein, jüdisches Leben neu zu entdecken: vielstimmig, lebendig, widersprüchlich – und mitten in unserer Gesellschaft.
Die Ausstellung spannt einen Bogen von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart und fragt danach, wie Zugehörigkeit entsteht, wie sie gelebt wird und warum sie Jüdinnen und Juden dennoch immer wieder abgesprochen wurde und wird. Im Mittelpunkt stehen Menschen, Geschichten und Perspektiven, die das Land geprägt haben und bis heute prägen. „Mittendrin“ erzählt jüdisches Leben nicht nur als Geschichte von Ausgrenzung und Verfolgung, sondern vor allem als Geschichte von Menschen, die gestaltet, aufgebaut, weitergegeben und neu angefangen haben. So eröffnet die Ausstellung einen Blick auf jüdisches Leben, der Klischees hinter sich lässt und Raum für Komplexität, Gegenwart und neue Perspektiven schafft.
Gleichzeitig ist „Mittendrin“ mehr als eine Ausstellung in Stuttgart. Gemeinsam mit großen Kultureinrichtungen des Landes, Museen, Kommunen, Gedenkstätten, jüdischen Gemeinden, Schulen, Kulturzentren, Theatern, Kinos, Vereinen und Initiativen entsteht ein landesweites Kooperationsprojekt, das jüdisches Leben an vielen Orten in Baden-Württemberg sichtbar macht. Es startet bereits am 15. Oktober 2026. Geplant sind Ausstellungen, Gespräche, Konzerte, Filmformate, Lesungen, Rundgänge und weitere Veranstaltungen, die regionale Perspektiven mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbinden.
Mit dem Projekt „Mittendrin“ setzt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ein Zeichen für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Die Große Landesausstellung macht sichtbar, was oft zu wenig gesehen wird – und lädt dazu ein, jüdisches Leben im Südwesten nicht am Rand, sondern genau dort wahrzunehmen, wo es hingehört: mittendrin.