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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Museum

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2018

Endspurt in der 60er-Jahre-Ausstellung – Letzte Führung nach Ausstellungsende

Pressemitteilung 14. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) - Wer die 60er-Jahre-Schau in Stuttgart noch nicht gesehen hat, sollte sich beeilen: Die Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich... Die 60er Jahre in Baden-Württemberg" im Haus der Geschichte Baden-Württemberg schließt am 24. Juni 2018. Am Samstag, 23. Juni, gibt es deshalb verlängerte Öffnungszeiten - bis 21 Uhr. Sogar nach Toresschluss der Schau wird am Sonntag, 24. Juni, noch ein letzter Programmpunkt geboten: eine exklusive Abendführung mit Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger um 18 Uhr. Kosten: 10 Euro pro Person (inkl. Eintritt). Eine Anmeldung beim Besucherdienst (Tel.: 0711/2123989, E-Mail: veranstaltungen@hdgbw.de) ist für die Teilnahme notwendig.
Bereits am Donnerstag, 21. Juni, erklingt um 19 Uhr zum letzten Mal "39=34 ETC. Neue Musik". Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen John Cage und seine Weggenossen der Fluxus-Bewegung, flankiert von aktuellen Kompositionen und Performances unserer Zeit. Die Darbietung des Studios für Stimmkunst und Neues Musiktheater (Leitung Prof. Angelika Luz) gibt es in der Sonderausstellung. Der Eintritt ist frei.

Ein Vorzeigeprojekt zieht weite Kreise

Pressemitteilung 12. Juni 2018

Das Eiermann-Magnani-Haus. Ein Architekt. Ein Pfarrer. Eine Modellsiedlung.

Buchen - Ein kleines Siedlungshaus mit großer Wirkung: Am 17. Juni wird mit dem Eiermann-Magnani-Haus in Buchen-Hettingen (Neckar-Odenwald-Kreis) ein neues Museum eröffnet. Gemeinsam hatten der bekannte Architekt Egon Eiermann und der Ortspfarrer Heinrich Magnani nach dem Zweiten Weltkrieg ein soziales Vorzeigeprojekt geschaffen - eine der ersten Genossenschaftssiedlungen für Heimatvertriebene und Einheimische. Ein Gebäude davon blieb kaum verändert erhalten. Die Wüstenrot Stiftung hat es denkmalgerecht saniert und die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg konzipierte Ausstellung maßgeblich finanziert. Das Museum erzählt nicht nur vom frühen Hauptwerk eines außergewöhnlichen Architekten, sondern auch von der Aufnahme von Fremden und großem Engagement in dem Dorf. Es macht Architektur- und Sozialgeschichte erlebbar.
"Die Idee zu diesem Projekt entstand noch vor der großen Geflüchtetenwelle und der Verschärfung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Trotzdem könnte es ein Vorbild für heute sein.", sagte Prof. Dr. Thomas Schnabel, der Leiter des Hauses der Geschichte, bei der Eröffnungspressekonferenz am 12. Juni 2018 in Hettingen.
"Durch die Instandsetzung wurde das große Potential des Hauses sichtbar. Dazu gehören die fast vollständig erhaltenen Spuren der Bewohner, die sensibel herausgearbeitet wurden", freute sich Prof. Philip Kurz, der Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung. "Fünf Jahre wurden an der Instandsetzung und Ausstellung gearbeitet und rund 500.000 Euro eingesetzt. Heute sind wir sehr froh und stolz, dass es als Zeugnis von Not, Aufbruch, Kreativität und Integration für jedermann zugänglich gemacht werden kann."
Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, die Ausstellungsleiterin des Hauses der Geschichte, betonte die sozialgeschichtliche, architekturhistorische und kulturwissenschaftliche Bedeutung des Hauses: "Das Haus atmet Geschichte. Das wird schon beim Greifen der originalen Türklinke von Egon Eiermann spürbar. Die Sanierung und das Museum machen sowohl die ursprüngliche Planung des Architekten als auch das Leben der Siedlungsbewohner sichtbar."
Eigentümer und Betreiber des Museums ist der Verein Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte. Der Vorsitzende Hans-Eberhard Müller würdigte Heinrich Magnani: "Der Bau der Hettinger Siedlung war von größter Bedeutung für die Heimatvertriebenen, die Hilfe erwarteten. Pfarrer Magnani hat nicht nur von Hilfe geredet, sondern schnell und tatkräftig gehandelt. Er leistete Vorbildliches für die Integration der Vertriebenen."
Hettingen stand nach 1945 vor einer immensen Herausforderung. Das Dorf zählte 1500 Einwohner und hatte rund 500 Vertriebene aufzunehmen. Mit der Gründung der Baugenossenschaft "Neue Heimat" versuchte Ortspfarrer Heinrich Magnani, dem Mangel an Wohnraum Herr zu werden sowie "Ostflüchtlinge" und Alteingesessene würdig unterzubringen. Um die Häuser erschwinglich zu machen, entstand die Siedlung in Hettingen größtenteils in Eigenleistung der zukünftigen Bewohner und mithilfe ehrenamtlicher Freiwilliger. Der Architekt Egon Eiermann schuf mit genau kalkulierten Proportionen auf engem Raum großzügige, offene Wohnbereiche in den Häusern und plante die Ausstattung bis ins Detail. Das soziale Vorzeigeprojekt zog weite Kreise, sogar der Papst würdigte es.
Während fast alle Häuser der "Neuen Heimat" Hettingens im Lauf der Jahrzehnte tiefgreifend verändert wurden, blieb das Häuschen in der Adolf-Kolping-Straße 29 ohne große Umbauten erhalten. Der Verein Eiermann-Magnani-Dokumentationsstätte erwarb es 2011. Die Wüstenrot Stiftung übernahm das Gebäude 2012 in ihr Denkmalprogramm und setzte es instand. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat die Ausstellung erarbeitet und eingerichtet.
Das Museum hat bis Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet. Von November bis April kann es an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.
www.eiermann-magnani-haus.de

Laupheimer Gespräche über Antisemitismus

Pressemitteilung 8. Juni 2018

Laupheim (hdgbw) – Mit Antisemitismus beschäftigen sich die 19. Laupheimer Gespräche am 14. Juni 2018. Dabei wird nicht nur die Bedeutung des Themas im 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet, sondern auch wie gegenwärtig es in Deutschland, Europa und den USA ist. Experten wie der Historiker und Publizist Götz Aly befassen sich mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Bei der Podiumsdiskussion sprechen über heutigen Antisemitismus der Freiburger Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi und Tobias Ginsburg, der das Buch „Die Reise ins Reich: Unter Reichsbürgern“ geschrieben hat.

Mit dem Vortrag „Europa gegen die Juden“ leitet Prof. Dr. Götz Aly die Tagung im Kulturhaus Schloss Großlaupheim ein. Es folgt der Vortrag „ ‚So brechen die Spuren eines nur überdeckten Judenhasses hervor‘– Zeugnisse des Antisemitismus in Laupheim“ von Dr. Michael Koch. Danach spricht Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel über „Antisemitismus 2.0 – alter Hass in neuer Form“. Im Anschluss geht es Wolfram Kastner um „Christliche Sauerei. Sehstörung, Verdrängung und die Unfähigkeit zu (Er)Lösung“. Es folgt Prof. Dr. Guy Stern mit dem Thema „Ein weiterer Tyrann wird sich erheben!“ Marc Grimm beschäftigt sich mit „AfD und Antisemitismus“.

Die Vorträge der Tagung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Stadt Laupheim gehen am Donnerstag, 14. Juni 2018, von 10 bis ca. 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion zu „Antisemitismus in Deutschland heute“ beginnt um 19 Uhr. Die Veranstaltung moderiert Dr. Cornelia Hecht (Haus der Geschichte). Der ursprünglich angekündigte Moderator Dr. Johannes Weiß (SWR) fällt leider krankheitsbedingt aus. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter der Mail-Adresse veranstaltungenspamgeschützt @spamgeschützt hdgbw.de wird gebeten.

Das Programm der Laupheimer Gespräche im Internet: www.hdgbw.de/laupheimer-gespraeche

Die Vorträge der Laupheimer Gespräche werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Das Haus der Geschichte präsentiert in Laupheim den 18. Band mit dem Titel „Politiker jüdischer Herkunft in Vergangenheit und Gegenwart“.

 

MUSIKTHEATER – „39 = 34 ETC. NEUE MUSIK“

Pressemitteilung 7. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) – John Cage und seine Weggenossen der Fluxus-Bewegung sowie aktuelle Kompositionen und Performances stehen im Mittelpunkt von Darbietungen in der 60er-Jahre-Schau im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Das Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater der Stuttgarter Musikhochschule begibt sich mit klingenden Objekten, Sprache und Darstellung auf Zeitreise. Die drei Vorstellungen mit dem Titel „39 = 34 etc. Neue Musik“ finden am Dienstag, 12. Juni, am Donnerstag, 14. Juni, und am Donnerstag, 21. Juni 2018, jeweils um 19 Uhr in der Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“ statt und kosten den Ausstellungseintritt. Donnerstags ist der Eintritt frei.

Studierende aus den Fachbereichen Gesang, Sprechen und Komposition präsentieren John Cage und George Brecht, Teile der in Stuttgart 1969 uraufgeführten Komposition „Hallelujah“  und „Staatstheater“ von Mauricio Kagel sowie zwei Uraufführungen von Adrian Laugsch und Eui Kyung Lee. Der Dirigent Bernhard Kontarsky wird als Zeitzeuge berichten. Die Gesamtleitung hat Prof. Angelika Luz.

Letzte Aufführung - Sixties-Hörspiel im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 4. Juni 2018

Stuttgart (hdgbw) – Die letzte Aufführung des Live-Hörspiels über die Sixties ist am Donnerstag, 7. Juni 2018, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu hören. „Apo, Beat & Minirock“ handelt von manisch depressiven Teenagern beim Glasperlenspiel, Theodor Heuss, Lassie, Gastarbeitern und Musiktruhen: Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich bei dem Live-Feature zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.

Das Hörspiel ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte mit dem Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik der Musikhochschule Stuttgart und wurde eigens für die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich …“ in dem Stuttgarter Museum geschrieben und produziert. Sprecher sind Chantal Busse und Raphael Pi Permantier. Regie und Buch: Günter Maurer.

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro.

Familienführung: Im schwarzen Wald

Pressemitteilung 25. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Es rauscht und rattert zwischen den hohen Tannen! Was erzählen die Geräusche über den Schwarzwald und seine Geschichte? Bei der Familienführung am Sonntag, 3. Juni 2018, um 14.30 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg entdecken Familien, was Touristen aus New York ins Wutachtal lockte, wie ein Hut zum Symbol des Waldes wurde und was ein Löwe auf einer Uhr macht. Die Führung ist für Kinder, Eltern und Großeltern. Sie kostet 5 € für Erwachsene und 1 € für Kinder. Treffpunkt ist im Foyer.

Laupheimer Gespräche über Antisemitismus

Pressemitteilung 16. Mai 2018

Laupheim (hdgbw) – Mit Antisemitismus beschäftigen sich die 19. Laupheimer Gespräche am 14. Juni 2018. Dabei wird nicht nur die Bedeutung des Themas im 19. und 20. Jahrhundert beleuchtet, sondern auch wie gegenwärtig es in Deutschland, Europa und den USA ist. Experten wie der Historiker und Publizist Götz Aly befassen sich mit den vielfältigen Erscheinungsformen des Antisemitismus.

Zum Auftakt der Tagung im Kulturhaus Schloss Großlaupheim spricht der Berliner Professor Aly über „Europa gegen die Juden“. Die weiteren Vorträge beleuchten die lange Tradition des Judenhasses sowie neue Formen eines sich seit Jahren auch verbal radikalisierenden Antisemitismus unter anderem in den sozialen Medien. Marc Grimm beschäftigt sich mit „AfD und Antisemitismus“. Am Abend diskutieren der Freiburger Islamwissenschaftler Dr. Abdel-Hakim Ourghi und Tobias Ginsburg, Dramaturg und Autor des Buches „Unter Reichsbürgern“, über „Antisemitismus in Deutschland heute“.

Die Tagung „Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart“ des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg und der Stadt Laupheim am Donnerstag, 14. Juni 2018, dauert von 10 bis ca. 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion am Abend beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter der Mail-Adresse veranstaltungen@hdgbw.de wird gebeten.

Zum Schicksal deportierter Sinti und Roma

Pressemitteilung 15. Mai 2018

Asperg (hdgbw) – Um das Schicksal deportierter Sinti und Roma geht es in einer Veranstaltung im Museum Hohenasperg am Pfingstmontag, 21. Mai 2018, um 15 Uhr. Anita Awosusi liest aus ihrem familienhistorischen Buch „Vater unser. Eine Sintifamilie erzählt“. Sie ist die Tochter von Hermann Weiß, dessen Biografie im Museum Hohenasperg stellvertretend für das Schicksal der Opfer der Maideportation von 1940 steht. Musikalisch begleitet wird Anita Awosusi von dem Pianisten Ernie Schmiedel und der Sängerin Christiane Reinhardt. Der Eintritt ist frei.

Am 27. April 1940 befahl Heinrich Himmler die erste Deportation von zunächst 2500 Sinti und Roma aus den nördlichen und westlichen Grenzgebieten in das besetzte Polen. Der Hohenasperg diente als Sammellager für mehr als 500 Sinti und Roma, die von dort aus am 22. Mai 1940 nach Polen deportiert wurden. In Polen mussten sie Zwangsarbeit leisten, kamen in Ghettos oder Konzentrationslagern um, fielen Massenerschießungen zum Opfer oder wurden in Auschwitz ermordet. Schätzungsweise 80 Prozent der Deportierten starben bis 1945.

Größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zur Zeitenwende 1918/19 in Europa – Stuttgarter Haus der Geschichte mit dabei

Pressemitteilung 9. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Das Ende des Ersten Weltkriegs hat Europa fundamental verändert. Dies gilt auch für den Oberrhein und die angrenzenden Gebiete. Umfassend informiert über diesen Epochenwechsel 100 Jahre danach das trinationale Netzwerk Museen mit einer grenzüberschreitenden Ausstellungsreihe – die größte in Europa 100 Jahre nach Kriegsende.

Insgesamt informieren zeitgleich 30 Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz über den Epochenwechsel vor 100 Jahren. Im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck haben Museen und Archive nun gemeinsam die letzten entscheidenden Weichen für das Großprojekt gestellt und das gemeinsame Faltblatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses ist in seiner Form einmalig in Europa und entstand mit Unterstützung des ebenfalls trinationalen Museums-PASS-Musées. Das Netzwerk Museen vereint Museen, die dem Museums-PASS-Musées angehören oder sich in etwa in seinem Verbreitungsgebiet befinden.

Die meisten Ausstellungen sind zwischen Sommer 2018 und Februar 2019 geöffnet. Alle Ausstellungen werden in Regionen nahe der Grenze zwischen den drei Ländern präsentiert. Dazu gehören größere Städte wie Straßburg, Basel, Stuttgart, Karlsruhe oder Frankfurt am Main, aber auch viele kleinere Orte mit einem besonderen thematischen Bezug zur Zeitenwende 1918/19.

Im Stuttgarter Haus der Geschichte Baden-Württemberg öffnet die große Landesausstellung „Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924“ am 30. September 2018. Sie läuft bis 11. August 2019. Die Schau zeigt, wie nach dem Ende des Kaiserreichs aus der Revolution die erste Demokratie in Baden und Württemberg entstand, die um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger warb.

Die gesamte Ausstellungsreihe bietet auf vergleichsweise engem Raum die einmalige Gelegenheit, die großen Unterschiede der damaligen Situation in den drei Ländern kennenzulernen. Neben den nationalen Unterschieden vermittelt diese aber ebenso wichtige regionale oder thematische Perspektiven. In allen drei Ländern sind die neuen, jetzt kontrollierten Grenzen und ihre Auswirkungen spürbar. Auf deutscher Seite sind die Entstehung der Weimarer Republik, das Frauenwahlrecht oder die Demilitarisierung wichtige Themen. Schweizer Ausstellungen behandeln den Landesstreik, der das Land an den Rand eines Bürgerkrieges brachte, oder den Nobelpreis für Carl Spitteler. Französische Ausstellungen erinnern an die Rückkehr von Elsass-Lothringen zu Frankreich oder die Kämpfe in den Vogesen. Es gibt Kunstausstellungen und das Dreiländermuseum in Lörrach vergleicht die Situation in den drei Ländern.

Zur Ausstellungsreihe gibt es ab sofort ein gemeinsames Faltblatt und ab Juli einen gemeinsamen Ausstellungskatalog. Weitere Informationen über alle 30 Ausstellungen bietet die gemeinsame Website des Netzwerkes unter: www.netzwerk-museen.eu.

 

Ansprechpartner*innen:

Frankreich:

Jean Klinkert, Colmar
0033(3) 892 010 51 jean.klinkert@adt.alsace

 

Schweiz:

Rea Köppel, Liestal
0041 619 237 015 mail@dichtermuseum.ch

 

Deutschland:

Martin Beutelspacher, Esslingen
0049 711 351 233 20 martin.beutelspacher@esslingen.de

Guilhem Zumbaum-Tomasi, Heidelberg
0049 622 191 0711 zumbaum-tomasi@ebert-gedenkstaette.de

Jan Merk, Müllheim (Baden)
0049 7631 801 520 jmerk@muellheim.de

 

Netzwerk Museen:

Markus Moehring, Lörrach
0049 7621 415 153 m.moehringspamgeschützt @spamgeschützt loerrach.de

Museumsangebot an den Feiertagen

Pressemitteilung 8. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg hat an den Feiertagen rund um Pfingsten geöffnet und bietet Führungen durch seine Ausstellungen: An Christi Himmelfahrt, 10. Mai, öffnet das Museum in Stuttgart von 10 bis 21 Uhr, am Pfingstsonntag, 20. Mai,  und am Pfingstmontag, 21. Mai,  jeweils von 10 bis 18 Uhr. An diesen drei Tagen gibt es jeweils eine öffentliche Führung um 14.30 Uhr durch die Dauerausstellung, jeweils um 15.30 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er Jahre in Baden-Württemberg“.

An allen Feiertagen haben die Stauffenberg-Erinnerungsstätte und das Museum Hohenasperg von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die öffentlichen Führungen an diesen Tagen beginnen in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte jeweils um 14.30 Uhr, im Museum Hohenasperg um 15 Uhr. Anstelle der öffentlichen Führung am Pfingstmontag gibt es im Museum Hohenasperg um 15 Uhr eine Lesung mit Musik zum Schicksal vom Hohenasperg deportierter Sinti und Roma.

Internationaler Museumstag - Freier Eintritt und kostenlose Führungen in den Museen des Hauses der Geschichte

Pressemitteilung 4. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Zum Internationalen Museumstag unter dem Motto "Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher" bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Sonntag, 13. Mai 2018, kostenlose Führungen an drei Standorten an. Der Eintritt ist an dem Tag im Haus der Geschichte und der Stauffenberg-Erinnerungsstätte in Stuttgart sowie im Museum Hohenasperg frei.

Im Haus der Geschichte startet um 14 Uhr eine Familienführung mit dem Titel "Wer hat's erfunden? Die Badener und Württemberger!" Was wäre die Welt nur ohne Erfindungen aus Baden-Württemberg? Keine Autos, keine Sägen, keine Teddybären. Die Führung erzählt, wie baden-württembergische Tüftler mit ihren Ideen den Alltag der Menschen erleichterten und schöner machten. Die Führung ist für Kinder, Eltern und Großeltern. Treffpunkt ist im Foyer.

Im Museum Hohenasperg folgt um 15 Uhr eine Kuratorenführung zum Thema Netzwerke: Joseph Süß Oppenheimer fiel dem Netzwerk der alten Ehrbarkeit zum Opfer, Studenten vernetzten sich im 19. Jahrhundert im Protest gegen die Monarchie, Alt-Nazis zur Unterstützung internierter NS-Funktionäre.

Ebenfalls um 15 Uhr beginnt in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte eine Führung, die sich mit der Gedankenwelt der Brüder Stauffenberg beschäftigt. Welche Einflüsse in Familie, Schule und Studium prägten Berthold und Claus Graf Stauffenberg? Die Führung widmet sich auch den Zukunftsplänen der Brüder Stauffenberg für die Zeit nach dem Hitler-Attentat und wirft einen Blick auf die Utopien der übrigen Verschwörer des 20. Juli 1944.

Sixties-Hörspiel im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 3. Mai 2018

Stuttgart (hdgbw) - Ein Live-Hörspiel über die Sixties wird an drei Tagen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu hören sein: am Sonntag, 13. Mai, um 11 Uhr, am Donnerstag, 17. Mai, und am Donnerstag, 7. Juni, jeweils um 19 Uhr. "Apo, Beat & Minirock" handelt von manisch depressiven Teenagern beim Glasperlenspiel, Theodor Heuss, Lassie, Gastarbeitern und Musiktruhen: Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich bei dem Live-Feature zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.
Das Hörspiel ist eine Kooperation des Hauses der Geschichte mit dem Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik der Musikhochschule Stuttgart und wurde eigens für die Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich ..." in dem Stuttgarter Museum geschrieben und produziert. Sprecher sind Chantal Busse und Raphael Pi Permantier. Regie und Buch: Günter Maurer.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Anmeldungen unter 0711/2123989 oder besucherdienst(at)hdgbw.de.

Sixties-Führung in zwei Museen

Pressemitteilung 25. April 2018

Stuttgart (hdgbw) – „Aufbruch. Protest. Kunst.“ der 1960er Jahre beleuchten gemeinsame Führungen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und in der Staatsgalerie Stuttgart.

In der Ausstellung #meinMuseum zum 175-jährigen Bestehen der Staatsgalerie werden auch Zeugnisse intermediärer Kunst der Beat-Szene, des Fluxus, des Wiener Aktionismus und Konkreter Poesie gezeigt. Die Rundgänge durch die Schau und die 60er-Jahre-Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg werden am Donnerstag, 3. Mai, um 18 Uhr, am Mittwoch, 16. Mai, um 14 Uhr und am Mittwoch, 6. Juni, um 14 Uhr angeboten. Sie widmen sich Aufbruch, Protest und Institutionenkritik in Kunst, Kultur und Politik der 1960er. Bei der Führung am 16. Mai gibt es zudem einen exklusiven Einblick in das 1981 angekaufte Archiv Sohm in der Staatsgalerie. Es führen Steffen Egle und Caroline Gritschke.

Treffpunkt ist im Foyer des Hauses der Geschichte. Die Führungen kosten jeweils 11 Euro inkl. Eintritte und dauern ca. 2 Stunden. Anmeldung unter 0711/212 39 89 oder besucherdienst@hdgbw.de. Die Führungen sind Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Sixties-Musik im neuen Sound

Pressemitteilung 23. April 2018

Stuttgart (hdgbw) -  Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg holt Soul, Rock und Jazz aus den Sixties mit einem Konzert am Donnerstag, 3. Mai 2018, um 20 Uhr ins Jetzt und Heute. Wolfgang Schmid, in den 1960ern Bassist der Stuttgarter Beatband The Dynamites und später Profi u. a. mit Klaus Doldinger & Passport, spielt mit einer Band aus Absolventen und Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, wo er als Professor tätig ist. Andreas Vogel interviewt den prägenden Bassisten und legt Platten auf. Die Band spielt im Museumsrestaurant Tempus. Der Eintritt kostet 7 Euro. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Kabarett und Kuratoren in der 60er-Ausstellung

Pressemitteilung 9. April 2018

Stuttgart (hdgbw) - Eine Kombination aus Kabarett und Kuratorenführung bieten das Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Aktivist Peter Grohmann in der 60er-Jahre Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich …“ am Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr, und am Samstag, 21. April, um 15 Uhr. Spitzfindig und Spitzzüngig macht der engagierte Stuttgarter Autor und Kabarettist deutlich, warum er es geradezu als Pflicht sieht, sich einzumischen – damals wie heute. In seinem halbstündigen Auftritt stellt er auch vorab Kostproben seines neuen Programms „Gefundenes Fressen“ vor. Grohmann war einer der ersten Kriegsdienstverweigerer im Lande und Mitbegründer des Clubs Voltaire – und ist immer noch unterwegs für bessere Zeiten. Die Kuratoren Katja Nagel und Sebastian Dörfler zeigen in der Ausstellung, welche Proteste in den 1960ern im Land entflammten, wie politisch das Jahrzehnt war und welche Freiräume sich die Jugend schuf.

Die Veranstaltungen kosten jeweils 10 €, ermäßigt 7 €. Anmeldung unter 0711/212 39 89 oder besucherdienst@hdgbw.de

Wia D’Revoludsjo uffs Dorf komma isch - Vortrag mit Dias und Musik

Pressemitteilung 3. April 2018

Stuttgart (hdgbw) - Ebbe Kögel, Jahrgang 1953, spricht am Donnerstag, 12. April 2018, um 19 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg über die Jugendbewegung eines wilden Jahrzehnts zwischen 1968 bis 1977 in der Provinz: In provisorisch eingerichteten Kellern wird der erste Stehblues getanzt, Underground-Musik gehört, der erste Joint geraucht. Beatmusik und lange Haare, Kriegsdienstverweigerung und Rebellion gegen die Autoritäten sorgen für Spannungen zwischen Jung und Alt.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Geflüchteten-Ausstellung wird verlängert

Pressemitteilung 27. März 2018

Stuttgart (hdgbw) - Das Ausstellungsprojekt „Überlebensgeschichten von A bis Z – Dinge von Geflüchteten“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg wird verlängert. Statt bis zum 8. April 2018 ist es nun bis 24. Februar 2019 zu sehen. Das Flucht-ABC stößt auf viel Interesse – insbesondere bei jungen Leuten. Gerade Schulklassen und Freiwilligendienstleistende kommen auch gezielt zu Führungen und Gesprächen mit geflüchteten Projektbeteiligten und tauschen sich mit ihnen aus.

Mit der Ausstellungsintervention blickt das Stuttgarter Museum aus der Perspektive von Geflüchteten auf das Land. 26 Stücke mit beeindruckenden Geschichten vom Fliehen und Ankommen sind vor dem Gebäude und im Foyer zu sehen – von A wie Angst bis Z wie Zulassung. Darunter sind auch besondere neue Objekte: eine zerrissene 100-Rupien-Banknote und der Geldbeutel eines jungen Mannes aus Pakistan. In der Nummer des Scheins versteckt sich eine Botschaft an Arif Ullah von seiner ersten Liebe, da die Seriennummer mit den Anfangsbuchstaben ihrer beider Vornamen beginnt. Das Stück ist unter dem Buchstaben C wie Chiffre zu sehen.

Der Eintritt zu den „Überlebensgeschichten“ vor dem Haus der Geschichte und im Museumsfoyer ist frei.

Mit dem Talk „Wo stehe ich heute?“ startet am Sonntag, 8. April, um 14.30 Uhr das Begleitprogramm zur zweiten Ausstellungsphase. An dem Projekt Beteiligte berichten über ihre aktuelle Situation: Was hat sich geändert? Würden sie heute andere Dinge in den Vitrinen ausstellen und neue Geschichten erzählen? Veranstaltungen wie ein Vorlesevormittag auf Deutsch und Arabisch, Thementage und Führungen schließen sich an.

Das Ausstellungsprojekt stellt die Frage: Wie begegnet Baden-Württemberg Menschen, die vor kurzem in den Südwesten geflohen sind? Geflüchtete selbst haben in Workshops erarbeitet, welchen Teil ihrer Lebensgeschichte sie im Haus der Geschichte vorstellen wollen.

Die „Überlebensgeschichten von A bis Z“ ersetzen vorübergehend das „Baden-Württemberg-ABC“ mit Objekten zu typisch baden-württembergischen Eigenschaften, Klischees und Besonderheiten.

Weitere Informationen: www.ueberlebens-abc.de

 

Das Begleitprogramm bis Juli:

 

Sonntag, 08. April 2018, 14.30 bis 15.30 Uhr:

„Wo stehe ich heute?“ Talk mit Objekten

Zur Verlängerung der Ausstellung „Überlebensgeschichten von A bis Z“ berichten am Projekt beteiligte Geflüchtete über ihre aktuelle Situation. Was hat sich geändert? Würden sie heute andere Dinge in den Vitrinen ausstellen und neue Geschichten erzählen? Kosten: keine.

 

Donnerstag, 17. Mai 2018, 10 Uhr

Vorlesevormittag auf Deutsch und Arabisch

Rauaa Albakhit liest lustige und schöne Geschichten von Eulen und Fröschen auf Arabisch und Deutsch. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

 

Samstag, 26. Mai 2018, 15 bis 16.30 Uhr

Wohnwerkstatt: Wie wollen wir wohnen?

Wie viel Wohnraum braucht ein Mensch? Beim Workshop machen sich Geflüchtete gemeinsam mit Architektinnen Gedanken zu Wohnsituationen in Stuttgart. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich.

 

Sonntag, 10. Juni 2018, 11 Uhr bis 16 Uhr

Thementag: Wie wollen wir wohnen?

Der Wohnraum wird knapper, die Mieten höher: Ist Wohnen Luxus? Wie können wir dieser Entwicklung entgegensteuern? Geflüchtete haben in einem Workshop mit Architektinnen Lösungsvorschläge erarbeitet. Beim Thementag werden die Modelle gemeinsam mit anderen neuen Wohnformen vorgestellt. Besucherinnen und Besucher können mitdiskutieren und eigene Vorschläge hinterlassen. Eintritt frei.

 

Mittwoch, 20. Juni 2018, ganztägig

Thementag zum Internationalen Tag des Flüchtlings

Am Weltflüchtlingstag werden den ganzen Tag über Programme für Schulklassen aller Schularten zum Thema Flucht und Asyl in Geschichte und Gegenwart angeboten. Neben Workshops und Führungen mit geflüchteten Projektteilnehmenden steht auch eine intergenerationelle Erzählwerkstatt auf dem Programm, in der Menschen von ihren Fluchterfahrungen von 1945 bis heute berichten.

 

Sonntag, 15. Juli 2018, 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Kuratorenführung „Überlebensgeschichten von A bis Z“

Die Ausstellungsintervention zeigt Gegenstände von Menschen mit Fluchterfahrung, die heute im Südwesten leben. Die geflüchteten Kuratorinnen stellen in der Führung die vielfältigen Geschichten hinter den Objekten vor. Sie berichten von ihrem neuen Leben in Baden-Württemberg, von Chancen und Barrieren. Kosten: 5 €.

Osterangebot des Hauses der Geschichte

Pressemitteilung 22. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bietet am Osterwochenende mehrere Führungen durch seine Ausstellungen: Am Ostersonntag und am Ostermontag gibt es jeweils eine öffentliche Führung um 14.30 Uhr durch die Dauerausstellung und um 15.30 Uhr durch die Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich … Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“. An beiden Osterfeiertagen, 1. und 2. April, hat das Museum in Stuttgart von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Stauffenberg-Erinnerungsstätte und das Museum Hohenasperg haben über das Osterwochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die öffentlichen Führungen am Sonntag und Montag in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte beginnen jeweils um 14.30 Uhr.

Am Karfreitag, 30. März, sind die Museen geschlossen.

Musik zwischen Revolte und Kommerz - Ein Podiumsgespräch

Pressemitteilung 13. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Mut, Mission, Massengeschäft: Mit der Popmusik in den 1960ern beschäftigt sich ein Podiumsgespräch im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Am Donnerstag, 22. März 2018, um 18 Uhr diskutieren der Konzertveranstalter Michael Russ, Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier und der Musikjournalist Christoph Wagner über das Thema „Musik zwischen Revolte und Kommerz“. Das erste musikalisch globalisierte Jahrzehnt schuf reihenweise Superstars und trug Beat, Pop und Rock in jeden Winkel der Provinz. Das Gespräch wird moderiert von Stefan Siller. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung beim Besucherdienst unter Telefon 0711.212.39.89 oder E-Mail besucherdienst@hdgbw.de. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“, die bis zum 24. Juni 2018 im Haus der Geschichte zu sehen ist.

Minister eingesperrt auf dem Hohenasperg

Pressemitteilung 9. März 2018

Asperg (hdgbw) – Zwei Minister kommen auf den Hohenasperg: Die Fälle eines badischen Revolutionärs und eines NS-Täters sind 2018 im Museum „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ erstmals ausgestellt. Die Saison beginnt am Sonntag, 25. März 2018; Kuratorin Dr. Franziska Dunkel stellt mit einer Eröffnungsführung um 15 Uhr das Museum und die neuen Objekte vor.

Drei Häftlingsbiografien und insgesamt 16 Ausstellungsstücke zeigt das Museum neu in seiner neunten Saison. Zu den Insassen des Gefängnisses auf dem Hohenasperg hatte 1947 „Reichsarbeitsführer“ Konstantin Hierl gehört. Er war ein Nazi der ersten Stunde, der nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus versuchte, den Reicharbeitsdienst als „Friedensdienst“ darzustellen. Die Ausstellung stellt dem Filmausschnitte entgegen und zeigt mit einem Originalbrief, wie er nach 1945 noch in völkischen Kreisen vernetzt war.

Als Demokrat inhaftiert wurde knapp 100 Jahre zuvor Joseph Fickler. Der Außenminister der Revolutionsregierung in Baden verbrachte die meiste Zeit der Jahre 1848/49 in Haft. Er war gleich in zwei Hauptstädten – Karlsruhe und Stuttgart – als Aufwiegler verhaftet worden. Die Haft in Württemberg bewahrte ihn vermutlich vor dem Todesurteil. Sein Bruder wähnte ihn auf dem Hohenasperg „wenigstens sicher“. Als Fickler auf Kaution freigelassen wurde, setzte er sich umgehend nach Amerika ab.

Der Rottenacker Separatist Konrad Schacher dagegen gab seine bürgerliche Existenz für ein gottgefälliges Leben auf. Seine Kinder mussten ins Waisenhaus und er 1804 ins Gefängnis, weil er die weltliche Obrigkeit nicht anerkannte. Von Schacher ist im Museum Hohenasperg ein selbstgemachter Ordensstern und ein Beschwerdebrief an König Friedrich zu sehen. Aber auch zu anderen Gefangenen gibt es neue, bewegende Stücke – etwa zu der in Ungnade gefallenen Hofsängerin Marianne Pirker, zum unglücklichen Aufständischen Gottlieb Rau oder vom sensiblen Revolutionär Theobald Kerner.

Die vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg eingerichtete Dauerausstellung im Museum widmet sich in eindrucksvoll inszenierten Räumen mit 23 Biografien den Gefangenen auf dem Hohenasperg, ihren Schicksalen und ihrer Zeit.

Der Eintrittspreis für das Museum beträgt 4 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder und Jugendliche sind frei.

Die Öffnungszeiten (25. März bis 4. November 2018) des Hohenasperg-Museums: donnerstags bis sonntags und Feiertage 10 bis 18 Uhr. Am Karfreitag bleibt das Museum geschlossen.

Weitere Informationen zum Museum und den Veranstaltungen finden sich im Internet unter www.hohenasperg-museum.de

Freier Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte

Pressemitteilung 8. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Anlässlich des Geburtstags von Berthold Graf Stauffenberg ist der Eintritt in die Stauffenberg-Erinnerungsstätte am Donnerstag, 15. März 2018, frei. Die öffentliche Führung durch das Museum um 16 Uhr ist an diesem Tag ebenfalls kostenlos. Die Erinnerungsstätte hat am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Berthold Graf Stauffenberg (1905-1944) gehörte zu den Köpfen des Umsturzversuchs gegen Adolf Hitler vom 20. Juli 1944.

Sixties-Special mit Schneidewind im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 7. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Ein Sixties-Special mit dem wandelnden Poplexikon Günther Schneidewind bietet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Donnerstag, 15. März 2018, um 19 Uhr. Der SWR-1-Moderator und Musikredakteur widmet sich im Otto-Borst-Saal des Stuttgarter Museums dem Jahrzehnt der Beatles, Stones und Beach Boys. Dabei erzählt er nicht nur Wissenswertes und Anekdoten über die Entstehung großer Songs und Platten, sondern auch Geschichten von seinen persönlichen Begegnungen mit den ganz Großen wie Paul McCartney oder Keith Richards.

Die multimediale Lesung „Der Große Schneidewind“ mit Musik, O-Tönen, Fotos und Videos ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“ und kostet 7 Euro Eintritt. Anmeldung beim Besucherdienst unter Telefon 0711.212.39.89 oder E-Mail besucherdienst@hdgbw.de. 

 

Lange Nacht der Museen: Party „Die 60er für alle Sinne“ im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 6. März 2018

Stuttgart (hdgbw) – Die Sixties live in Stuttgart: The Beat-Union, die zum Teil einst als The Shatters nördlich von Stuttgart den Takt angaben, rocken zur Langen Nacht der Museen am Samstag, 17. März 2018, ab 20 Uhr im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Das Museumsrestaurant Tempus bietet Drinks und Snacks aus der Zeit von Cuba Libre und Käseigel. Und vielleicht zeigt sich ja der eine oder andere Sixties-Typ für ein gemeinsames Selfie?

In der Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er Jahre in Baden-Württemberg“ sind exklusiv erste Kostproben des kommenden 1960er-Hörspiels „Apo, Beat & Minirock“ zu hören. Literarische Texte und Originaltöne vereinen sich darin zu einem akustischen Bild der 1960er-Jahre in Baden-Württemberg.

Geschichtsexperten führen ab 19 Uhr durch die Epochen- und Themenräume im Haus der Geschichte sowie durch die Sonderausstellung und beantworten Fragen der Besucher.

Im Kinderprogramm heißt es für den Nachwuchs von 16 bis 19 Uhr „Komm spielen! Spaß und Action im Museum!“ Das Haus der Geschichte wird zur Spielfläche und die Kinder dürfen mitspielen. Zum Schluss gibt es einen kleinen Preis zum Mitnehmen. 

Freier Eintritt und Führungen zum Frauentag im Haus der Geschichte

Pressemitteilung 27. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) - Zum Internationalen Frauentag, am Donnerstag, 8. März 2018, ist der Eintritt ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg frei. Das Stuttgarter Museum bietet an diesem Tag zwei besondere Führungen an: Um 11 Uhr gibt es einen Themenrundgang mit dem Titel „Frauengeschichte(n) aus dem Südwesten“ durch die Dauerausstellung. Es geht um bekanntere und unbekanntere Frauen aus 200 Jahren Landesgeschichte. Um 16 Uhr folgt eine Kuratorenführung durch die 60er-Jahre-Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich…“. Dr. Katja Nagel zeigt, wie in den 1960ern Bewegung in die Geschlechterverhältnisse kam. Der Umgang mit der Sexualität änderte sich durch Antibabypille, Pornowelle und Tabubrüche junger Menschen. Zwar blieb die Unterordnung der Frau in dieser Zeit noch die Regel, doch die Emanzipation begann.

Die Führungen kosten jeweils 5 Euro. Das Haus der Geschichte hat an diesem Tag von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Kino wie in den 60ern: Die Konferenz der Tiere

Pressemitteilung 23. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) – Der Projektor rattert wieder: Ein Kinoerlebnis wie in den 60er-Jahren. Am Sonntag, 4. März 2018, zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg um 15 Uhr in seinem Kinosaal den Zeichentrick-Klassiker „Die Konferenz der Tiere“ (1969) von der 35 mm-Filmrolle. Die kleinen und großen Besucher können danach auch einen Blick in den Vorführraum werfen, wo Filmvorführer Thomas Eilenstein erklärt, wie ein echter Projektor funktioniert.

„Die Konferenz der Tiere“ war der erste abendfüllende deutsche Farb-Zeichentrickfilm. Er basiert auf einem Roman von Erich Kästner: Eine Gruppe von Tieren beschließt, die Menschen zu zwingen, Lösungen für ihre selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung zu finden und weltweit Frieden zu schließen.

Vor der „Konferenz der Tiere“ ist ein Kurzfilm mit dem „Kleinen Maulwurf“ auf der Leinwand zu sehen. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Kinderkino wie in den 60ern

Pressemitteilung 7. Februar 2018

Stuttgart (hdgbw) – Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg rattert der Kinoprojektor wie in alten Zeiten. Das Museum zeigt im Begleitprogramm seiner 60er-Jahre-Ausstellung zwei Kinderfilmklassiker: am 18. Februar „Pippi Langstrumpf“ und am 4. März „Die Konferenz der Tiere“ – von der Filmrolle, nicht als Digitalkopie! Die kleinen und großen Gäste können sogar selbst einen Blick in den Vorführraum werfen, wo Filmvorführer Thomas Eilenstein erklärt, wie ein echter Filmprojektor funktioniert.

Im Kinosaal des Stuttgarter Museums gibt es am Sonntag, 18. Februar 2018, um 15 Uhr ein Wiedersehen mit Pippi, Tommi, Annika, Herrn Nilsson und dem Kleinen Onkel – beim Astrid-Lindgren-Klassiker "Pippi Langstrumpf" aus dem Jahr 1969. Am Sonntag, 4. März 2018, um 15 Uhr folgt der erste abendfüllende deutsche Farb-Zeichentrickfilm "Die Konferenz der Tiere" (1969). Und vor den Hauptfilmen tummelt sich noch kurz der Kleine Maulwurf auf der Leinwand. Ein Filmerlebnis wie in den 60ern. Der Eintritt kostet jeweils 3 Euro.

Eine neue Heimat für den Hollywood-Erfinder

Pressemitteilung 12. Janaur 2018

Laupheim (hdgbw) - "Ein Laupheimer in der Welt": In mehreren komplett neu gestalteten Räumen erinnert die Heimatstadt Carl Laemmles an den Hollywood-Erfinder. Die Ausstellung ist von der Stadt Laupheim in Auftrag gegeben und vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg konzipiert worden. Sie beschäftigt sich mit dem Auswanderer und dem Kinovisionär Carl Laemmle sowie seinem Verhältnis zur Heimatstadt Laupheim. Die Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden wird am 16. Januar 2018, dem Tag vor Laemmles 151. Geburtstag, eröffnet und kann ab dem 20. Januar besichtigt werden.
"Ich freue mich sehr, dass dem Leben und Wirken des berühmtesten Sohnes Laupheims nun eine zeitgemäße und spannende Ausstellung gewidmet ist", sagte Oberbürgermeister Rainer Kapellen beim Pressegespräch am 12. Januar 2018. "Die Eröffnung dieser Ausstellung ist der krönende Abschluss eines einzigartigen Jubiläumsjahrs zu Ehren des 150. Geburtstags von Carl Laemmle."
"Carl Laemmle liebte seine Heimatstadt Laupheim und tat viel Gutes für sie", betonte der Leiter des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Thomas Schnabel. Im Hinblick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wie die Verleihung des Produzentenpreises in Laupheim und auf die Sonderausstellung in Stuttgart meinte er: "Mit der breiten, bundesweiten Resonanz darauf sorgt Carl Laemmle lange über seinen Tod hinaus immer noch für seine Heimatstadt."
Ausstellungsleiterin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger vom Haus der Geschichte: "Die neu konzipierte Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden erzählt die Geschichte eines Mannes, der jenen Gründergeist verkörpert, den wir uns heute häufiger wünschen." Die Neugestaltung der Abteilung wurde möglich einerseits durch die Finanzierung des Umbaus durch die Stadt Laupheim und andererseits durch die Arbeit des Hauses der Geschichte. "Das Kuratorenteam konnte auf seine Recherchen zur weltweit ersten großen Laemmle-Ausstellung 2016/17 im Haus der Geschichte zurückgreifen und sie erfolgreich weiterführen."
Drei Räume mit Ausschnitten aus seinen wichtigsten Hollywood-Filmen, aber auch Aufnahmen aus Laupheim, mit persönlichen Gegenständen, Dokumenten und interaktiven Medien sind Carl Laemmle gewidmet. Der erste erzählt die Geschichte von vier erfolgreichen Auswanderern aus Laupheim. Neben Laemmle sind dies Leo Hirschfeld, der zusammen mit ihm 1884 nach New York aufgebrochen war, Samuel Einstein und Isidor Nathan Landauer. Zu allen drei Freunden hielt Laemmle Kontakt, ihre Namen standen bei seinen Festen regelmäßig auf der Gästeliste.
Laemmles Beziehung zu seiner Heimatstadt ist das Thema des zweiten Raumes. Er unternahm große Anstrengungen, jüdische Deutsche und dabei möglichst viele jüdische Laupheimer aus NS-Deutschland zu retten, indem er ihnen Bürgschaften für die Einreise in die USA ausstellte. Ein interaktiver Medientisch hilft dem Besucher, sich ein genaues Bild von dem Vorgang der Ausreise aus Deutschland und der Einreise in die USA zu machen.
Laemmles Lebensmaxime "It can be done" ist der Titel des letzten Ausstellungsraums. Der Hollywoodpionier hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau der amerikanischen Filmindustrie und setzte Maßstäbe für die Filmproduktion. Eine große Landkarte führt die 122 weltweiten Niederlassungen von Universal vor Augen und zeigt Laemmle als Präsident eines global agierenden Filmunternehmens.
Carl Laemmle war als 17-Jähriger aus Laupheim in die USA ausgewandert. Dort wurde er zum erfolgreichsten Filmproduzenten seiner Zeit. Laemmle gründete die Universal Studios und machte Hollywood zur Traumfabrik. Das Marketinggenie schuf die Filmstadt Universal City, erfand das Starsystem und begriff Kino früh als weltweites Geschäft. Unter seiner Ägide entwickelte sich unter anderem mit "Das Phantom der Oper", "Dracula", "Die Mumie" und "Frankenstein" das Horrorfilm-Genre.
Zeitlebens blieb Laemmle Laupheim eng verbunden. Das zeigte sich nicht nur in seinen vielen Besuchen "in meiner geliebten Heimath", sondern er spendete auch großzügig. Laupheim machte ihn dafür zum Ehrenbürger und widmete ihm eine Straße. Die Dankbarkeit endete jedoch 1933, als die Laemmle-Straße nach einem Nationalsozialisten umbenannt wurde. In dieser Zeit versuchte Carl Laemmle bis zu seinem Tod 1939, mit Bürgschaften so viele jüdische Deutsche wie möglich die Ausreise in die USA zu ermöglichen und damit zu retten. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis sich Laupheim wieder an Carl Laemmle erinnerte.

Carl Laemmle - ein Laupheimer in der Welt
Eine Ausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg im Museum zur Geschichte von Christen und Juden Laupheim

Museumsadresse: Museum zur Geschichte von Christen und Juden, Schloss Großlaupheim, Claus-Graf-Stauffenberg-Straße 15, 88471 Laupheim; E-Mail museum@laupheim.de; Tel. 07392.96.80.00; www.museum-laupheim.de
Öffnungszeiten: samstags, sonntags, Feiertage: 13 - 17 Uhr; Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten bei Voranmeldung Museumseintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro; Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Diskussion zum „Mythos 1968“

Pressemitteilung 9. Januar 2018

Stuttgart (hdgbw) - Mit der Diskussion "Mythos 1968 - Was bleibt?" beginnt im Haus der Geschichte in Stuttgart am Donnerstag, 18. Januar 2018, um 19 Uhr das Begleitprogramm zur neuen Sonderausstellung "Denn die Zeiten ändern sich ... Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg". Podiumsgäste sind die Autorin Gretchen Dutschke-Klotz, Witwe des Studentenführers Rudi Dutschke, und der Stuttgarter Aktivist Peter Grohmann sowie der Zeithistoriker Prof. Detlef Siegfried und der Schweizer Publizist Frank A. Meyer. Es moderiert Silke Arning. Die SWR-Journalistin fragt: Was haben die 68er erreicht? Haben sie alte Zöpfe abgeschnitten und waren Wegbereiter für ein offeneres und freieres Deutschland? Oder waren sie eine überschätzte, ideologisch verbohrte Generation, die mit ihren Veränderungsträumen krachend gescheitert ist?
Die Diskussion ist eine Kooperationsveranstaltung mit SWR 2 und der Landeszentrale für politische Bildung. Sie wird aufgezeichnet und am 19. Januar 2018 im Radio gesendet: SWR 2 Forum, 17.05 bis 17.50 Uhr.
Der Eintritt zu der Veranstaltung im Haus der Geschichte ist frei. Anmeldung: Telefon 0711/212-3989, E-Mail besucherdienst@hdgbw.de.