Staustufe am Kneippbad Villingen, 1936
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Blick auf eine ca. 1 Meter hohe Staustufe in einem begradigten Fluss, umgeben von Wiese und Bäumen. Unterhalb der Stufe im sprudelnden Wasser mit steinigem Grund baden sieben Erwachsene.
1894 wurde in Villingen ein Kneippverein gegründet, welcher erste Ideen für ein Flussbad und Kurhaus entwickelte. Ein Badbau im Kirnachtal kam aber erst in den 1930ern zu Stande. Mit der Ausrichtung des Ortes als Kneippkurort wollte der nationalsozialistische Bürgermeister Schneider den Schwarzwaldtourismus und die Volksgesundheit fördern. Der Bau war außerdem eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Erwerbslose der Region. Daher wurde zwischen dem Mühlenkanal und der Brigach ein Naturbad angelegt. Weiterhin gehörte zum Konzept ein Kneipphaus (Waldstraße), ein Satantorium (Obere Waldstraße) und der repäsentative Kurpark. Dieser wurde östlich des Schwimmbades angelegt. 500 qm Wasserfläche, Kabinenhaus, großes Becken 20x50x2 Meter, Planschbecken, mehrere Wassertretstellen. Gussanwendungen konnten Kurgäste 1934 im Kurmittelhaus erhalten. Beim Badbau wurde auch der Lauf der Brigach verbreitert und der Bach aufgestaut. So entstand auch ein Gondelteich. Erfrischungen wurden in einem Milchhaus auf dem Gelände angeboten. Ursprünglich war der Kurpark ein Bestandteil des 600 Meter langen Badgeländes. Heute sind die Areale getrennt.
Inventarnummer
1991/0140/130184
Sammlung
Postkartenverlag Gebrüder Metz
Abmessungen
Höhe: 10.0 cm, Breite: 15.0 cm
Material/Technik
Glasnegativ; Fotografie
Hergestellt
Wann: 01.07.1936-31.07.1936
Personen
Kneippschwimmbad Villingen
Ort
Villingen (Villingen-Schwenningen)
Aufgenommen
01.07.1936-31.07.1936, Villingen (Villingen-Schwenningen)
Lizenzierung Metadaten
Meta-Daten CC BY-NC-SA © Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Permalink
https://www.hdgbw.de/digitale-sammlung/staustufe-am-kneippbad-villingen-1936-1991-0140-130184/