- Vorträge und Lesungen
Bad Buchau: Die Erinnerung darf nicht enden
Vortrag - Juden in Buchau
Datum
24.01.2027
16:00 Uhr
Standort
Goldener Saal der Schlossklinik, Bad Buchau
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„Die Erinnerung darf nicht enden“, so steht es in der Proklamation des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, als er am 3. Januar 1996 den 27. Januar zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat.
Mit einem Vortrag in der Schlossklinik Bad Buchau soll die Erinnerung wach gehalten werden an eine große, bedeutende jüdische Gemeinde und an ihre Bewohner.
Im Vortrag wird über die Geschichte der Buchauer Juden von ihrer Aufnahme in die Stadt, über die Emanzipation mit der Gründung von Fabriken bis zur Auflösung der Gemeinde in der Zeit des Nationalsozialismus berichtet.
Im 19. Jahrhundert waren jüdische Mitbürger ganz entscheidend an der wirtschaftlichen Entwicklung von Buchau beteiligt. Betriebe in der Textilherstellung und -verarbeitung waren Hauptarbeitgeber und ihre Besitzer angesehene Bürger in der Stadt. In den Vereinen waren Juden und Christen befreundet und aktiv im Gemeindeleben engagiert. Jüdische Geschäfte und Häuser prägten das Stadtbild.
Die Synagoge mit ihrer Glocke war ein weithin sichtbares Zeichen dieser großen Gemeinde, die im 19. Jahrhundert ein Drittel der Gesamtbevölkerung Buchaus ausmachte. Auch der heute noch erhaltene Friedhof gibt davon Zeugnis.
Eintritt frei.