Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Optimierung des Informationsangebotes. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

 /  / 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Museum

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2018

„Hotel Silber“ öffnet am 4. Dezember

Pressemitteilung, 30. November 2018

Stuttgart (hdgbw) – Vom Ort der Polizei und des NS-Terrors zum Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung: Das „Hotel Silber“ in Stuttgart wird am 4. Dezember mit einer Veranstaltungswoche eröffnet. In der ehemaligen Gestapozentrale in der Dorotheenstraße ist eine Dauerausstellung zu Polizei und Verfolgung zu sehen. Sie beschäftigt sich auf rund 300 Quadratmetern mit Tätern und ihren Opfern, mit der Institution Polizei und ihrer Rolle in den politischen Systemen mehrerer Jahrzehnte. Die Einrichtung entstand als Bürgerbeteiligungsprojekt mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg als Träger und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. Der Eintritt ist frei bis Ende 2019. Die Gesamtkosten tragen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart.

„Das ,Hotel Silber‘ ist ein Projekt gegen Nationalismus und Geschichtsvergessenheit“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski bei der Eröffnungspressekonferenz am 30. November 2018. „An diesem konkreten Ort wird erfahrbar, dass Geschichte nicht einfach von einem Tag auf den anderen beginnt oder endet, sondern dass es Vorläufer und Nachwirkungen gibt. So zeigt sich, dass wir gegenüber ersten Signalen von Veränderungen und Gefährdung achtsam sein müssen.“

„Nach 18 Monaten Bauzeit ist der Umbau des ,Hotel Silber‘ erfolgreich abgeschlossen, und das Gebäude kann nun als Lern- und Erinnerungsort genutzt werden. Das Land hat für den Umbau knapp 4,5 Millionen Euro investiert“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. „Dieses Geld ist gut angelegt: Wir bewahren und erhalten unsere geschichtsträchtigen Gebäude, auch bedrückende Geschichte machen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern so in anschaulicher Weise zugänglich.“

Das 1873 nach seinem Besitzer Heinrich Silber benannte Gebäude behielt im Volksmund stets seinen Namen – auch noch, als es in der NS-Zeit Leitstelle der Geheimen Staatspolizei für Württemberg und Hohenzollern war, davor von der Politischen Polizei und danach von der Kriminalpolizei genutzt wurde.

Als einen „der schrecklichen Orte in der Stuttgarter Geschichte“ bezeichnete der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Fritz Kuhn, das „Hotel Silber“ und warnte davor, den Horror der NS-Zeit zu verdrängen. „Diesen lange fälligen Erinnerungsort einzurichten, ist auch ein Zeichen gegen das Wiederaufkommen von menschenfeindlichem und totalitärem Gedankengut. Die Erinnerung kann verhindern, dass Verbrechen sich wiederholen.“ Er bedankte sich „bei den ehrenamtlichen Initiatoren und allen Unterstützern, die diesen wichtigen Ort in der Regie des Hauses der Geschichte möglich gemacht haben“.

Als „ein bundesweit einmaliges Projekt“ bezeichnete Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Direktor des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, das Museum. „Hier kann die Entwicklung der Polizei in Württemberg von der Weimarer Republik über den Terror des Nationalsozialismus bis zu den Anfängen nach 1945 und in der Bundesrepublik gezeigt werden. Gleichzeitig werden bedrückende Kontinuitäten in der Opferverfolgung deutlich, die eine stetige Mahnung für den Erhalt der Menschenrechte für uns heute bedeuten.“

Die beiden Vorsitzenden der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber hoffen, „dass hier ein Ort entsteht, der dem Vergessen und der grassierenden Umdeutung der NS-Geschichte entgegenwirkt“, sagte Harald Stingele. Zehn Jahre nachdem die Abrisspläne bekannt wurden, sei nun ein Ziel erreicht. Jetzt gehe es um die Zukunft, so Elke Banabak: „Wird hier das Bewusstsein für die Gefährdung unserer Demokratie geschärft? Wird die Bürgerschaft das Haus nutzen, um sich hier über Grundfragen des Zusammenlebens in einer vielfältigen Gesellschaft zu verständigen?“

Das „Hotel Silber“ öffnet am Dienstag, 4. Dezember 2018, seine Pforten. An dem Abend gibt es eine öffentliche Einführung mit Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. Von Dienstag bis Freitag werden um 12.30 Uhr Kurzführungen und um 17 Uhr die Reihe „Speakers‘ Corner“ zu Grundthemen der Einrichtung wie Menschenwürde oder Ausgrenzung angeboten. Am 5. Dezember (19 Uhr) gibt es ein Zeitzeugengespräch. Eine Vielfalt an Angeboten bestimmt das Wochenende 8./9. Dezember: Stadterkundungen, Swing-Fest, Lesung, Präsentationen von Gedenkstätten und zahlreiche Führungen.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden sich im Internet unter www.geschichtsort-hotel-silber.de

Aktionstag zum 100. Jahrestag der Revolution im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 30. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – Zum 100. Jahrestag der Revolution bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Freitag, 9. November 2018, zwei besondere Führungen an. Sie beschäftigen sich mit der Revolution 1918, der Zeitenwende und der jungen Demokratie im Südwesten. Kuratorin Dr. Franziska Dunkel führt um 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung „Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924“. Um 18 Uhr folgt eine exklusive Führung mit Museumsleiter Prof. Dr. Thomas Schnabel. Die Führungen kosten jeweils 10 Euro inkl. Eintritt. Eine Anmeldung ist unter 0711/2123989 oder veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de erforderlich. Die Ausstellung „Vertrauensfragen“ ist an diesem Tag bis 20 Uhr geöffnet.

Ganztägig freier Eintritt und kostenlose Abschlussführung im Museum auf dem Hohenasperg

Pressemitteilung 29. Oktober 2018

Asperg (hdgbw) – Zum Saisonende am Sonntag, 4. November 2018, gibt es im Museum auf dem Hohenasperg ganztägig freien Eintritt. Um 15 Uhr bietet das Museum die kostenlose Abschlussführung "Hohenasperg ein deutsches Gefängnis" an.

Feiertagsführungen und eine Familienführung in den Museen des Hauses der Geschichte

Pressemitteilung  25. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – An Allerheiligen, 1. November 2018, bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zusätzliche Führungen durch mehrere Museen. Im Haus der Geschichte gibt es um 14.30 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung und um 15.30 Uhr eine durch die Sonderausstellung „Vertrauensfragen“. Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Stauffenberg-Erinnerungsstätte und das Museum Hohenasperg können am Feiertag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die öffentliche Führung beginnt in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte um 14.30 Uhr, im Museum Hohenasperg um 15 Uhr.

Am folgenden Sonntag, 4. November 2018, gibt es um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte eine Familienführung zum Thema „Gleiche Rechte für alle. Starke Frauen im Südwesten“.

Der Ministerpräsident und das Vertrauen: Diskussion im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 24. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – Über „Vertrauensfragen in Politik und Gesellschaft“ sprechen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Historikerin Ute Frevert am Donnerstag, 15. November 2018, um 19.30 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Vertrauen ist alles: wichtigstes Kapital der Politik, das mühsam gewonnen und schnell verloren wird, Schlüsselwort in der Werbung, im Verlustfall Krisenauslöser. Der Ministerpräsident und die Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung diskutieren über Vertrauen in Politik und Gesellschaft früher und heute sowie über die Karriere eines schwer fassbaren Begriffs. Es moderiert die für den SWR tätige Journalistin Silke Arning.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung bis 13. November erforderlich.

Führung über Vertrauen und Gesellschaftskritik im Haus der Geschichte und in der Staatsgalerie

Pressemitteilung  17. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – Aufbrüche, Gefährdungen und schwierige Kontinuitäten in der Weimarer Republik sind das Thema einer Tandemführung in der Staatsgalerie und in der Sonderausstellung „Vertrauensfragen“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Am Donnerstag, 25. Oktober 2018, um 18 Uhr widmet sie sich unter anderem Werken von Malern und Graphikern wie dem „Streichholzverkäufer“ von Otto Dix. Das Bild gilt als eine Ikone der kritischen künstlerischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in der ersten deutschen Demokratie. Es führen Steffen Egle und Dr. Caroline Gritschke. Treffpunkt ist im Foyer des Hauses der Geschichte. Die Führung kostet 11 € (inkl. Eintritt). Eine Anmeldung unter veranstaltungen@hdgbw.de oder 0711/2123989 wird erbeten.

Gespräch zu deutsch-amerikanischer Fahne

Pressemitteilung  16. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – Ein neues Objekt im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist der Anlass für ein Gespräch über deutsche Revolutionäre im amerikanischen Bürgerkrieg am Donnerstag, 25. Oktober, um 15 Uhr: 1861 übergab die Mannheimerin Amalie Struve dem 8. New Yorker Infanterie Regiment eine Fahne mit den amerikanischen Streifen und Schwarz-Rot-Gold. Deutsch-amerikanische Soldaten fochten zwei Jahre unter diesem Symbol des „Kampfes für Freiheit in zwei Ländern“ – der deutschen Revolution von 1848/49 und dem US-Bürgerkrieg. Dieses spannende deutsch-amerikanische Objekt ist nun erstmals im Haus der Geschichte zu sehen und wird im Rahmen der American Days Stuttgart in die Ausstellung eingebracht.

Das Gespräch „Mannheim – New York – Stuttgart“, an dem auch das US-Generalkonsulat Frankfurt teilnimmt, beleuchtet die Geschichte des Ausstellungsstücks und der deutschen Revolutionäre im amerikanischen Bürgerkrieg. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de oder Telefon 0711-2123-989 möglich.

Revolutionstheater im Haus der Geschichte: „Auf Anfang“

Pressemitteilung  15. Oktober 2018

Stuttgart (hdgbw) – Die Ereignisse der Revolution rund um den 9. November 1918 kommen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg auf die Bühne: Das mehrfach preisgekrönte Theater unter der Dauseck lässt mit dem Stück „Auf Anfang“ am Donnerstag, 25. Oktober 2018, um 20 Uhr die Zeit vor 100 Jahren in farbigen Bildern lebendig werden. Im Jahre 1918 scheint plötzlich alles möglich: Noch bevor der Krieg endet, wird das Land nicht mehr monarchisch regiert. Württemberg ist freier Volksstaat. Gleichzeitig wird das Wahlrecht für Alle verkündet. Die Inszenierung von Walter Menzlaw vom Chawwerusch Theater Herxheim/Pfalz bedient sich dafür der damals neuartigen Form der Revue mit vielfältigen musikalischen Anklängen.

Das Stück des Theaters unter der Dauseck ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung "Vertrauensfragen" und kostet 19 €, erm. 8 €. Eine Anmeldung ist unter veranstaltungen@hdgbw.de oder 0711/2123989 erbeten.

„Vertrauensfragen“: Historisch und hochaktuell

Pressemitteilung 28. September 2018

Stuttgart (hdgbw) – Mit der Großen Landesausstellung „Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924“ verbindet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg historische Objekte zur frühen Weimarer Republik mit hochaktuellen Diskussionen. Die Ausstellungsstücke und ihre Geschichten machen deutlich, welche großen Umwälzungen die Menschen vor hundert Jahren bewältigten. Mitmachstationen motivieren, Stellung zu beziehen zu Themen wie Teilhabe, Vielfalt oder Glaubwürdigkeit in der Gegenwart. Und Interviews regen zum Nachdenken darüber an, was uns die Vertrauensfragen in Politik und Gesellschaft heute noch angehen.

Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Leiter des Hauses der Geschichte, betonte beim Eröffnungsmediengespräch am 28. September 2018 die „großartigen Leistungen dieser ersten Demokratie auf deutschem Boden“: „Die Republik von Weimar hat Krisen gemeistert, die der Bundesrepublik bisher erspart geblieben sind.“ In der Ausstellung werde darum „die Weimarer Republik von ihren Anfängen her betrachtet und nicht alles aus dem Blickwinkel des Scheiterns 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten“.

Dass die Revolution im Südwesten vergleichsweise unblutig verlief, führt Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger auch zurück auf „den Vertrauensvorschuss, den Parlamentarismus und Demokratie in Baden und Württemberg schon im 19. Jahrhundert genossen hatten“. Die Ausstellung blickt darauf, wie im Ersten Weltkrieg das Vertrauen in die Monarchie verschwand und aus der Revolution die erste Demokratie in Baden und Württemberg entstand. Sie schaut der jungen Republik beim Wachsen und beim Werben um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu.

„Was schafft Vertrauen? Das ist die Leitfrage der Ausstellung“, sagte Paula Lutum-Lenger und nannte Beispiele: Welche vertrauensbildenden Maßnahmen wurden ausprobiert, welche hatten Erfolg? Was hatte es mit dem Versprechen von „Ruhe und Ordnung“ auf sich, welcher Preis wurde für die erhoffte Stabilität bezahlt? Welche Hoffnungen setzte der Umbruch frei und welche Befürchtungen?

Sechs sogenannte Foren setzen sich mit Grundbedingungen des Demokratievertrauens auseinander: Teilhabe, Sicherheit, Zusammenarbeit, Vielfalt, Zugehörigkeit und Glaubwürdigkeit. Die Foren präsentieren historische Ausstellungsstücke mit ihren Geschichten und animieren in ihrem Inneren mit interaktiven Elementen zur Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Demokratie.

Zu den rund 250 Exponaten gehört eine Kutsche des abgedankten württembergischen Königs, Stoffpuppen aus der ersten Waldorfschule oder ein eigens für die Ausstellung restauriertes Fragment des Aufklärungsfilms „Der Weg, der zur Verdammnis führt“. Außerdem gibt es zahlreiche Plakate und Dokumente wie das Original-Telegramm mit der Nachricht von der Abdankung des Deutschen Kaisers am 9. November 1918 zu sehen. Die erste Rede einer Abgeordneten vor einem deutschen Parlament, die Marianne Weber am 15. Januar 1919 hielt, ist in einer Tonstation nachhörbar.

An den Mitmachstationen können Besucherinnen und Besucher digital über Wahlfragen abstimmen, mit Wollfäden an einem Teppich der Zugehörigkeit weiterknüpfen, Fake News aus dem Internet entlarven oder sich auf einer interaktiven Bodenprojektion in Sachen Sicherheit oder Freiheit positionieren. Im Forum „Vielfalt“ steht eine Sitzbank mit elektronischem Textlaufband, das anzeigt, wer sich auf die Bank setzen soll.

Das Begleitprogramm mit zahlreichen Kooperationspartnern erweitert das Bild von der Zeit und vertieft die aktuellen Vertrauensthemen. Dazu gehören Führungen, Vorträge und Gespräche – u.a. mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann – ebenso wie künstlerische Darbietungen, darunter ein Theaterstück über die Revolution in Stuttgart.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden sich im Internet unter www.vertrauensfragen.de

Film über RAF-Sympathisanten im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 4. September 2018

Stuttgart (hdgbw) - Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zeigt am Donnerstag, 13. September 2018, um 19 Uhr im Otto-Borst-Saal den aktuellen Dokumentarfilm „Sympathisanten – Unser Deutscher Herbst“. Regisseur Felix Moeller lässt in seinem Film die aufgeladene Epoche der 1970er Jahre in eindringlichen, emotionalen Bildern wieder aufleben. In Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta und seinem Stiefvater Volker Schlöndorff sowie mit zeitgenössischen Dokumenten erzählt er den Deutschen Herbst als Familiengeschichte, Filmgeschichte und Gesellschaftsporträt.
Zu Wort kommen auch Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider, René Böll, Christof Wackernagel, Marius Müller-Westernhagen, Karl-Heinz Dellwo und weitere Weggefährten. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit dem Regisseur Felix Moeller statt. Der Eintritt kostet 7 €.

Spannende Führungen und freier Eintritt am Tag des offenen Denkmals

Pressemitteilung 30. August 2018

Stuttgart/Asperg (hdgbw) - Zum Tag des offenen Denkmals bieten die Stauffenberg-Erinnerungsstätte in Stuttgart und das Museum Hohenasperg am Sonntag, 9. September 2018, freien Eintritt und jeweils eine kostenfreie Führung. Beide Museen sind an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Führung in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte beginnt um 14.30 Uhr, die auf dem Hohenasperg um 15 Uhr.

Die Ausstellung „Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis“ gewährt Einblicke in das Leben von 23 Häftlingen – von der herzoglichen Hofsängerin bis zum NS-Täter – und zeigt, wie sich die Strafe des Freiheitsentzugs über drei Jahrhunderte entwickelt hat. Das Thema der diesjährigen Kuratorenführung lautet „Auswanderung, Flucht, Verschleppung – Hohenasperg und das Ausland“. Der Denkmaltag 2018 betrachtet unter dem Motto „Sharing Heritage“ internationale Einflüsse auf die Kultur. Die Kuratorenführung im Museum Hohenasperg stellt ausgewählte Häftlinge vor, für die das Ausland bedeutend war: als Auswanderungsziel, als Fluchtort oder als Herkunftsland.
Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte ist Berthold und Claus Schenk Graf von Stauffenberg gewidmet. Sie schildert die Lebenswege der beiden Brüder von der Kindheit und Jugend in Stuttgart bis zum Widerstand gegen Hitler, der mit ihrem gewaltsamen Tod endete.

Themenführung zur jüdischen Geschichte im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 23. August 2018

Stuttgart (hdgbw) - Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur widmet sich am Sonntag, 2. September 2018, um 14.30 Uhr eine Themenführung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg  der jüdischen Geschichte im deutschen Südwesten. Die Führung skizziert auch den langen Weg der Integration der Juden in die europäische Gesellschaft. Treffpunkt ist im Foyer. Die Führung kostet 5€.

Des Volkes Stimme. 200 Jahre – ein Kalender zur Partizipation

Stuttgart – Der Online-Kalender www.des-volkes-stimme.de bietet multimediale Beiträge zu markanten Daten der Partizipation im deutschen Südwesten. Was initiierten die Mössinger, um an den Generalstreik gegen Hitler in ihrem Ort zu erinnern? Warum gibt es keine aufwendige badische Verfassungsurkunde von 1818? Was denken Passanten heute über den Kampf der 1848er um bürgerliche Rechte? Ein Gemeinschaftsprojekt der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler und des Hauses der Geschichte illustriert die Entwicklung der Partizipation im Land – vom 200. Jahrestag der badischen Verfassung (22. August 2018) bis zum 200. Jahrestag der württembergischen Verfassung (25. September 2019).

„Partizipation, Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung brauchen und nutzen die Bürgerinnen und Bürger bis heute. Dass sich aktuell so viele Menschen gemeinnützig einsetzen, hat eine lange Tradition“, sagte Veronika Kienzle, Referentin der Staatsrätin, beim Startschuss des Projekts am 22. August im Haus der Geschichte. „Unser Projekt soll vor allem ermuntern sich zu engagieren“

Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Leiter des Hauses der Geschichte, betonte: „Der Südwesten ist die Wiege der deutschen Demokratie. Hier setzt man sich seit Jahrhunderten für Freiheits- und Beteiligungsrechte ein und war immer bereit, dafür auch Verantwortung zu übernehmen.“

Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann, Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe, betonte am 200. Verfassungsgeburtstag die Bedeutung des Schriftstücks: „Mit der Verfassung von 1818 wurde in Baden die Grundlage für die politische Beteiligung der Staatsbürger an ihrem Gemeinwesen gelegt. Die Kompetenzen des monarchisch regierten Staates wurden begrenzt, was den Bürgern Freiheitsrechte sicherte. Im Selbstverständnis des Großherzogtums wurde die Konstitution als liberalste ihrer Zeit gefeiert.“

Das nun gestartete Online-Projekt beleuchtet, wie sich die Beteiligung der Bevölkerung in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft von den Verfassungen bis zu heutigen Initiativen entwickelt hat. Was wurde aus den Versprechen der badischen Verfassung, wann wurde sie gefeiert? Was wurde aus dem Saal, in dem die Verfassungsfreunde in Offenburg 1847 tagten? Was sagte die erste Frau in einem deutschen Parlament? Wie setzten sich Gläubige für den vom NS-Regime inhaftierten Landesbischof Theophil Wurm ein? Wie vereinigten sich Gegner von umstrittenen Großprojekten wie der Flughafenerweiterung in Echterdingen, dem Atomkraftwerk in Wyhl und Stuttgart 21 oder Befürworter von Einrichtungen wie der Synagoge in Wenkheim? Der Kalender stellt die Tradition und die Vielfalt der Bürgerbewegungen im Südwesten dar und spürt den Geschichten und Schicksalen hinter den weit mehr als hundert Daten nach. 

www.des-volkes-stimme.de

www.facebook.com/hausdergeschichte.bw

 

Zitate:

„Der starken Stimme des Volkes haben wir im Südwesten die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu verdanken: die Freiheit und die Demokratie.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

„Die Geschichte Württembergs und Badens zeigt deutlich: Ohne Einmischung in die eigenen Angelegenheiten gibt es keinen Fortschritt und keine Demokratie.“
Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung 

Themenführung zur Gründung Baden-Württembergs im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 16. August 2018

Stuttgart (hdgbw) –„Zerrissenes Land? Nein. Südweststaat JA!“ argumentierten die Befürworter der Ländervereinigung. „Baden den Badenern!“, appellierten die Gegner. Die Themenführung am Sonntag, 26. August 2018, um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg geht den Gründen für die heftige politische Auseinandersetzung um den Südweststaat nach und fragt, wie es nach der Volksabstimmung weiterging. Treffpunkt ist im Foyer. Die Führung kostet 5 € (zzgl. Eintritt).

Ein Fotografischer Schatz in Buchform

Pressemitteilung 3. August 2018

Stuttgart (hdgbw) - Hans Hildenbrand (1870-1957) war einer der Pioniere der Farbfotografie. Erstmals ist nun das gesamte Spektrum seines Werkes in einem aufwendigen Bildband zusammengefasst: etwa Aufnahmen der Sphinx in Ägypten oder vom Stuttgarter Schlossplatz, Frauen mit Bollenhüten vor Schwarzwaldhäusern oder Soldaten vor zerstörten Gebäuden in den Vogesen. Farbige Bilder aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, als die Welt noch fast ausschließlich in Schwarz-Weiß aufgenommen wurde. Das vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg herausgegebene, rund 300-seitige Buch widmet sich mit außergewöhnlichen Fotos und wissenschaftlichen Aufsätzen allen Schaffensphasen des Stuttgarter Fotografen.
"Mit dem Bildband rücken wir einen lange vergessenen fotografischen Schatz dauerhaft ins öffentliche Bewusstsein", sagte Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Leiter des Hauses der Geschichte, bei der Vorstellung des Bandes am 3. August im Haus der Geschichte. "Das Buch dokumentiert das beeindruckende Schaffen von Hans Hildenbrand - als angesehener Hofphotograph, als Vorreiter der Farbfotografie, der die Welt bereiste und das Deutschlandbild mitprägte."
Die Sammlung des Hauses der Geschichte umfasst alle Bestände Hildenbrands, die nach der Zerstörung seines Stuttgarter Ladengeschäfts im Zweiten Weltkrieg und nach dem Konkurs des von seinem Nachfolger geführten Geschäfts 1997 übrig geblieben und bekannt waren. Maßgeblich daran beteiligt: Dr. Dr. Rolf. H. Krauss. Der Fotohistoriker würdigte Hans Hildenbrand als "eine bedeutende Figur in der Geschichte der Fotografie. Er gehört zu jenen Pionieren, die eine wichtige Erfindung in die Praxis überführen. Er war ein Startup-Unternehmer, der die Medien farbig machte. Hildenbrand ist eine Entdeckung. Bislang nur Eingeweihten bekannt, nimmt er jetzt mit unserem Buch den Platz ein, der ihm gebührt."
Hildenbrand war als Hofphotograph erfolgreicher Teil des großbürgerlichen Stuttgart mit einem Atelier in bester Lage und nahm schon vor 1910 - kurz nach Einführung der neuen Autochromefarbfotografie - erste Farbbilder auf. Die Farbfotografie erkor er rasch zum Geschäftsprinzip. Er lieferte Motive für die Massenmedien der Zeit: Postkarten, Zeitschriften, Fremdenverkehrswerbung. Als einer der wenigen Fotografen machte er im Ersten Weltkrieg hinter der Front Farbaufnahmen.
Dem National Geographic Magazine lieferte er nicht nur Fotos aus dem Orient und anderen Winkeln der Erde, sondern auch das erwartete Klischee von der beschaulichen Alten Welt. Auch seine Aufnahmen von Heidelberg, dem Schloss Neuschwanstein, Menschen in Trachten vor Schwarzwaldhäusern oder anderen Motiven im Süden wie Rothenburg ("The City Time Forgot"), Markgröningen, Schwäbisch Hall oder Lindau prägten das Deutschlandbild Vieler in Amerika über Generationen.
Von Hans Hildenbrand ist kaum etwas anderes übrig geblieben als Fotos: ein paar Originale, der Rest gedruckt. Diese Farbfotos von Naturmotiven, Landschaften und Kriegsszenen sowie Akte und Porträts verdichten sich in dem Buch dennoch zu einem umfassenden Bild von seinem Schaffen.
Um den Überblick über das Werk des Fotografen weiter zu verdichten, bittet das Haus der Geschichte Medien und Bevölkerung um Mithilfe: Wer Aufnahmen, die von Hans Hildenbrand stammen, in seinem Besitz hat, kann sich melden unter der Telefonnummer 0711/212-4012 oder der Mailadresse stefan.kirchberger@hdgbw.de.
Das Buch ist im Museumsshop erhältlich sowie unter der Mailadresse museumsshop@hdgbw.de und im Buchhandel bestellbar:
Hans Hildenbrand. Hofphotograph und Pionier der frühen Farbfotografie. Herausgegeben vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg. 296 Seiten. Verlag Regionalkultur. 24,80 Euro.

Ein Monat freier Eintritt ins Haus der Geschichte

Pressemitteilung 23. Juli 2018

Stuttgart (hdgbw) - Im August ist der Eintritt ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg frei! Die Dauerausstellung des Museums in Stuttgart kann den ganzen Monat über kostenlos besichtigt werden: Sie bildet von Napoleon bis zum Stuttgart-21-Bauzaun mehr als 200 Jahre Landesgeschichte ab und gibt einen Überblick über die vielen Facetten Baden-Württembergs - von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis zur Religion.
Die Aktion "Der Sommer geht aufs Haus" bietet nicht nur viel Geschichte zum Nulltarif, sondern auch kühle Stunden im klimatisierten Museum. Ab 30. September stellt das historisch-politische Landesmuseum "Vertrauensfragen" in einer Großen Landesausstellung über den Anfang der Demokratie im Südwesten 1918 bis 1924.

Freier Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte

Pressemitteilung 13. Juli 2018

Stuttgart (hdgbw) - Der Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss ist am Freitag, 20. Juli 2018, von 10 bis 18 Uhr frei. Um 16 Uhr gibt es eine kostenlose Führung. Anlass ist das Gedenken an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 versuchte, den Diktator mit einer Bombe zu töten. Informationen zur Erinnerungsstätte unter www.stauffenberg-museum.de.

Zwei besondere Führungen im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 5. Juli 2018

Stuttgart (hdgbw) – An den nächsten beiden Sonntagen gibt es im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zwei besondere Führungen. Am Sonntag, 8. Juli 2018, erkunden von 14.30 bis 15.30 Uhr Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam in einer Familienführung unterschiedliche Formen der politischen Mitsprache im Südwesten. Konkret gibt die Führung „König, Kanzler, Parlament“ Antworten auf die Fragen: Wer regiert heute in Baden-Württemberg, wie war das früher und was hat sich in 200 Jahren Landesgeschichte verändert? Die Führung kostet 5 € für Erwachsene (inkl. Museumseintritt) und 1 € für Kinder. Treffpunkt ist im Foyer.

Am Sonntag, 15. Juli 2018, zeigt von 14.30 bis 15.30 Uhr eine geflüchtete Kuratorin in der Ausstellungsintervention "Überlebensgeschichten von A bis Z" Gegenstände von Menschen mit Fluchterfahrung, die heute im Südwesten leben. Sie stellt in dieser Kuratorenführung die vielfältigen Geschichten hinter den Objekten vor und berichtet von ihrem neuen Leben in Baden-Württemberg, von Chancen und Barrieren. Treffpunkt ist ebenfalls im Foyer. Die Führung kostet 5 €.

Schwimmender Chemiker feiert Filmpremiere

Pressemitteilung 2. Juli 2018

Stuttgart (hdgbw) – Der Wissenschaftler und Extremschwimmer Andreas Fath zeigt im Haus der Geschichte Baden-Württemberg erstmals seinen Film „Zwei Flüsse - Eine Mission“. Am Donnerstag, 12. Juli 2018, um 19 Uhr im Otto-Borst-Saal ist die Premiere mit anschließendem Gespräch. Der Dokumentarfilm widmet sich zwei einzigartigen Forschungsreisen. Prof. Dr. Andreas Fath durchschwamm in 28 Tagen den 1231 km langen Rhein und drei Jahre später in 33 Tagen den 1049 km langen Tennessee River. In den beiden Projekten „Rheines Wasser“ und „Tenneswim“ verband der „schwimmende Chemiker“ körperliche Höchstleistungen mit der kompletten wissenschaftlichen Wasseranalyse zweier vergleichbarer Flüsse auf unterschiedlichen Kontinenten. Dabei war der Schwimmer selbst das Messgerät. Die Dokumentation wurde von Studierenden der Hochschule Furtwangen und der Sewanee University produziert.

Nach dem Film präsentiert Prof. Fath die Ergebnisse der Analysen beider Flüsse, und die Besucher sind zu Fragen und Diskussion eingeladen. Im Anschluss gibt es einen Empfang. Die Veranstaltung kostet acht Euro (inkl. einem Getränk). Anmeldungen sind unter der Mailadresse veranstaltungen@hdgbw.de oder Tel. 0711.212.3989 möglich.

Endspurt in der 60er-Jahre-Ausstellung – Letzte Führung nach Ausstellungsende

Pressemitteilung 14. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) - Wer die 60er-Jahre-Schau in Stuttgart noch nicht gesehen hat, sollte sich beeilen: Die Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich... Die 60er Jahre in Baden-Württemberg" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg schließt am 24. Juni 2018. Am Samstag, 23. Juni, gibt es deshalb verlängerte Öffnungszeiten - bis 21 Uhr. Sogar nach Toresschluss der Schau wird am Sonntag, 24. Juni, noch ein letzter Programmpunkt geboten: eine exklusive Abendführung mit Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger um 18 Uhr. Kosten: 10 Euro pro Person (inkl. Eintritt). Eine Anmeldung beim Besucherdienst (Tel.: 0711/2123989, E-Mail: veranstaltungen@hdgbw.de) ist für die Teilnahme notwendig.
Bereits am Donnerstag, 21. Juni, erklingt um 19 Uhr zum letzten Mal "39=34 ETC. Neue Musik". Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen John Cage und seine Weggenossen der Fluxus-Bewegung, flankiert von aktuellen Kompositionen und Performances unserer Zeit. Die Darbietung des Studios für Stimmkunst und Neues Musiktheater (Leitung Prof. Angelika Luz) gibt es in der Sonderausstellung. Der Eintritt ist frei.

Ein Vorzeigeprojekt zieht weite Kreise

Pressemitteilung 12. Juni 2018

Das Eiermann-Magnani-Haus. Ein Architekt. Ein Pfarrer. Eine Modellsiedlung.

Buchen - Ein kleines Siedlungshaus mit großer Wirkung: Am 17. Juni wird mit dem Eiermann-Magnani-Haus in Buchen-Hettingen (Neckar-Odenwald-Kreis) ein neues Museum eröffnet. Gemeinsam hatten der bekannte Architekt Egon Eiermann und der Ortspfarrer Heinrich Magnani nach dem Zweiten Weltkrieg ein soziales Vorzeigeprojekt geschaffen - eine der ersten Genossenschaftssiedlungen für Heimatvertriebene und Einheimische. Ein Gebäude davon blieb kaum verändert erhalten. Die Wüstenrot Stiftung hat es denkmalgerecht saniert und die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg konzipierte Ausstellung maßgeblich finanziert. Das Museum erzählt nicht nur vom frühen Hauptwerk eines außergewöhnlichen Architekten, sondern auch von der Aufnahme von Fremden und großem Engagement in dem Dorf. Es macht Architektur- und Sozialgeschichte erlebbar.
"Die Idee zu diesem Projekt entstand noch vor der großen Geflüchtetenwelle und der Verschärfung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Trotzdem könnte es ein Vorbild für heute sein.", sagte Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Leiter des Hauses der Geschichte, bei der Eröffnungspressekonferenz am 12. Juni 2018 in Hettingen.
"Durch die Instandsetzung wurde das große Potential des Hauses sichtbar. Dazu gehören die fast vollständig erhaltenen Spuren der Bewohner, die sensibel herausgearbeitet wurden", freute sich Prof. Philip Kurz, der Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung. "Fünf Jahre wurden an der Instandsetzung und Ausstellung gearbeitet und rund 500.000 Euro eingesetzt. Heute sind wir sehr froh und stolz, dass es als Zeugnis von Not, Aufbruch, Kreativität und Integration für jedermann zugänglich gemacht werden kann."
Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, die Ausstellungsleiterin des Hauses der Geschichte, betonte die sozialgeschichtliche, architekturhistorische und kulturwissenschaftliche Bedeutung des Hauses: "Das Haus atmet Geschichte. Das wird schon beim Greifen der originalen Türklinke von Egon Eiermann spürbar. Die Sanierung und das Museum machen sowohl die ursprüngliche Planung des Architekten als auch das Leben der Siedlungsbewohner sichtbar."
Eigentümer und Betreiber des Museums ist der Verein Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte. Der Vorsitzende Hans-Eberhard Müller würdigte Heinrich Magnani: "Der Bau der Hettinger Siedlung war von größter Bedeutung für die Heimatvertriebenen, die Hilfe erwarteten. Pfarrer Magnani hat nicht nur von Hilfe geredet, sondern schnell und tatkräftig gehandelt. Er leistete Vorbildliches für die Integration der Vertriebenen."
Hettingen stand nach 1945 vor einer immensen Herausforderung. Das Dorf zählte 1500 Einwohner und hatte rund 500 Vertriebene aufzunehmen. Mit der Gründung der Baugenossenschaft "Neue Heimat" versuchte Ortspfarrer Heinrich Magnani, dem Mangel an Wohnraum Herr zu werden sowie "Ostflüchtlinge" und Alteingesessene würdig unterzubringen. Um die Häuser erschwinglich zu machen, entstand die Siedlung in Hettingen größtenteils in Eigenleistung der zukünftigen Bewohner und mithilfe ehrenamtlicher Freiwilliger. Der Architekt Egon Eiermann schuf mit genau kalkulierten Proportionen auf engem Raum großzügige, offene Wohnbereiche in den Häusern und plante die Ausstattung bis ins Detail. Das soziale Vorzeigeprojekt zog weite Kreise, sogar der Papst würdigte es.
Während fast alle Häuser der "Neuen Heimat" Hettingens im Lauf der Jahrzehnte tiefgreifend verändert wurden, blieb das Häuschen in der Adolf-Kolping-Straße 29 ohne große Umbauten erhalten. Der Verein Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte erwarb es 2011. Die Wüstenrot Stiftung übernahm das Gebäude 2012 in ihr Denkmalprogramm und setzte es instand. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat die Ausstellung erarbeitet und eingerichtet.
Das Museum hat bis Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet. Von November bis April kann es an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.
www.eiermann-magnani-haus.de

Laupheimer Gespräche über Antisemitismus

Pressemitteilung 8. Juni 2018

Laupheim (hdgbw) – Mit Antisemitismus beschäftigen sich die 19. Laupheimer Gespräche am 14. Juni 2018. Dabei wird nicht nur die Bedeutung des Themas im 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet, sondern auch wie gegenwärtig es in Deutschland, Europa und den USA ist. Experten wie der Historiker und Publizist Götz Aly befassen sich mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Bei der Podiumsdiskussion sprechen über heutigen Antisemitismus der Freiburger Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi und Tobias Ginsburg, der das Buch „Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern“ geschrieben hat.

Mit dem Vortrag „Europa gegen die Juden“ leitet Prof. Dr. Götz Aly die Tagung im Kulturhaus Schloss Großlaupheim ein. Es folgt der Vortrag „ ‚So brechen die Spuren eines nur überdeckten Judenhasses hervor‘– Zeugnisse des Antisemitismus in Laupheim“ von Dr. Michael Koch. Danach spricht Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel über „Antisemitismus 2.0 – alter Hass in neuer Form“. Im Anschluss geht es Wolfram Kastner um „Christliche Sauerei. Sehstörung, Verdrängung und die Unfähigkeit zu (Er)Lösung“. Es folgt Prof. Dr. Guy Stern mit dem Thema „Ein weiterer Tyrann wird sich erheben!“ Marc Grimm beschäftigt sich mit „AfD und Antisemitismus“.

Die Vorträge der Tagung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Stadt Laupheim gehen am Donnerstag, 14. Juni 2018, von 10 bis ca. 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion zu „Antisemitismus in Deutschland heute“ beginnt um 19 Uhr. Die Veranstaltung moderiert Dr. Cornelia Hecht (Haus der Geschichte). Der ursprünglich angekündigte Moderator Dr. Johannes Weiß (SWR) fällt leider krankheitsbedingt aus. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter der Mail-Adresse veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de wird gebeten.

Das Programm der Laupheimer Gespräche im Internet: www.hdgbw.de/laupheimer-gespraeche

Die Vorträge der Laupheimer Gespräche werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Das Haus der Geschichte präsentiert in Laupheim den 18. Band mit dem Titel „Politiker jüdischer Herkunft in Vergangenheit und Gegenwart“.

 

MUSIKTHEATER – „39 = 34 ETC. NEUE MUSIK“

Pressemitteilung 7. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) – John Cage und seine Weggenossen der Fluxus-Bewegung sowie aktuelle Kompositionen und Performances stehen im Mittelpunkt von Darbietungen in der 60er-Jahre-Schau im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Das Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater der Stuttgarter Musikhochschule begibt sich mit klingenden Objekten, Sprache und Darstellung auf Zeitreise. Die drei Vorstellungen mit dem Titel „39 = 34 etc. Neue Musik“ finden am Dienstag, 12. Juni, am Donnerstag, 14. Juni, und am Donnerstag, 21. Juni 2018, jeweils um 19 Uhr in der Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“ statt und kosten den Ausstellungseintritt. Donnerstags ist der Eintritt frei.

Studierende aus den Fachbereichen Gesang, Sprechen und Komposition präsentieren John Cage und George Brecht, Teile der in Stuttgart 1969 uraufgeführten Komposition „Hallelujah“  und „Staatstheater“ von Mauricio Kagel sowie zwei Uraufführungen von Adrian Laugsch und Eui Kyung Lee. Der Dirigent Bernhard Kontarsky wird als Zeitzeuge berichten. Die Gesamtleitung hat Prof. Angelika Luz.

Letzte Aufführung - Sixties-Hörspiel im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 4. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) – Die letzte Aufführung des Live-Hörspiels über die Sixties ist am Donnerstag, 7. Juni 2018, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu hören. „Apo, Beat & Minirock“ handelt von manisch depressiven Teenagern beim Glasperlenspiel, Theodor Heuss, Lassie, Gastarbeitern und Musiktruhen: Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich bei dem Live-Feature zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.

Das Hörspiel ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte mit dem Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik der Musikhochschule Stuttgart und wurde eigens für die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich …“ in dem Stuttgarter Museum geschrieben und produziert. Sprecher sind Chantal Busse und Raphael Pi Permantier. Regie und Buch: Günter Maurer.

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro.

Familienführung: Im schwarzen Wald

Pressemitteilung 25. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Es rauscht und rattert zwischen den hohen Tannen! Was erzählen die Geräusche über den Schwarzwald und seine Geschichte? Bei der Familienführung am Sonntag, 3. Juni 2018, um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg entdecken Familien, was Touristen aus New York ins Wutachtal lockte, wie ein Hut zum Symbol des Waldes wurde und was ein Löwe auf einer Uhr macht. Die Führung ist für Kinder, Eltern und Großeltern. Sie kostet 5 € für Erwachsene und 1 € für Kinder. Treffpunkt ist im Foyer.

Laupheimer Gespräche über Antisemitismus

Pressemitteilung 16. Mai 2018

Laupheim (hdgbw) – Mit Antisemitismus beschäftigen sich die 19. Laupheimer Gespräche am 14. Juni 2018. Dabei wird nicht nur die Bedeutung des Themas im 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet, sondern auch wie gegenwärtig es in Deutschland, Europa und den USA ist. Experten wie der Historiker und Publizist Götz Aly befassen sich mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus.

Zum Auftakt der Tagung im Kulturhaus Schloss Großlaupheim spricht der Berliner Professor Aly über „Europa gegen die Juden“. Die weiteren Vorträge beleuchten die lange Tradition des Judenhasses sowie neue Formen eines sich seit Jahren auch verbal radikalisierenden Antisemitismus unter anderem in den sozialen Medien. Marc Grimm beschäftigt sich mit „AfD und Antisemitismus“. Am Abend diskutieren der Freiburger Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi und Tobias Ginsburg, Dramaturg und Autor des Buches „Unter Reichsbürgern“, über „Antisemitismus in Deutschland heute“.

Die Tagung „Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart“ des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Stadt Laupheim am Donnerstag, 14. Juni 2018, dauert von 10 bis ca. 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion am Abend beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter der Mail-Adresse veranstaltungen@hdgbw.de wird gebeten.

Zum Schicksal deportierter Sinti und Roma

Pressemitteilung 15. Mai 2018

Asperg (hdgbw) – Um das Schicksal deportierter Sinti und Roma geht es in einer Veranstaltung im Museum Hohenasperg am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, um 15 Uhr. Anita Awosusi liest aus ihrem familienhistorischen Buch „Vater unser. Eine Sintifamilie erzählt“. Sie ist die Tochter von Hermann Weiß, dessen Biografie im Museum Hohenasperg stellvertretend für das Schicksal der Opfer der Maideportation von 1940 steht. Musikalisch begleitet wird Anita Awosusi von dem Pianisten Ernie Schmiedel und der Sängerin Christiane Reinhardt. Der Eintritt ist frei.

Am 27. April 1940 befahl Heinrich Himmler die erste Deportation von zunächst 2500 Sinti und Roma aus den nördlichen und westlichen Grenzgebieten in das besetzte Polen. Der Hohenasperg diente als Sammellager für mehr als 500 Sinti und Roma, die von dort aus am 22. Mai 1940 nach Polen deportiert wurden. In Polen mussten sie Zwangsarbeit leisten, kamen in Ghettos oder Konzentrationslagern um, fielen Massenerschießungen zum Opfer oder wurden in Auschwitz ermordet. Schätzungsweise 80 Prozent der Deportierten starben bis 1945.

Größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zur Zeitenwende 1918/19 in Europa – Stuttgarter Haus der Geschichte mit dabei

Pressemitteilung 9. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Das Ende des Ersten Weltkriegs hat Europa fundamental verändert. Dies gilt auch für den Oberrhein und die angrenzenden Gebiete. Umfassend informiert über diesen Epochenwechsel 100 Jahre danach das trinationale Netzwerk Museen mit einer grenzüberschreitenden Ausstellungsreihe – die größte in Europa 100 Jahre nach Kriegsende.

Insgesamt informieren zeitgleich 30 Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz über den Epochenwechsel vor 100 Jahren. Im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck haben Museen und Archive nun gemeinsam die letzten entscheidenden Weichen für das Großprojekt gestellt und das gemeinsame Faltblatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses ist in seiner Form einmalig in Europa und entstand mit Unterstützung des ebenfalls trinationalen Museums-PASS-Musées. Das Netzwerk Museen vereint Museen, die dem Museums-PASS-Musées angehören oder sich in etwa in seinem Verbreitungsgebiet befinden.

Die meisten Ausstellungen sind zwischen Sommer 2018 und Februar 2019 geöffnet. Alle Ausstellungen werden in Regionen nahe der Grenze zwischen den drei Ländern präsentiert. Dazu gehören größere Städte wie Straßburg, Basel, Stuttgart, Karlsruhe oder Frankfurt am Main, aber auch viele kleinere Orte mit einem besonderen thematischen Bezug zur Zeitenwende 1918/19.

Im Stuttgarter Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet die große Landesausstellung „Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924“ am 30. September 2018. Sie läuft bis 11. August 2019. Die Schau zeigt, wie nach dem Ende des Kaiserreichs aus der Revolution die erste Demokratie in Baden und Württemberg entstand, die um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger warb.

Die gesamte Ausstellungsreihe bietet auf vergleichsweise engem Raum die einmalige Gelegenheit, die großen Unterschiede der damaligen Situation in den drei Ländern kennenzulernen. Neben den nationalen Unterschieden vermittelt diese aber ebenso wichtige regionale oder thematische Perspektiven. In allen drei Ländern sind die neuen, jetzt kontrollierten Grenzen und ihre Auswirkungen spürbar. Auf deutscher Seite sind die Entstehung der Weimarer Republik, das Frauenwahlrecht oder die Demilitarisierung wichtige Themen. Schweizer Ausstellungen behandeln den Landesstreik, der das Land an den Rand eines Bürgerkrieges brachte, oder den Nobelpreis für Carl Spitteler. Französische Ausstellungen erinnern an die Rückkehr von Elsass-Lothringen zu Frankreich oder die Kämpfe in den Vogesen. Es gibt Kunstausstellungen und das Dreiländermuseum in Lörrach vergleicht die Situation in den drei Ländern.

Zur Ausstellungsreihe gibt es ab sofort ein gemeinsames Faltblatt und ab Juli einen gemeinsamen Ausstellungskatalog. Weitere Informationen über alle 30 Ausstellungen bietet die gemeinsame Website des Netzwerkes unter: www.netzwerk-museen.eu.

 

Ansprechpartner*innen:

Frankreich:

Jean Klinkert, Colmar
0033(3) 892 010 51 jean.klinkert@adt.alsace

 

Schweiz:

Rea Köppel, Liestal
0041 619 237 015 mail@dichtermuseum.ch

 

Deutschland:

Martin Beutelspacher, Esslingen
0049 711 351 233 20 martin.beutelspacher@esslingen.de

Guilhem Zumbaum-Tomasi, Heidelberg
0049 622 191 0711 zumbaum-tomasi@ebert-gedenkstaette.de

Jan Merk, Müllheim (Baden)
0049 7631 801 520 jmerk@muellheim.de

 

Netzwerk Museen:

Markus Moehring, Lörrach
0049 7621 415 153 m.moehringspamgeschützt @spamgeschützt loerrach.de

Museumsangebot an den Feiertagen

Pressemitteilung 8. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat an den Feiertagen rund um Pfingsten geöffnet und bietet Führungen durch seine Ausstellungen: An Christi Himmelfahrt, 10. Mai, öffnet das Museum in Stuttgart von 10 bis 21 Uhr, am Pfingstsonntag, 20. Mai,  und am Pfingstmontag, 21. Mai,  jeweils von 10 bis 18 Uhr. An diesen drei Tagen gibt es jeweils eine öffentliche Führung um 14.30 Uhr durch die Dauerausstellung, jeweils um 15.30 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er Jahre in Baden-Württemberg“.

An allen Feiertagen haben die Stauffenberg-Erinnerungsstätte und das Museum Hohenasperg von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die öffentlichen Führungen an diesen Tagen beginnen in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte jeweils um 14.30 Uhr, im Museum Hohenasperg um 15 Uhr. Anstelle der öffentlichen Führung am Pfingstmontag gibt es im Museum Hohenasperg um 15 Uhr eine Lesung mit Musik zum Schicksal vom Hohenasperg deportierter Sinti und Roma.

Internationaler Museumstag - Freier Eintritt und kostenlose Führungen in den Museen des Hauses der Geschichte

Pressemitteilung 4. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Zum Internationalen Museumstag unter dem Motto "Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher" bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Sonntag, 13. Mai 2018, kostenlose Führungen an drei Standorten an. Der Eintritt ist an dem Tag im Haus der Geschichte und der Stauffenberg-Erinnerungsstätte in Stuttgart sowie im Museum Hohenasperg frei.

Im Haus der Geschichte startet um 14 Uhr eine Familienführung mit dem Titel "Wer hat's erfunden? Die Badener und Württemberger!" Was wäre die Welt nur ohne Erfindungen aus Baden-Württemberg? Keine Autos, keine Sägen, keine Teddybären. Die Führung erzählt, wie baden-württembergische Tüftler mit ihren Ideen den Alltag der Menschen erleichterten und schöner machten. Die Führung ist für Kinder, Eltern und Großeltern. Treffpunkt ist im Foyer.

Im Museum Hohenasperg folgt um 15 Uhr eine Kuratorenführung zum Thema Netzwerke: Joseph Süß Oppenheimer fiel dem Netzwerk der alten Ehrbarkeit zum Opfer, Studenten vernetzten sich im 19. Jahrhundert im Protest gegen die Monarchie, Alt-Nazis zur Unterstützung internierter NS-Funktionäre.

Ebenfalls um 15 Uhr beginnt in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte eine Führung, die sich mit der Gedankenwelt der Brüder Stauffenberg beschäftigt. Welche Einflüsse in Familie, Schule und Studium prägten Berthold und Claus Graf Stauffenberg? Die Führung widmet sich auch den Zukunftsplänen der Brüder Stauffenberg für die Zeit nach dem Hitler-Attentat und wirft einen Blick auf die Utopien der übrigen Verschwörer des 20. Juli 1944.

Sixties-Hörspiel im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 3. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Ein Live-Hörspiel über die Sixties wird an drei Tagen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu hören sein: am Sonntag, 13. Mai, um 11 Uhr, am Donnerstag, 17. Mai, und am Donnerstag, 7. Juni, jeweils um 19 Uhr. "Apo, Beat & Minirock" handelt von manisch depressiven Teenagern beim Glasperlenspiel, Theodor Heuss, Lassie, Gastarbeitern und Musiktruhen: Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich bei dem Live-Feature zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.
Das Hörspiel ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte mit dem Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik der Musikhochschule Stuttgart und wurde eigens für die Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich ..." in dem Stuttgarter Museum geschrieben und produziert. Sprecher sind Chantal Busse und Raphael Pi Permantier. Regie und Buch: Günter Maurer.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Anmeldungen unter 0711/2123989 oder besucherdienst(at)hdgbw.de.

Sixties-Führung in zwei Museen

Pressemitteilung 25. April 2018

Stuttgart (hdgbw) – „Aufbruch. Protest. Kunst.“ der 1960er Jahre beleuchten gemeinsame Führungen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und in der Staatsgalerie Stuttgart.

In der Ausstellung #meinMuseum zum 175-jährigen Bestehen der Staatsgalerie werden auch Zeugnisse intermediärer Kunst der Beat-Szene, des Fluxus, des Wiener Aktionismus und Konkreter Poesie gezeigt. Die Rundgänge durch die Schau und die 60er-Jahre-Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg werden am Donnerstag, 3. Mai, um 18 Uhr, am Mittwoch, 16. Mai, um 14 Uhr und am Mittwoch, 6. Juni, um 14 Uhr angeboten. Sie widmen sich Aufbruch, Protest und Institutionenkritik in Kunst, Kultur und Politik der 1960er. Bei der Führung am 16. Mai gibt es zudem einen exklusiven Einblick in das 1981 angekaufte Archiv Sohm in der Staatsgalerie. Es führen Steffen Egle und Caroline Gritschke.

Treffpunkt ist im Foyer des Hauses der Geschichte. Die Führungen kosten jeweils 11 Euro inkl. Eintritte und dauern ca. 2 Stunden. Anmeldung unter 0711/212 39 89 oder besucherdienst@hdgbw.de. Die Führungen sind Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Sixties-Musik im neuen Sound

Pressemitteilung 23. April 2018

Stuttgart (hdgbw) -  Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg holt Soul, Rock und Jazz aus den Sixties mit einem Konzert am Donnerstag, 3. Mai 2018, um 20 Uhr ins Jetzt und Heute. Wolfgang Schmid, in den 1960ern Bassist der Stuttgarter Beatband The Dynamites und später Profi u. a. mit Klaus Doldinger & Passport, spielt mit einer Band aus Absolventen und Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, wo er als Professor tätig ist. Andreas Vogel interviewt den prägenden Bassisten und legt Platten auf. Die Band spielt im Museumsrestaurant Tempus. Der Eintritt kostet 7 Euro. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Kabarett und Kuratoren in der 60er-Ausstellung

Pressemitteilung 9. April 2018

Stuttgart (hdgbw) - Eine Kombination aus Kabarett und Kuratorenführung bieten das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Aktivist Peter Grohmann in der 60er-Jahre Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich …“ am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr, und am Samstag, 21. April, um 15 Uhr. Spitzfindig und Spitzzüngig macht der engagierte Stuttgarter Autor und Kabarettist deutlich, warum er es geradezu als Pflicht sieht, sich einzumischen – damals wie heute. In seinem halbstündigen Auftritt stellt er auch vorab Kostproben seines neuen Programms „Gefundenes Fressen“ vor. Grohmann war einer der ersten Kriegsdienstverweigerer im Lande und Mitbegründer des Clubs Voltaire – und ist immer noch unterwegs für bessere Zeiten. Die Kuratoren Katja Nagel und Sebastian Dörfler zeigen in der Ausstellung, welche Proteste in den 1960ern im Land entflammten, wie politisch das Jahrzehnt war und welche Freiräume sich die Jugend schuf.

Die Veranstaltungen kosten jeweils 10 €, ermäßigt 7 €. Anmeldung unter 0711/212 39 89 oder besucherdienst@hdgbw.de

Wia D’Revoludsjo uffs Dorf komma isch - Vortrag mit Dias und Musik

Pressemitteilung 3. April 2018

Stuttgart (hdgbw) - Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, spricht am Donnerstag, 12. April 2018, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg über die Jugendbewegung eines wilden Jahrzehnts zwischen 1968 bis 1977 in der Provinz: In provisorisch eingerichteten Kellern wird der erste Stehblues getanzt, Underground-Musik gehört, der erste Joint geraucht. Beatmusik und lange Haare, Kriegsdienstverweigerung und Rebellion gegen die Autoritäten sorgen für Spannungen zwischen Jung und Alt.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Geflüchteten-Ausstellung wird verlängert

Pressemitteilung 27. März 2018

Stuttgart (hdgbw) - Das Ausstellungsprojekt „Überlebensgeschichten von A bis Z – Dinge von Geflüchteten“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg wird verlängert. Statt bis zum 8. April 2018 ist es nun bis 24. Februar 2019 zu sehen. Das Flucht-ABC stößt auf viel Interesse – insbesondere bei jungen Leuten. Gerade Schulklassen und Freiwilligendienstleistende kommen auch gezielt zu Führungen und Gesprächen mit geflüchteten Projektbeteiligten und tauschen sich mit ihnen aus.

Mit der Ausstellungsintervention blickt das Stuttgarter Museum aus der Perspektive von Geflüchteten auf das Land. 26 Stücke mit beeindruckenden Geschichten vom Fliehen und Ankommen sind vor dem Gebäude und im Foyer zu sehen – von A wie Angst bis Z wie Zulassung. Darunter sind auch besondere neue Objekte: eine zerrissene 100-Rupien-Banknote und der Geldbeutel eines jungen Mannes aus Pakistan. In der Nummer des Scheins versteckt sich eine Botschaft an Arif Ullah von seiner ersten Liebe, da die Seriennummer mit den Anfangsbuchstaben ihrer beider Vornamen beginnt. Das Stück ist unter dem Buchstaben C wie Chiffre zu sehen.

Der Eintritt zu den „Überlebensgeschichten“ vor dem Haus der Geschichte und im Museumsfoyer ist frei.

Mit dem Talk „Wo stehe ich heute?“ startet am Sonntag, 8. April, um 14.30 Uhr das Begleitprogramm zur zweiten Ausstellungsphase. An dem Projekt Beteiligte berichten über ihre aktuelle Situation: Was hat sich geändert? Würden sie heute andere Dinge in den Vitrinen ausstellen und neue Geschichten erzählen? Veranstaltungen wie ein Vorlesevormittag auf Deutsch und Arabisch, Thementage und Führungen schließen sich an.

Das Ausstellungsprojekt stellt die Frage: Wie begegnet Baden-Württemberg Menschen, die vor kurzem in den Südwesten geflohen sind? Geflüchtete selbst haben in Workshops erarbeitet, welchen Teil ihrer Lebensgeschichte sie im Haus der Geschichte vorstellen wollen.

Die „Überlebensgeschichten von A bis Z“ ersetzen vorübergehend das „Baden-Württemberg-ABC“ mit Objekten zu typisch baden-württembergischen Eigenschaften, Klischees und Besonderheiten.

Weitere Informationen: www.ueberlebens-abc.de

 

Das Begleitprogramm bis Juli:

 

Sonntag, 08. April 2018, 14.30 bis 15.30 Uhr:

„Wo stehe ich heute?“ Talk mit Objekten

Zur Verlängerung der Ausstellung „Überlebensgeschichten von A bis Z“ berichten am Projekt beteiligte Geflüchtete über ihre aktuelle Situation. Was hat sich geändert? Würden sie heute andere Dinge in den Vitrinen ausstellen und neue Geschichten erzählen? Kosten: keine.

 

Donnerstag, 17. Mai 2018, 10 Uhr

Vorlesevormittag auf Deutsch und Arabisch

Rauaa Albakhit liest lustige und schöne Geschichten von Eulen und Fröschen auf Arabisch und Deutsch. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

 

Samstag, 26. Mai 2018, 15 bis 16.30 Uhr

Wohnwerkstatt: Wie wollen wir wohnen?

Wie viel Wohnraum braucht ein Mensch? Beim Workshop machen sich Geflüchtete gemeinsam mit Architektinnen Gedanken zu Wohnsituationen in Stuttgart. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

 

Sonntag, 10. Juni 2018, 11 Uhr bis 16 Uhr

Thementag: Wie wollen wir wohnen?

Der Wohnraum wird knapper, die Mieten höher: Ist Wohnen Luxus? Wie können wir dieser Entwicklung entgegensteuern? Geflüchtete haben in einem Workshop mit Architektinnen Lösungsvorschläge erarbeitet. Beim Thementag werden die Modelle gemeinsam mit anderen neuen Wohnformen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher können mitdiskutieren und eigene Vorschläge hinterlassen. Eintritt frei.

 

Mittwoch, 20. Juni 2018, ganztägig

Thementag zum Internationalen Tag des Flüchtlings

Am Weltflüchtlingstag werden den ganzen Tag über Programme für Schulklassen aller Schularten zum Thema Flucht und Asyl in Geschichte und Gegenwart angeboten. Neben Workshops und Führungen mit geflüchteten Projektteilnehmenden steht auch eine intergenerationelle Erzählwerkstatt auf dem Programm, in der Menschen von ihren Fluchterfahrungen von 1945 bis heute berichten.

 

Sonntag, 15. Juli 2018, 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Kuratorenführung „Überlebensgeschichten von A bis Z“

Die Ausstellungsintervention zeigt Gegenstände von Menschen mit Fluchterfahrung, die heute im Südwesten leben. Die geflüchteten Kuratorinnen stellen in der Führung die vielfältigen Geschichten hinter den Objekten vor. Sie berichten von ihrem neuen Leben in Baden-Württemberg, von Chancen und Barrieren. Kosten: 5 €.

Osterangebot des Hauses der Geschichte

Pressemitteilung 22. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bietet am Osterwochenende mehrere Führungen durch seine Ausstellungen: Am Ostersonntag und am Ostermontag gibt es jeweils eine öffentliche Führung um 14.30 Uhr durch die Dauerausstellung und um 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich … Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“. An beiden Osterfeiertagen, 1. und 2. April, hat das Museum in Stuttgart von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte und das Museum Hohenasperg haben über das Osterwochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die öffentlichen Führungen am Sonntag und Montag in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte beginnen jeweils um 14.30 Uhr.

Am Karfreitag, 30. März, sind die Museen geschlossen.

Musik zwischen Revolte und Kommerz - Ein Podiumsgespräch

Pressemitteilung 13. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Mut, Mission, Massengeschäft: Mit der Popmusik in den 1960ern beschäftigt sich ein Podiumsgespräch im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Am Donnerstag, 22. März 2018, um 18 Uhr diskutieren der Konzertveranstalter Michael Russ, Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier und der Musikjournalist Christoph Wagner über das Thema „Musik zwischen Revolte und Kommerz“. Das erste musikalisch globalisierte Jahrzehnt schuf reihenweise Superstars und trug Beat, Pop und Rock in jeden Winkel der Provinz. Das Gespräch wird moderiert von Stefan Siller. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung beim Besucherdienst unter Telefon 0711.212.39.89 oder E-Mail besucherdienst@hdgbw.de. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Minister eingesperrt auf dem Hohenasperg

Pressemitteilung 9. März 2018

Asperg (hdgbw) – Zwei Minister kommen auf den Hohenasperg: Die Fälle eines badischen Revolutionärs und eines NS-Täters sind 2018 im Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ erstmals ausgestellt. Die Saison beginnt am Sonntag, 25. März 2018; Kuratorin Dr. Franziska Dunkel stellt mit einer Eröffnungsführung um 15 Uhr das Museum und die neuen Objekte vor.

Drei Häftlingsbiografien und insgesamt 16 Ausstellungsstücke zeigt das Museum neu in seiner neunten Saison. Zu den Insassen des Gefängnisses auf dem Hohenasperg hatte 1947 „Reichsarbeitsführer“ Konstantin Hierl gehört. Er war ein Nazi der ersten Stunde, der nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus versuchte, den Reicharbeitsdienst als „Friedensdienst“ darzustellen. Die Ausstellung stellt dem Filmausschnitte entgegen und zeigt mit einem Originalbrief, wie er nach 1945 noch in völkischen Kreisen vernetzt war.

Als Demokrat inhaftiert wurde knapp 100 Jahre zuvor Joseph Fickler. Der Außenminister der Revolutionsregierung in Baden verbrachte die meiste Zeit der Jahre 1848/49 in Haft. Er war gleich in zwei Hauptstädten – Karlsruhe und Stuttgart – als Aufwiegler verhaftet worden. Die Haft in Württemberg bewahrte ihn vermutlich vor dem Todesurteil. Sein Bruder wähnte ihn auf dem Hohenasperg „wenigstens sicher“. Als Fickler auf Kaution freigelassen wurde, setzte er sich umgehend nach Amerika ab.

Der Rottenacker Separatist Konrad Schacher dagegen gab seine bürgerliche Existenz für ein gottgefälliges Leben auf. Seine Kinder mussten ins Waisenhaus und er 1804 ins Gefängnis, weil er die weltliche Obrigkeit nicht anerkannte. Von Schacher ist im Museum Hohenasperg ein selbstgemachter Ordensstern und ein Beschwerdebrief an König Friedrich zu sehen. Aber auch zu anderen Gefangenen gibt es neue, bewegende Stücke – etwa zu der in Ungnade gefallenen Hofsängerin Marianne Pirker, zum unglücklichen Aufständischen Gottlieb Rau oder vom sensiblen Revolutionär Theobald Kerner.

Die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg eingerichtete Dauerausstellung im Museum widmet sich in eindrucksvoll inszenierten Räumen mit 23 Biografien den Gefangenen auf dem Hohenasperg, ihren Schicksalen und ihrer Zeit.

Der Eintrittspreis für das Museum beträgt 4 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder und Jugendliche sind frei.

Die Öffnungszeiten (25. März bis 4. November 2018) des Hohenasperg-Museums: donnerstags bis sonntags und Feiertage 10 bis 18 Uhr. Am Karfreitag bleibt das Museum geschlossen.

Weitere Informationen zum Museum und den Veranstaltungen finden sich im Internet unter www.hohenasperg-museum.de

Freier Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte

Pressemitteilung 8. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Anlässlich des Geburtstags von Berthold Graf Stauffenberg ist der Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte am Donnerstag, 15. März 2018, frei. Die öffentliche Führung durch das Museum um 16 Uhr ist an diesem Tag ebenfalls kostenlos. Die Erinnerungsstätte hat am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Berthold Graf Stauffenberg (1905-1944) gehörte zu den Köpfen des Umsturzversuchs gegen Adolf Hitler vom 20. Juli 1944.

Sixties-Special mit Schneidewind im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 7. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Ein Sixties-Special mit dem wandelnden Poplexikon Günther Schneidewind bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Donnerstag, 15. März 2018, um 19 Uhr. Der SWR-1-Moderator und Musikredakteur widmet sich im Otto-Borst-Saal des Stuttgarter Museums dem Jahrzehnt der Beatles, Stones und Beach Boys. Dabei erzählt er nicht nur Wissenswertes und Anekdoten über die Entstehung großer Songs und Platten, sondern auch Geschichten von seinen persönlichen Begegnungen mit den ganz Großen wie Paul McCartney oder Keith Richards.

Die multimediale Lesung „Der Große Schneidewind“ mit Musik, O-Tönen, Fotos und Videos ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“ und kostet 7 Euro Eintritt. Anmeldung beim Besucherdienst unter Telefon 0711.212.39.89 oder E-Mail besucherdienst@hdgbw.de. 

 

Lange Nacht der Museen: Party „Die 60er für alle Sinne“ im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 6. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Die Sixties live in Stuttgart: The Beat-Union, die zum Teil einst als The Shatters nördlich von Stuttgart den Takt angaben, rocken zur Langen Nacht der Museen am Samstag, 17. März 2018, ab 20 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Das Museumsrestaurant Tempus bietet Drinks und Snacks aus der Zeit von Cuba Libre und Käseigel. Und vielleicht zeigt sich ja der eine oder andere Sixties-Typ für ein gemeinsames Selfie?

In der Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er Jahre in Baden-Württemberg“ sind exklusiv erste Kostproben des kommenden 1960er-Hörspiels „Apo, Beat & Minirock“ zu hören. Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich darin zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.

Geschichtsexperten führen ab 19 Uhr durch die Epochen- und Themenräume im Haus der Geschichte sowie durch die Sonderausstellung und beantworten Fragen der Besucher.

Im Kinderprogramm heißt es für den Nachwuchs von 16 bis 19 Uhr „Komm spielen! Spaß und Action im Museum!“ Das Haus der Geschichte wird zur Spielfläche und die Kinder dürfen mitspielen. Zum Schluss gibt es einen kleinen Preis zum Mitnehmen. 

Freier Eintritt und Führungen zum Frauentag im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 27. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) - Zum Internationalen Frauentag, am Donnerstag, 8. März 2018, ist der Eintritt ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg frei. Das Stuttgarter Museum bietet an diesem Tag zwei besondere Führungen an: Um 11 Uhr gibt es einen Themenrundgang mit dem Titel „Frauengeschichte(n) aus dem Südwesten“ durch die Dauerausstellung. Es geht um bekanntere und unbekanntere Frauen aus 200 Jahren Landesgeschichte. Um 16 Uhr folgt eine Kuratorenführung durch die 60er-Jahre-Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“. Dr. Katja Nagel zeigt, wie in den 1960ern Bewegung in die Geschlechterverhältnisse kam. Der Umgang mit der Sexualität änderte sich durch Antibabypille, Pornowelle und Tabubrüche junger Menschen. Zwar blieb die Unterordnung der Frau in dieser Zeit noch die Regel, doch die Emanzipation begann.

Die Führungen kosten jeweils 5 Euro. Das Haus der Geschichte hat an diesem Tag von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Kino wie in den 60ern: Die Konferenz der Tiere

Pressemitteilung 23. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) – Der Projektor rattert wieder: Ein Kinoerlebnis wie in den 60er-Jahren. Am Sonntag, 4. März 2018, zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg um 15 Uhr in seinem Kinosaal den Zeichentrick-Klassiker „Die Konferenz der Tiere“ (1969) von der 35 mm-Filmrolle. Die kleinen und großen Besucher können danach auch einen Blick in den Vorführraum werfen, wo Filmvorführer Thomas Eilenstein erklärt, wie ein echter Projektor funktioniert.

„Die Konferenz der Tiere“ war der erste abendfüllende deutsche Farb-Zeichentrickfilm. Er basiert auf einem Roman von Erich Kästner: Eine Gruppe von Tieren beschließt, die Menschen zu zwingen, Lösungen für ihre selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung zu finden und weltweit Frieden zu schließen.

Vor der „Konferenz der Tiere“ ist ein Kurzfilm mit dem „Kleinen Maulwurf“ auf der Leinwand zu sehen. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Kinderkino wie in den 60ern

Pressemitteilung 7. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) – Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg rattert der Kinoprojektor wie in alten Zeiten. Das Museum zeigt im Begleitprogramm seiner 60er-Jahre-Ausstellung zwei Kinderfilmklassiker: am 18. Februar „Pippi Langstrumpf“ und am 4. März „Die Konferenz der Tiere“ – von der Filmrolle, nicht als Digitalkopie! Die kleinen und großen Gäste können sogar selbst einen Blick in den Vorführraum werfen, wo Filmvorführer Thomas Eilenstein erklärt, wie ein echter Filmprojektor funktioniert.

Im Kinosaal des Stuttgarter Museums gibt es am Sonntag, 18. Februar 2018, um 15 Uhr ein Wiedersehen mit Pippi, Tommi, Annika, Herrn Nilsson und dem Kleinen Onkel – beim Astrid-Lindgren-Klassiker "Pippi Langstrumpf" aus dem Jahr 1969. Am Sonntag, 4. März 2018, um 15 Uhr folgt der erste abendfüllende deutsche Farb-Zeichentrickfilm "Die Konferenz der Tiere" (1969). Und vor den Hauptfilmen tummelt sich noch kurz der Kleine Maulwurf auf der Leinwand. Ein Filmerlebnis wie in den 60ern. Der Eintritt kostet jeweils 3 Euro.

Eine neue Heimat für den Hollywood-Erfinder

Pressemitteilung 12. Janaur 2018

Laupheim (hdgbw) - "Ein Laupheimer in der Welt": In mehreren komplett neu gestalteten Räumen erinnert die Heimatstadt Carl Laemmles an den Hollywood-Erfinder. Die Ausstellung ist von der Stadt Laupheim in Auftrag gegeben und vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg konzipiert worden. Sie beschäftigt sich mit dem Auswanderer und dem Kinovisionär Carl Laemmle sowie seinem Verhältnis zur Heimatstadt Laupheim. Die Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden wird am 16. Januar 2018, dem Tag vor Laemmles 151. Geburtstag, eröffnet und kann ab dem 20. Januar besichtigt werden.
"Ich freue mich sehr, dass dem Leben und Wirken des berühmtesten Sohnes Laupheims nun eine zeitgemäße und spannende Ausstellung gewidmet ist", sagte Oberbürgermeister Rainer Kapellen beim Pressegespräch am 12. Januar 2018. "Die Eröffnung dieser Ausstellung ist der krönende Abschluss eines einzigartigen Jubiläumsjahrs zu Ehren des 150. Geburtstags von Carl Laemmle."
"Carl Laemmle liebte seine Heimatstadt Laupheim und tat viel Gutes für sie", betonte der Leiter des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Thomas Schnabel. Im Hinblick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wie die Verleihung des Produzentenpreises in Laupheim und auf die Sonderausstellung in Stuttgart meinte er: "Mit der breiten, bundesweiten Resonanz darauf sorgt Carl Laemmle lange über seinen Tod hinaus immer noch für seine Heimatstadt."
Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger vom Haus der Geschichte: "Die neu konzipierte Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden erzählt die Geschichte eines Mannes, der jenen Gründergeist verkörpert, den wir uns heute häufiger wünschen." Die Neugestaltung der Abteilung wurde möglich einerseits durch die Finanzierung des Umbaus durch die Stadt Laupheim und andererseits durch die Arbeit des Hauses der Geschichte. "Das Kuratorenteam konnte auf seine Recherchen zur weltweit ersten großen Laemmle-Ausstellung 2016/17 im Haus der Geschichte zurückgreifen und sie erfolgreich weiterführen."
Drei Räume mit Ausschnitten aus seinen wichtigsten Hollywood-Filmen, aber auch Aufnahmen aus Laupheim, mit persönlichen Gegenständen, Dokumenten und interaktiven Medien sind Carl Laemmle gewidmet. Der erste erzählt die Geschichte von vier erfolgreichen Auswanderern aus Laupheim. Neben Laemmle sind dies Leo Hirschfeld, der zusammen mit ihm 1884 nach New York aufgebrochen war, Samuel Einstein und Isidor Nathan Landauer. Zu allen drei Freunden hielt Laemmle Kontakt, ihre Namen standen bei seinen Festen regelmäßig auf der Gästeliste.
Laemmles Beziehung zu seiner Heimatstadt ist das Thema des zweiten Raumes. Er unternahm große Anstrengungen, jüdische Deutsche und dabei möglichst viele jüdische Laupheimer aus NS-Deutschland zu retten, indem er ihnen Bürgschaften für die Einreise in die USA ausstellte. Ein interaktiver Medientisch hilft dem Besucher, sich ein genaues Bild von dem Vorgang der Ausreise aus Deutschland und der Einreise in die USA zu machen.
Laemmles Lebensmaxime "It can be done" ist der Titel des letzten Ausstellungsraums. Der Hollywoodpionier hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau der amerikanischen Filmindustrie und setzte Maßstäbe für die Filmproduktion. Eine große Landkarte führt die 122 weltweiten Niederlassungen von Universal vor Augen und zeigt Laemmle als Präsident eines global agierenden Filmunternehmens.
Carl Laemmle war als 17-Jähriger aus Laupheim in die USA ausgewandert. Dort wurde er zum erfolgreichsten Filmproduzenten seiner Zeit. Laemmle gründete die Universal Studios und machte Hollywood zur Traumfabrik. Das Marketinggenie schuf die Filmstadt Universal City, erfand das Starsystem und begriff Kino früh als weltweites Geschäft. Unter seiner Ägide entwickelte sich unter anderem mit "Das Phantom der Oper", "Dracula", "Die Mumie" und "Frankenstein" das Horrorfilm-Genre.
Zeitlebens blieb Laemmle Laupheim eng verbunden. Das zeigte sich nicht nur in seinen vielen Besuchen "in meiner geliebten Heimath", sondern er spendete auch großzügig. Laupheim machte ihn dafür zum Ehrenbürger und widmete ihm eine Straße. Die Dankbarkeit endete jedoch 1933, als die Laemmle-Straße nach einem Nationalsozialisten umbenannt wurde. In dieser Zeit versuchte Carl Laemmle bis zu seinem Tod 1939, mit Bürgschaften so viele jüdische Deutsche wie möglich die Ausreise in die USA zu ermöglichen und damit zu retten. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis sich Laupheim wieder an Carl Laemmle erinnerte.

Carl Laemmle - ein Laupheimer in der Welt
Eine Ausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg im Museum zur Geschichte von Christen und Juden Laupheim

Museumsadresse: Museum zur Geschichte von Christen und Juden, Schloss Großlaupheim, Claus-Graf-Stauffenberg-Straße 15, 88471 Laupheim; E-Mail museum@laupheim.de; Tel. 07392.96.80.00; www.museum-laupheim.de
Öffnungszeiten: samstags, sonntags, Feiertage: 13 - 17 Uhr; Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten bei Voranmeldung Museumseintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro; Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Diskussion zum „Mythos 1968“

Pressemitteilung 9. Januar 2018

Stuttgart (hdgbw) - Mit der Diskussion "Mythos 1968 - Was bleibt?" beginnt im Haus der Geschichte in Stuttgart am Donnerstag, 18. Januar 2018, um 19 Uhr das Begleitprogramm zur neuen Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich ... Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg". Podiumsgäste sind die Autorin Gretchen Dutschke-Klotz, Witwe des Studentenführers Rudi Dutschke, und der Stuttgarter Aktivist Peter Grohmann sowie der Zeithistoriker Prof. Detlef Siegfried und der Schweizer Publizist Frank A. Meyer. Es moderiert Silke Arning. Die SWR-Journalistin fragt: Was haben die 68er erreicht? Haben sie alte Zöpfe abgeschnitten und waren Wegbereiter für ein offeneres und freieres Deutschland? Oder waren sie eine überschätzte, ideologisch verbohrte Generation, die mit ihren Veränderungsträumen krachend gescheitert ist?
Die Diskussion ist eine Kooperationsveranstaltung mit SWR 2 und der Landeszentrale für politische Bildung. Sie wird aufgezeichnet und am 19. Januar 2018 im Radio gesendet: SWR 2 Forum, 17.05 bis 17.50 Uhr.
Der Eintritt zu der Veranstaltung im Haus der Geschichte ist frei. Anmeldung: Telefon 0711/212-3989, E-Mail besucherdienst@hdgbw.de.