Zum Inhalt springen

 

Dienstag bis Sonntag und
an Feiertagen
10 – 17 Uhr,
Donnerstag 10 – 20 Uhr,
Montag geschlossen

Öffnungszeiten

Anfahrt und Kontakt
Haus der Geschichte
Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 16
D-70173 Stuttgart

besucherdienst@hdgbw.de
+49 711 212 3989

Anreise planen

Eintrittspreise

Dauerausstellung
7 Euro, ermäßigt 5 Euro

Sonderausstellung
6 Euro, ermäßigt 3 Euro

Freitag: Eintritt frei

Kinder und Jugendliche: Eintritt frei

Ermäßigungen

Geschichts­vermittlung

Barrierefreier Besuch
mehr Informationen
Menschen sitzen in einem Vortragssaal.
Menschen sitzen in einem Vortragssaal.
  • Vorträge und Lesungen

Aufbrüche und Umbrüche – Die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland seit 1945

Historisches Symposion im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen Stuttgart


Datum
13.11.2025
14:30 Uhr



Standort
Haus der Geschichte


Die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde in Stuttgart vor 80 Jahren bietet Anlass zum diesjährigen Motto der gesamten Veranstaltungsreihe „Mitten dabei – 80 Jahre jüdisches Leben in Stuttgart“. Davon ausgehend soll das historische Symposium nicht bei Stuttgart und der Zeit nach 1945 stehenbleiben, sondern unter verschiedenen Aspekten die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland bis heute zum Thema haben.
Bereits kurz nach Kriegsende taten sich in einigen Städten, darunter Stuttgart, jüdische Menschen zusammen mit dem Ziel, ein jüdisches Gemeindeleben wiederaufzubauen. Am 2. Juni 1945 fand in Stuttgart wieder der erste jüdische Gottesdienst statt. Deutschland wurde in den Folgejahren immer wieder zum Ziel jüdischer Zuwanderer aus Ländern, in denen sie sich bedroht fühlten. Allerdings wanderten im Gegensatz zu Israel und den USA bis zum Fall der Mauer nur einige tausend Jüdinnen und Juden ein.
Seit den 1980er Jahren präsentierte sich die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik, vertreten durch den Zentralrat der Juden in Deutschland, zunehmend mit eigenen Initiativen und Forderungen in der Öffentlichkeit. Zudem erstarkte das Interesse an jüdischen Themen und dem Schicksal der Jüdinnen und Juden. Neben dem Interesse an der Zeit der Vernichtung trat auch die Beschäftigung mit der reichen jüdischen Geschichte und den Resten des jüdischen Lebens in der Gegenwart. Neue jüdische Museen wurden gegründet und neue universitäre Einrichtungen zur Erforschung und Lehre der jüdischen Geschichte und Kultur eingerichtet.
Dennoch blieb die jüdische Gemeinschaft klein und überalterte zunehmend. Die entscheidende Veränderung kam mit dem Fall der Mauer und der Öffnung der Sowjetunion. Ein Teil jüdischer Auswanderer aus den GUS-Staaten gelangt seitdem nach Deutschland. Innerhalb nur weniger Jahre hat sich die jüdische Gemeinschaft vervierfacht, und sie wächst weiter an.

Die Referenten:

Dr. Joachim Hahn, Plochingen
Der Neuaufbau der jüdischen Gemeinde in Stuttgart in den ersten Jahren nach 1945

Rabbiner Dr. Joel Berger, Stuttgart
Wie habe ich um 1980 die jüdische Gemeinde in Stuttgart vorgefunden?

Günter Jek, Berlin
Bilanz der Integration der Einwanderer aus den ehemaligen GUS-Staaten

Prof. Dr. Philipp Lenhard, München
Die deutschen Juden und Israel: Geschichte einer Beziehung von den Anfängen bis zum 7. Oktober 2023

Moderation: Susanne Wetterich

Anmeldung: veranstaltungen@hdgbw.de / Telefon 0711 / 212 3975

Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus Sicherheitsgründen alle Taschen kontrollieren, die mit in den Veranstaltungsaal genommen werden. Alternativ können Sie Ihre Taschen auch in den Schließfächer an der Garderobe einschließen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung und den Jüdischen Kulturwochen