- Sonderausstellung
Rechtsextremer Terror
Datum
19.03.2026 –
14.02.2027
Standort
Erinnerungsort Hotel Silber
Eintrittspreis
4 Euro / 3 Euro
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Von der Ermordung des demokratischen Politikers Matthias Erzberger 1921 über die rechtsradikale Gewalt der 1990er-Jahre bis zu aktuellen Putschplänen aus „Reichsbürger“-Kreisen: Rechtsextremer Terror ist kein Phänomen der Vergangenheit. Er bedroht bis heute Menschenleben und unsere Demokratie.
Die Sonderausstellung im Erinnerungsort Hotel Silber zeigt ausgewählte Fälle aus der Weimarer Republik und der Bundesrepublik. Neben den Terrorakten selbst thematisiert sie die Perspektiven der Betroffenen, gesellschaftliche Reaktionen und die juristische Aufarbeitung.
Originalobjekte zeugen von der menschenverachtenden Ideologie und von der mörderischen Entschlossenheit der Terroristen. Brandsatzreste und Tatortfotos erinnern an oftmals vergessene, tödliche Anschläge. Ein Baseballschläger und Plattencover stehen für das brutale Wiedererstarken der Rechtsradikalen in den Neunzigern. Das grausame Weltbild des Nationalsozialistischen Untergrunds verdeutlicht ein zynisches Brettspiel. In der Ausstellung laden aber auch interaktive Stationen dazu ein, über den eigenen Beitrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus nachzudenken.
Denn die Geschichte der deutschen Demokratien ist auch eine Geschichte der Gewalt gegen sie. Bereits in der Weimarer Republik versuchten Rechtsextreme mit Terror, die Demokratie zu zerstören. Es gelang ihnen, und der Weg führte in die nationalsozialistische Diktatur. Aus dem Terror der Straße wurde Terror des Staates.
Die Bundesrepublik Deutschland war von Anfang an und ist immer noch Ziel rechtsradikalen Hasses. Versöhnung und Annäherung nach zwei Weltkriegen, eine offene Gesellschaft und das Recht auf die freie Entfaltung aller Menschen bleiben Feindbilder für den Rechtsextremismus. Dessen Gewalt hat klare Ziele: bei den Einen Angst zu verbreiten, bei den Anderen Zustimmung und Nachahmung zu erzeugen.
Projektleiter: Dr. Christopher Dowe
Kurator*innen: Lea-Theresa Berg, Dr. Sebastian Dörfler, Friedemann Rincke, Sarah Stewart
Vermittlung: Natalia Kot
Ausstellungsgestaltung: büroberlin mit Visual Space Agency
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus im Generallandesarchiv Karlsruhe und wird gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung und die Berthold Leibinger Stiftung
Veranstaltungen
Öffnungszeiten & Eintritt
Adresse und Kontakt
Erinnerungsort Hotel SilberEine Ausstellung zu Polizei, Gestapo und Verfolgung
Dorotheenstraße 10
D-70173 Stuttgart
hotel-silber@hdgbw.de
+49 711 212 4040
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag und
an Feiertagen 10 – 18 Uhr,
Mittwoch 10 – 21 Uhr,
Montag geschlossen
Silvester, Neujahr, Karfreitag, Heiligabend, Erster Weihnachtsfeiertag geschlossen
Eintrittspreise
Dauerausstellung: Eintritt frei
Audioguide zur Dauerausstellung (Deutsch, Englisch, Französisch): Leihgebühr 2 Euro
oder kostenlos als WebApp