- Gedenkfeier
Bad Buchau: Gedenkfeier auf dem Jüdischen Friedhof
Bad Buchau
Datum
09.11.2027
18:00 Uhr
Standort
Jüdischer Friedhof, Bad Buchau
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Im November 1938 wurde in Buchau der erste Brandanschlag auf die Synagoge begangen. In die Geschichte ist dieser Tag als „Reichskristallnacht“ eingegangen. Dieser Begriff ist eine Verherrlichung der Geschehnisse die damals in Deutschland tobten. Vorwand für die Zerstörung der Synagogen war das Attentat des Juden Herschel Grünspan, der am 7. November 1938 in Paris den deutschen Gesandtschaftsrat, Ernst vom Rath, erschoss.
Die Buchauer Synagoge, die auch Gotteshaus für viele umliegende Orte war, wurde von einem Kommando aus Ochsenhausen angezündet. Das Feuer war schnell gelöscht, denn die Feuerwehr rückte aus und löschte. Wie wir aus Briefen wissen, beteiligten sich an dieser Löschaktion Juden und Christen, auch der damalige Bürgermeister Hugo Öchsle war an der Löschaktion beteiligt. In der ersten Nacht ist nicht viel passiert, deshalb kam das Kommando aus Ochsenhausen in der darauffolgenden Nacht noch einmal nach Buchau und legte wieder Feuer in der Synagoge. Das Gestühl wurde zerschlagen, mit Benzin übergossen und angezündet. Die Feuerwehr durfte bei diesem Brand nur die angrenzenden Gebäude sichern. Die Synagoge die einst als Prunkstück in der Mitte der Stadt stand ist ausgebrannt und war eine Ruine. Als „ein Schandfleck im Stadtbild“ wurde das Gotteshaus bezeichnet. Die Buchauer Juden mussten selber für die Kosten der Sprengung der Mauern aufkommen.
Heute erinnerte eine Tafel an den ehemaligen Standort und an der Stelle wo einst der Thoraschrein war steht eine Trauerweide.