Pressemitteilung von 19.01.2026
Angebote zum Gedenktag an die NS-Opfer
Stuttgart (hdgbw) – Eine Dokumentarfilm-Preview, ein Gespräch mit einer Holocaust-Überlebenden und Führungen durch mehrere Ausstellungen bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg rund um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.
Ein Vierteljahr vor dem Kinostart ist in Kooperation mit dem Haus des Dokumentarfilms am Sonntag, 25. Januar 2026, in einer Matinee um 11 Uhr im Haus der Geschichte der experimentelle Dokumentarfilm „Holofiction“ zu sehen. Der Filmvorführung schließt sich ein Gespräch mit dem deutsch-polnischen Regisseur Michal Kosakowski an. Der Ausgangspunkt für seine Arbeit an diesem Film war die Feststellung des französischen Journalisten und Filmemachers Claude Lanzmann, dass Fiktion eine Übertretung sei und bestimmte Dinge nicht dargestellt werden dürften. Kosakowski hat mit Archivbildern aus mehr als 3.000 fiktionalen Filmwerken, die den Holocaust thematisieren, ein eigenes neues Werk montiert. Es reflektiert ikonografische Bildschöpfungen auf eindringliche Weise und lädt ein, über Erinnerungskultur und der Verantwortung gegenüber der Vergangenheit nachzudenken. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bis zum 23.1. ist erforderlich unter: veranstaltungen@hdgbw.de.
Die Führung „Verhaftet, beraubt, verschleppt“ im Erinnerungsort Hotel Silber am Sonntag, 25. Januar 2026, um 16 Uhr widmet sich der rassistischen Ausgrenzung während der NS-Zeit und legt den Schwerpunkt auf die Rolle von Gestapo und Kriminalpolizei an der Verfolgung von Sinti und Roma. Die Führung kostet fünf Euro. Anmeldung: bis zum 23.1. unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.
Im Haus der Geschichte setzt sich die Führung „Ausgegrenzt, verfolgt und ermordet“ am Dienstag, 27. Januar 2026, um 14 Uhr mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik auseinander. Dabei blickt sie auch auf den Antisemitismus in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Kosten: fünf Euro (zzgl. Eintritt).
Ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Inge Auerbacher gibt es am Dienstag, 27. Januar 2026, um 17.30 Uhr im Erinnerungsort Hotel Silber. Dabei wird auch das Buch „Erinnerung für heute und morgen“ vorgestellt, das von ihr mit herausgegeben wurde. Der Band geht der Frage nach, wie die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in der Grundschule vermittelt werden können und welche Formen des Erinnerns Empathie, Zivilcourage und ein entschiedenes Handeln gegen Antisemitismus und andere Ressentiments fördern. Kooperationspartner der Veranstaltung sind die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs, die Stiftung Geißstraße und die Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber. Der Eintritt ist frei. Anmeldung: bis zum 23.1. unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.