- Führung
“Ge(k)lebte Erinnerungen”
Einblicke in die jüdische Familiengeschichte Guggenheim-Heilbronn
Datum
13.09.2026
14:00 Uhr
Standort
Jüdisches Museum Gailingen
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Zum Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13.09.2026, öffnet das Jüdische Museum Gailingen die Türen seines Museumsarchivs.
Besucherinnen und Besucher erhalten lebendige Einblicke in die Familienjournale, Tagebücher, Fotoalben und Korrespondenzen der traditionsreichen, über vier Generationen in Gailingen ansässigen Familie Guggenheim-Heilbronn.
In die Familienchroniken geklebte Fotos, Postkarten, Dokumente und handschriftliche Notizen sowie Zeitungsartikel erzählen von einem wechselvollen jüdisch- nichtjüdischen Zusammenleben und jüdischer Alltagsgeschichte in Gailingen, der Schweiz und Kenia. Als Collagen gestaltete Familienjournale schichten und spiegeln verschiedene Zeitebenen und Lebensgeschichten simultan. Für Betrachterinnen und Betrachter eröffnen sich multiperspektivische Erinnerungsräume von faszinierender Anschaulichkeit, ja Authentizität.
Die Archivalien werfen einen Spiegel auf die Zeitgeschichte von ca. 1870 bis in die 1950er Jahre. Die Geschichten der Familie Guggenheim-Heilbronn erzählen von jüdischer Emanzipation, der Blütezeit und dem Niedergang der jüdischen Landgemeinde Gailingen, jüdischem Alltagsleben während des deutschen Kaiserreiches, der Zeit des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik und der gewaltsamen Entrechtung, Verfolgung und Vertreibung während des Nationalsozialismus bis zur Emigration nach Kenia.
Die Archivalien werden im Erdgeschoss des Jüdischen Museums im Guggenheim Saal ausgestellt und können unter Aufsicht betrachtet werden. Um 11 Uhr und 14 Uhr führt die Museumleitung Dr. Ina Appel in einem 60-minütigen Bildvortrag in den Familiennachlass und die Familiengeschichten Guggenheim-Heilbronn ein.
Eintritt frei.