/  / 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Das Museum

Presse / Medien

Medieninformationen und Pressebilder

Zugang zum Pressebereich

Der Downloadbereich ist für Medienvertreter vorgesehen. Die Login-Daten für den Foto-Download erhalten Sie von unserer Pressestelle. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung der Pressebilder  ausschließlich unter Angabe der Copyrights und nur zum Zweck der Berichterstattung über das Haus der Geschichte Baden-Württemberg gestattet ist.

Eintritt in die Museen

Gegen Vorlage Ihres Presseausweises bekommen Sie freien Eintritt in unsere Ausstellungen in Stuttgart. Blogger und Berichterstatter für Social-Media-Seiten können sich für freien Eintritt hier per Mail anmelden.

Fotografieren und Filmen

Für Pressefotos, Film- und Videoprojekte benötigen Sie eine Fotoerlaubnis bzw. Drehgenehmigung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle.

Kontakt

Dr. Peter Schaller
Tel. 0711.212.39.82

Lydia Meißner
Tel. 0711.212.39.55

Joachim Rüeck (Leiter)
Tel. 0711.212.39.65

Sarah Hergöth
Tel. 0711.212.39.88

E-Mail: presse(at)hdgbw.de

Medienreaktionen

Aktuelle Pressemitteilung

15:14. 15 ehemalige Verfolgte und 14 ehemalige Verfolger bei der Stuttgarter Kripo nach 1945. Ein interaktives Hörspiel.

Pressemitteilung 12. November 2021

Stuttgart (hdgbw) – Sie trafen als Verfolgte und Verfolger in der Gestapo-Zentrale „Hotel Silber“ aufeinander: verhaftete Widerstandskämpfer und Gestapo-Beamte. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur kehrten Männer beider Seiten in das Gebäude zurück – und arbeiteten als Kollegen Tür an Tür bei der Kriminalpolizei. Mit dem interaktiven Hörspiel „15:14“ macht das Haus der Geschichte Baden-Württemberg ihre unterschiedlichen Lebensläufe, ihre Konflikte, ihr Selbstverständnis, ihre Perspektiven erlebbar.

 „Unser Wunsch war von Anfang an, dass das ,Hotel Silber‘ ein lebendiger Ort des politisch-historischen Lernens wird. Ein Ort, der mitten in der Stadt Begegnung, Gespräch und Auseinandersetzung fördert und in die ganze Gesellschaft hineinwirkt – mit analog und digital erlebbaren Inhalten. Das Hörspiel ist ein überaus gelungenes Beispiel für ein fesselndes digitales Angebot“, sagt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. „Wir brauchen solche differenzierten Vermittlungsformen, um historische und gesellschaftsrelevante Themen besonders auch mit der jüngeren Generation zu reflektieren und zu diskutieren – in diesem Fall einen Grundkonflikt der Nachkriegszeit: das Ausblenden von Verfolgung und Unrecht im Nationalsozialismus oder ein tatsächlicher Neuanfang.“

 „15:14 ist eine Ausstellung zum Hören“, sagt Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger, die Direktorin des Hauses der Geschichte. „Wer sie digital besucht, klickt sich durch die Geschichten und Erlebnisse, kann verweilen und weitergehen, um Neues zu entdecken. Diese Art der Ausstellung entstand als Folge der Corona-Lockdowns. Doch unser digitales Angebot wächst nicht erst seit der Pandemie. Online-Projekte begleiten und ergänzen unsere Ausstellungen, vertiefen Themen bereits seit Jahren.“ Sie nennt den virtuellen Geschichtsort und den Audioguide zum „Hotel Silber“, den Digitalguide InGe, die virtuellen Ausstellungsrundgänge im Haus der Geschichte oder den Partizipationskalender „Des Volkes Stimme“ als Beispiele.

Das interaktive Hörspiel „15:14 – 15 ehemalige Verfolgte und 14 ehemalige Verfolger bei der Stuttgarter Kripo nach 1945“ basiert auf Originaldokumenten und tatsächlichen Ereignissen, betont Kuratorin Lea-Theresa Berg: „Alle Inhalte und Erzählungen sind aus Quellen hergeleitet. Neben der Rückkehr von ehemaligen Gestapo-Beamten in den Kriminaldienst wird dabei auch die bislang wenig beachtete Rolle der ehemaligen vom NS-Regime Verfolgten bei der Stuttgarter Kriminalpolizei thematisiert.“

Das Projekt wurde vom Haus der Geschichte in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Agentur Klangerfinder für den Erinnerungsort „Hotel Silber“ realisiert und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Wüstenrot-Stiftung und der Berthold Leibinger-Stiftung finanziert. „15:14 lädt ein zu einer akustischen Spurensuche“, sagt Prof. Florian Käppler von Klangerfinder. „Jenseits visueller Ablenkungen bietet sie einen neuartigen Zugang: Für ein nahtloses und immersives Klangerlebnis werden die einzelnen Klangbestandteile von einer eigens entwickelten Softwareintelligenz immer wieder neu angeordnet.“

Die Besucher*innen der digitalen Ausstellung lernen dabei verschiedene Biografien kennen und erfahren viel über die Stuttgarter Kriminalpolizei im „Hotel Silber“ nach der NS-Zeit: Warum bewarben sich die Protagonisten bei der Kripo? Welches Selbstverständnis kommt in den Bewerbungen zum Ausdruck? Je weiter sich die Nutzer*innen im Hörspiel fortbewegen, desto mehr Verbindungen und Interaktionen zwischen den Protagonisten werden hörbar.

Das interaktive Hörstück kann ganz einfach ohne Downloads oder aufwendige Installation über die Website www.15zu14.de abgerufen werden. Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es das Hörspiel im Autoplay, für Menschen mit Hörbehinderung als Skript.