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Baden-Württemberg
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Pressemitteilung von 18.03.2026

Ausstellung zu rechtsextremem Terror im „Hotel Silber“

Stuttgart (hdgbw) – Rechtsextremer Terrorismus und rechtsextreme Gewalt bedrohten und bedrohen die Menschen und die Demokratie im Land. Eine Ausstellung im Erinnerungsort Hotel Silber in Stuttgart greift Fälle in Geschichte und Gegenwart auf: von der Ermordung des demokratischen Politikers Matthias Erzberger 1921 über die rechtsradikale Gewalt der 1990er-Jahre bis zu aktuellen Putschplänen von Kreisen sogenannter Reichsbürger. „Rechtsextremer Terror“ ist vom 19. März 2026 bis zum 14. Februar 2027 im „Hotel Silber“ in Stuttgart zu sehen. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg mit der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus im Generallandesarchiv Karlsruhe (DokRex).

„Etliche rechtsextreme Taten und die Absichten dahinter wurden öffentlich wenig wahrgenommen und werden deshalb oft unterschätzt. Das führt unsere Ausstellung vor Augen“, sagt Cornelia Hecht-Zeiler, Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. „Das Projekt beschränkt sich nicht auf die Darstellung historischer Fälle. In der Ausstellung und bei Veranstaltungen, gemeinsam mit einem beachtlichen Netzwerk an Einrichtungen und Initiativen, laden wir alle Besucherinnen und Besucher ein, Haltung zu zeigen.“

Neben den Terrorakten selbst thematisiert die Ausstellung die Perspektiven der Betroffenen, gesellschaftliche Reaktionen und die juristische Aufarbeitung. Projektleiter Christopher Dowe: „Rechtsextremer Terror ist kein Phänomen der Vergangenheit, und die Taten sind keine Einzelfälle. Die Gewalt hat über die Jahrzehnte hinweg klare Ziele: bei den Einen Angst zu verbreiten, bei den Anderen Zustimmung und Nachahmung zu erzeugen, um die Demokratie zu zerstören.“

Originalobjekte zeugen im „Hotel Silber“ von der menschenverachtenden Ideologie und von der mörderischen Entschlossenheit der Terroristen. Brandsatzreste und Tatortfotos erinnern an oftmals vergessene, tödliche Anschläge. Ein Baseballschläger und Plattencover stehen für das brutale Wiedererstarken der radikalen Rechten in den Neunzigern. Das grausame Weltbild des Nationalsozialistischen Untergrunds verdeutlicht ein zynisches Brettspiel. In der Ausstellung laden aber auch interaktive Stationen dazu ein, über den eigenen Beitrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus nachzudenken.

Die Geschichte der deutschen Demokratien ist auch eine Geschichte der Gewalt gegen sie. Bereits in der Weimarer Republik versuchten Rechtsextreme mit Terror, die Demokratie zu zerstören. Es gelang ihnen, und der Weg führte in die nationalsozialistische Diktatur. Aus dem Terror der Straße wurde Terror des Staates.

Die Bundesrepublik Deutschland war von Anfang an und ist immer noch Ziel rechtsextremen Hasses. Versöhnung und Annäherung nach zwei Weltkriegen, eine offene Gesellschaft und das Recht auf die freie Entfaltung aller Menschen bleiben Feindbilder für den Rechtsextremismus.

Zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern bietet das Haus der Geschichte ein vielfältiges Programm zu der Ausstellung an, mit Diskussionen, Führungen, Vorträgen, Theater und weiteren künstlerischen Veranstaltungen. Die erste öffentliche Führung durch „Rechtsextremer Terror“ im Erinnerungsort Hotel Silber findet am Mittwoch, 25. März 2026, um 17 Uhr statt.

Der Eintritt in die Ausstellung „Rechtsextremer Terror“ kostet 4 Euro (ermäßigt 3 Euro).

Weitere Informationen zum Programm und zur Ausstellung: https://www.hdgbw.de/ausstellungen/rechtsextremer-terror/

Projektleiter: Dr. Christopher Dowe
Kurator*innen: Lea-Theresa Berg, Dr. Sebastian Dörfler, Natalia Kot, Friedemann Rincke, Sarah Stewart
Ausstellungsgestaltung: Büroberlin, Visual Space Agency