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Pressemitteilung von 26.09.2025

Was ist eine wehrhafte Demokratie? Historische und aktuelle Perspektive auf den Südwesten

Stuttgart (hdgbw) – Wie kann sich eine Demokratie gegen ihre Feinde verteidigen? Diese Frage wird angesichts zahlreicher gegenwärtiger Bedrohungen kontrovers diskutiert. Mit einem Blick zurück in die Vergangenheit will das Stuttgarter Symposion am Freitag, 17. Oktober 2025, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses unter dem Titel „Was ist eine wehrhafte Demokratie?“ diese Debatten bereichern. Wie wehrhaft war die Weimarer Demokratie? Welche Lehren wurden aus Weimar für die Bundesrepublik gezogen? Kann staatliches Handeln überhaupt eine Demokratie wirksam schützen?

Die Referentinnen und Referenten beschäftigen sich mit zentralen Aspekten der Wehrhaftmachung einer Demokratie. Sie verbinden den Blick auf die Weimarer Republik mit der Analyse der Bundesrepublik und schlagen den Bogen bis zur Gegenwart.

PD Dr. Tobias Kaiser (Berlin/Jena) widmet sich dem Schutz von Parlamenten. Sie sind gefährdete Orte, die besonders geschützt werden müssen. Gefährdet werden können Parlamente von außen, aber auch von innen durch lähmende Obstruktion und Antiparlamentarismus.

Dr. Sebastian Rojek (Stuttgart) spricht am Beispiel Stuttgarts über die Wehrhaftigkeit und politische Gewalt von der späten Weimarer Republik bis in die frühe Bundesrepublik. Welche Akteure rangen um Sichtbarkeit und Kontrolle des öffentlichen Raums in der Stadt? Wie wurde versucht, Gewalt zu verhindern und welche Begleitdebatten über Fragen demokratischer Wehrhaftigkeit waren hiermit verbunden?

Dr. Moritz Fischer (RTHW Aachen) beschäftigt sich mit den Parteienverboten in der deutschen Geschichte des langen 20. Jahrhunderts. Er fragt dabei insbesondere, weshalb gerade in der Ära Adenauer die ersten und einzigen erfolgreichen Verbotsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik durchgeführt wurden.

Dr. Maren Richter (München) behandelt den Personenschutz der wichtigsten Repräsentanten des Staates. Wie gingen Politiker und ihre Familien mit dem ständigen Personenschutz um? Wie veränderte sich ihr Verhalten im öffentlichen und privaten Raum?

Prof. Dr. Vanessa Conze (KU Eichstätt-Ingolstadt) spricht über die Verfassungstreue von Beamten. Bereits in der Weimarer Republik, aber auch in der Bundesrepublik sollten durch eine Vereidigung, aber auch durch das Dienstrecht die Verfassungstreue von Staatsdienern garantiert werden. Dies verhinderte jedoch nicht, dass um die Fragen der politischen Treue im 20. Jahrhundert heftige Konflikte entbrannten.

Dr. Stefanie Palm fragt nach der Pressefreiheit als wichtigem Baustein der wehrhaften Demokratie. Die politischen Auseinandersetzungen um Rechte und Pflichten einer freien Presse in der Bundesrepublik ordnet die Referentin historisch ein und zeigt Kontinuitäten auf, die bis in das Deutsche Kaiserreich zurück reichen.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de erforderlich. Das Stuttgarter Symposion ist eine Kooperationsveranstaltung des Stadtarchivs Stuttgart, des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof Stuttgart.