Pressemitteilung von 17.09.2026
Führung und Gesprächsveranstaltung zu rechtsextremer Gewalt im „Hotel Silber“
Stuttgart (hdgbw) –Der Mord an Matthias Erzberger und die rechte Gewalt in den 1990er Jahren sind Themen im Programm der Ausstellung „Rechtsextremer Terror“ im Erinnerungsort Hotel Silber. Der Fokus der Themenführung am Sonntag, 27. September 2026, um 16 Uhr liegt auf dem Mord an Erzberger im Jahr 1921: Wie wurde der Politiker zum Feindbild? Welche Absichten standen hinter der Tat? Und wie reagierte der Staat auf die Gewalt? Die Führung durch die Ausstellung „Rechtsextremer Terror“ kostet 5 Euro (zzgl. Eintritt). Anmeldung bis 25.9.: veranstaltungen-hs@hdgbw.de
Um „Rechte Gewalt und staatliches Gewaltmonopol“ in den 1990er Jahren und aktuelle Entwicklungen in Europa geht es bei der Gesprächsveranstaltung am Mittwoch, 30. September 2026, um 19 Uhr im „Hotel Silber“. Der Historiker Pablo Schmelzer (Hamburger Institut für Sozialforschung) beleuchtet in seinem Vortrag die Debatte um das erodierende staatliche Gewaltmonopol, die sich angesichts der Allgegenwart brennender Asylunterkünfte, patrouillierender Bürgerwehren und sich formierender Selbstverteidigung migrantischer Communities in den „Baseballschlägerjahren“ entfaltete. Anschließend richtet die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Léonie de Jonge (Institut für Rechtsextremismusforschung Tübingen) in einem Impuls den Blick auf die heutige extreme Rechte in Europa und ihren Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Kooperationspartner*innen sind die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, das Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Uni Tübingen und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 28.9. unter http://www.akademie-rs.de/vakt_26423