Pressemitteilung von 28.10.2026
Gesprächskonzert, Film und Vorträge zu den Jüdischen Kulturwochen Stuttgart
Stuttgart (hdgbw) – Ein vielfältiges Angebot macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu den Jüdischen Kulturwochen Stuttgart:
Das Klavierkonzert mit Diana Brekalo rückt am Mittwoch, 4. November 2026, um 19 Uhr im Erinnerungsort Hotel Silber jüdische Komponistinnen des 20. Jahrhunderts ins Rampenlicht. In einem bewegenden Zusammenspiel aus Klaviermusik und erzählten Lebensgeschichten lässt die preisgekrönte Pianistin Stücke erklingen, die lange im Schatten standen und doch voller Leuchtkraft, Emotionalität und künstlerischer Größe sind. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bis 2.11. unter: veranstaltungen-hs@hdg.bwl.de. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber.
Antisemitismus an der Hochschule und in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt eines Vortrags und einer Führung im Haus der Geschichte am Donnerstag, 5. November 2026. Um 20 Uhr beleuchtet die Universitätsarchivarin Dr. Helen Wiedmaier die Geschichte der Verfolgung an der Technischen Hochschule, der heutigen Universität Stuttgart, während der NS-Zeit und stellt ausgewählte Biografien vor. Zuvor, um 17.30 Uhr, wird eine Führung durch die Intervention „Fragt uns doch mal. Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus“ in der Dauerausstellung angeboten. Anmeldung für beide Programmpunkte bis 4. November 2026 unter veranstaltungen@hdg.bwl.de. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Hochschulgruppe „Uni ohne Antisemitismus“.
Den Film „Elie Wiesel: Soul On Fire“ von Oren Rudavsky präsentieren am Sonntag, 8. November 2026, um 11 Uhr das Haus des Dokumentarfilms und das Haus der Geschichte. Der preisgekrönte US-amerikanische Regisseur zeichnet darin anhand von Archivbildern, Interviews und Animationssequenzen die Biografie des Holocaust-Überlebenden und Schriftstellers Elie Wiesel (1928-2016) nach. Im Anschluss an die Vorführung im Haus der Geschichte folgt ein Publikumsgespräch mit dem Religionspädagogen Prof. Dr. Reinhold Boschki (Leiter der Forschungsstelle Elie Wiesel). Der Eintritt ist frei. Anmeldung bis zum 6. November erforderlich unter veranstaltungen@hdg.bwl.de.
Wie hat sich das Verhältnis zwischen jüdischer Minderheit und nichtjüdischer Mehrheitsgesellschaft im Laufe der Geschichte verändert? Welche Möglichkeiten der Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Teilhabe gab es – und wo endeten diese? Diesen Fragen widmet sich das Historische Symposium am Donnerstag, 12. November 2026, von 14.30 bis 18 Uhr im Haus der Geschichte. In fünf Vorträgen nehmen die Referierenden unterschiedliche historische Entwicklungen, Fragen jüdischer Identität und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in den Blick. Dabei geht es auch um die Entwicklung des Antisemitismus in Baden-Württemberg und die Bedeutung von Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur für die Gegenwart. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter veranstaltungen@hdg.bwl.de.
Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen unter www.hdgbw.de/veranstaltungen und https://www.juedische-kulturwochen-stuttgart.de/veranstaltungen