Anti-Anti 2.0
Fragt uns doch mal. Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus
Ausstellungsintervention im Haus der Geschichte Baden-Württemberg vom 10. Februar 2026 bis zum 13. September 2026
Kann man, ja muss man antisemitische Bilder im Museum zeigen? Oder werden auf diese Weise hasserfüllte Vorurteile verfestigt? Wie geht es jungen Jüdinnen und Juden heute in Deutschland? Diesen Fragen widmen sich elf Stationen in der Dauerausstellung im Haus der Geschichte. Sie hinterfragen, ergänzen und kommentieren Objekte und Geschichten im Museum mit Fakten, Einsprüchen und Wünschen.
Ein “Verschwörungsgenerator” zeigt, wie antisemitische Verschwörungserzählungen funktionieren. In Videos erzählen Jüdinnen und Juden von ihren Hoffnungen, Ängsten und Enttäuschungen. Es geht um verdrängte Erinnerung, gelebten muslimisch-jüdischen Dialog und Solidarität. An jeder Station gibt es etwas zum Mitnehmen, Mitwirken und Weiterdenken – um zusammen gegen Antisemitismus und Rassismus einzustehen.
Die Ausstellungsintervention wurde von einem Projektteam des Hauses der Geschichte und Community-Kurator*innen entwickelt, unterstützt durch Expert*innen, die in Forschung, Bildung, Beratung und Vermittlung antisemitismuskritisch arbeiten.
Veranstaltungen
Woher kommt der Name?
Der „Anti-Anti“ aus den Jahren 1924 bis 1932 setzte auf Vernunft. In einer Schachtel sind lose Informationsblätter gesammelt mit Fakten gegen antisemitische Lügen. Die Idee stammte vom evangelischen Pfarrer Emil Felden, der gegen Judenhass kämpfte. Der Herausgeber E. G. Löwenthal war Jude. Viele Stichworte sind erschreckend aktuell.
Dr. Caroline Gritschke,
Dr. Franziska Dunkel,
Djamila Melo de Souza,
und Community-Kurator*innen
Das Projekt “Anti-Anti 2.0” des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Für die großzügige Unterstützung des Projektes “Fragt uns doch mal” danken wir sehr herzlich dem Verein zur Förderung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, dem Beauftragten gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben und dem Stuttgarter Lehrhaus.