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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Dauerausstellung

Themenpark

Kunststück Schwarzwald

Der Schwarzwald ist weltweit berühmt - und verknüpft mit Bildern, Vorstellungen und Klischees von Romantik und Ursprünglichkeit. Dabei ist die Landschaft dort nahezu vollständig vom Menschen gestaltet und genutzt. In dem Bildraum werden in 19 Original-Schwarzwaldtannen Geschichten vom Leben und Arbeiten im Schwarzwald erzählt: von der Holzernte über die Kuckucksuhr oder den Erfolgsfilm "Schwarzwaldmädel" bis zum Orkan "Lothar".

In echten Tannen stecken Geschichten vom Leben und Arbeiten im Schwarzwald.
Fahrbare Monitore liefern Zusatzinfos und Werbefilme über Unternehmen.

Wirtschafts-Wunderland

Baden-Württemberg gilt als das Land der Tüftler und Erfinder, der Industrie und der Weltmarktführer. Produkte wie Mercedes-Autos aus Stuttgart und Kärcher-Hochdruckreiniger aus Winnenden, aber auch Steiff-Teddybären aus Giengen und Hohner-Mundharmonikas aus Trossingen sind international bekannt. Das Haus der Geschichte stellt ausgewählte Unternehmen vor, die nicht nur Erfolgsgeschichte schreiben oder schrieben, sondern ebenso Krisen und Umbrüche bewältigen müssen.

Die 2021 eingerichtete Präsentation Stadt - Land - Fluss ist der jüngste Ausstellungsbereich in der Dauerausstellung.

Stadt - Land - Fluss: Der Neckar

Die neue Präsentation im Themenpark verdeutlicht, was der Neckar für das Land und seine Menschen bedeutet: Landschaftsmarke, Erholungsgebiet, Verkehrsader - ein Rückgrat Baden-Württembergs. Eine Großprojektion und prägnante Ausstellungsstücke holen den Fluss ins Museum: eine virtuelle Neckartour von der Mündung in Mannheim bis zur Quelle in Schwenningen.

Ein Original-Papststuhl ist ausgestellt - auf ihm saß Benedikt XVI. während des Gottesdienstes in Freiburg bei seinem Deutschlandbesuch 2011.

Religionen und Konfessionen

Während in der Vergangenheit die beiden christlichen Kirchen und das Judentum das Glaubensleben im Südwesten geprägt haben, sind heute viele Religionen im Land zu Hause - darunter Moslems, Hindus und orthodoxe Christen. Der Raum bietet einen Eindruck von dieser Vielfalt und stellt dabei die Gretchenfrage: "Nun sag', wie hast Du's mit der Religion?"

In stilisierten Reisekoffern werden die Geschichten von Ein- und Auswanderern erzählt.

Ein-Wandererland

Massenweise Menschen verließen im 19. Jahrhundert ihre südwestdeutsche Heimat, um in Amerika eine bessere Zukunft zu suchen. Wirtschaftliche Not und politische Unterdrückung haben sie verjagt. Umgekehrt ist Baden-Württemberg seit dem Zweiten Weltkrieg für viele ein Traumland: Arbeitsplätze locken; Flüchtlinge und Vertriebene suchen eine neue Bleibe oder Schutz vor Verfolgung und Krieg. Große Reisekoffer sind mit einmaligen Geschichten von Ein- und Auswanderern gepackt.

Männer, Frauen, Väter, Mütter: Die Fotos zeigen, wie sich das Bild von Paaren und Familie in anderthalb Jahrhunderten verändert hat.

Privat-Ansichten

Fotografien von Paaren aus 160 Jahren - mal sorgfältig von Profis in Szene gesetzt, mal private Schnappschüsse: Rund 700 Aufnahmen vom Anbeginn der Fotografie bis heute zeugen vom Wandel von Partnerschaft, Ehe und Familie. Die Bilder erzählen viel von Zeitgeist und Rollenbildern, von Unterschieden und Gemeinsamkeiten über die Generationen hinweg.

Faszinierendes aus Wissenschaft und Forschung gibt es zu entdecken.

Wissenschaft

Südwestdeutschland hat sich im 19. und 20. Jahrhundert in den Geistes- und Naturwissenschaften zu einer der international erfolgreichsten Forschungsregionen entwickelt. Zahlreiche Belege dafür können im Haus der Geschichte entdeckt werden: Etwa ein echter Nobelpreis, der mit einer winzigen Taufliege verbunden ist. Die Geschichte eines Riesenflugzeugs am Bodensee. Oder die Dissertation von Friedrich Schiller.

Das "Haus Europa" ist 2016 komplett neu gestaltet worden.

Haus Europa

Von Napoleon bis TTIP: Welche Bedeutung hatte und hat Europa für das Leben der Menschen in Baden-Württemberg? Rund 160 Objekte zeugen von hehren Europaträumen und harte Europarealitäten, blutigen Jahrhunderten und friedlichen Jahrzehnten, skeptischer Annäherung und grenzenloser Liebe. Persönliche Gegenstände geben Einblicke in Schicksale während der zahlreichen Kriege. Werbeplakate machen deutlich, wie selbst in Zeiten politischer Eiszeit der Handel mit anderen Ländern blühte. Zeitzeugen erinnern sich an die inspirierende Rede des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle 1962 in Ludwigsburg. Eine "Mauer der Vorurteile" zeigt, wie tief manche Vorbehalte gegenüber der EU sitzen.